Pepperl+Fuchs

20 Jahre RFID für alle Automatisierungslösungen

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Was hat sich bei dem 2004 eingeführten IdentControl-System bis heute getan?

Es ist überraschend festzustellen, dass das IDENT-Control-Konzept im Prinzip nichts von der Attraktivität von damals verloren hat. Viele Mitbewerber haben zwar das Konzept nachempfunden aber nicht weiterentwickelt. Pepperl+Fuchs blieb seither innovativ. Mit der IDENT Control Compact wurde die Granularität und Wirtschaftlichkeit erhöht. Die Ethernet-basierten Protokolle Profinet, Ethernet IP, Modbus TCP haben wir kundennah in einem Gerät zusammengeführt und die für den asiatischen Markt wichtige CC-Link-Schnittstelle ergänzt. Wir bieten einen Schreib-/Lesekopf mit über 50 cm Lesebereich für die Fördertechnik, der sowohl das Problem der Toleranzen als auch der Vorbeifahrgeschwindigkeiten in einem Zug gelöst hat. Die Anbindung der UHF-Systeme und eigener UHF-Technologie sind weitere wichtige Schritte in der Kette.

Pepperl+Fuchs ist bereits seit der Gründungsphase Mitglied im globalen Industrieverband für Automatische Identifikation, Datenerfassung und Mobile Datenkommunikation, kurz AIM. Wie weit sind die Standardisierungs- bzw. Normungsbemühungen?

Die technischen Standards, die die Kommunikation über die „Luftschnittstelle“ zwischen Transponder und Reader beschreiben, sind vorhanden und etabliert. Handlungsbedarf gibt es nach wie vor bei den Anwendungsstandards, die sich mit den Details der verschiedenen Anwendungen befassen. So gibt es beispielsweise noch keine einheitliche Festlegung, wie ein ‚elektronisches Typenschild’ aussehen soll. Es gibt eine Reihe von proprietären Lösungen, aber ein Standard würde hier einen viel umfassenderen Markt erschließen helfen. Ein weiterer umfangreicher Bereich von Standardisierungsvorhaben befasst sich mit der Sicherheit von RFID-Systemen, dem Datenschutz und der Kennzeichnung von RFID-Installationen. Dies geht auf die Empfehlung 2009/387/EG der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2009 und einem entsprechenden Mandat an die europäischen Normungsorganisationen ETSI, CEN und CENELEC zurück. AIM war hier auf der politischen Ebene besonders aktiv und hat ganz wesentlich an der am 6. April dieses Jahres von der EU-Kommissarin Neelie Kroes und Industrievertretern unterzeichneten Selbstverpflichtung der Industrie mitgewirkt. In den Industrieanwendungen, die wir bedienen, werden in der Regel keine persönlichen Daten in den Transpondern gespeichert. Datenschutz spielt nur eine untergeordnete Rolle, aber die Selbstverpflichtung hilft, wenn hier Rechtssicherheit geschaffen wurde.

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Ist die Diskussion um die Datensicherheit bei RFID-Systemen damit eher Panikmache?

Sicher gibt es hier zu einem gewissen Teil Panikmache, aber wie bereits gesagt, gibt es hier durch die Arbeit von AIM auf der europäischen Ebene gute Fortschritte und eine Lösung, mit der jeder leben kann. Dies bezieht sich in erster Linie auf den Konsumerbereich. In der Industrie, in der wir unterwegs sind, spielen diese Diskussionen eher keine Rolle.

Wozu sind verschiedene RFID-Frequenzen notwendig?

Viele sehen in UHF die Zukunft, vergessen dabei aber, dass hiermit vor allem neue Einsatzmöglichkeiten erschlossen werden können. Die große Reichweite und die günstigen Datenträger sind hierfür entscheidend. Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit oder metallische Gegenstände sowie Reflexionen mit Interferenzen begrenzen aber auch den Einsatz von UHF. LF-Systeme sind durch die niedrigere Frequenz und das induktive Übertragungsprinzip im Nahfeld optimal für den Einbau in Metall oder den direkten Aufbau auf Metall geeignet. HF-Systeme bieten die Vorteile der sicheren Nahfeldkommunikation mit hoher Trägerfrequenz bei eingeschränkter Lesereichweite. Jeder Frequenzbereich hat seine speziellen Vorzüge und Einschränkungen, die zu den Anwendungen passen sollten. Nur so erreicht man optimale zuverlässige Lösungen. Bei vielen unserer Kunden steht Zuverlässigkeit an oberster Stelle. Dem können wir nur entsprechen, wenn wir die ganze Bandbreite der verfügbaren Frequenzbereiche nutzen.

Was muss der Anwender bei der Auswahl von Technologie und Produkten beachten?

Generell zahlt es sich aus, auf qualitativ hochwertige Produkte zu setzen, die praxiserprobt sind, denn die Kosten über die Lebenszeit sind das entscheidende Maß. Die Technologie muss auf die Anwendung angepasst gewählt werden. Daher habe ich am Anfang unseres Gespräches unterstrichen, dass Pepperl+Fuchs alle gängigen Technologien bietet und daher objektiv beraten kann.

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