Die konfigurierbare Kleinsteuerung Pnozmulti von Pilz feiert 2022 Jubiläum. Bis heute begegnet sie steigenden Anforderungen mit entsprechenden Weiterentwicklungen. Das wird auch in Zukunft so bleiben.
1987 entwickelte Pilz das erste Not-Aus-Schaltgerät zum Schutz von Mensch und Maschine. Die Sicherheitsschaltgeräte Pnoz bewähren sich seitdem täglich millionenfach im Einsatz, und das weltweit. Damit war ein Meilenstein in der Sicherheitstechnik gesetzt. Die Marke Pnoz steht heute als Synonym für Sicherheitsschaltgeräte.
(Bild: Pilz GmbH & Co. KG)
1787, mit den von Edmond Cartwright erstmals eingesetzten automatischen Webmaschinen, begann die Ära der modernen Automatisierung. Hauptmotivation damals war die Erhöhung der Produktivität, an die Sicherheit des Webers wurde kaum ein Gedanke verschwendet. Heute dagegen ist die Sicherheitstechnik in vielen Ländern fester Bestandteil der Automatisierung. Maßgeblich beteiligt an deren Etablierung war das Unternehmen Pilz aus Ostfildern bei Stuttgart: Durch seine aktive Mitarbeit bei der Erarbeitung von Sicherheitsnormen und -standards sowie der Entwicklung von entsprechenden Produkten ebnete das Automatisierungsunternehmen schließlich der Sicherheitstechnik und der sicheren Automation den Weg.
Schon lange vor dem ersten Sicherheitsschaltgerät Pnoz hatte Pilz im Jahr 1970 ein Zweihandrelais für Pressen im Programm. Auf diese Weise konnte wertvolles Wissen im Bereich der Pressensicherheit gesammelt werden – sozusagen das erste einschlägige Know-how in Sachen Sicherheitstechnik.
Impulse für die Entwicklung von Sicherheitsschaltgeräten kamen aus dem Bereich Normen: Der VDMA war 1986 für den Normenkreis „Europäische Normen zur Maschinensicherheit“ auf der Suche nach Teilnehmern und fragte auch beim Unternehmen Pilz an. Gemeinsam mit Vertretern von BG, TÜV, BIA sowie der Industrie wurden Vorschläge ausgearbeitet. Die Unsicherheit, welche Sicherheitsanforderungen Maschinen nach Inkrafttreten der EN 60204-1 in der Industrie zu erfüllen hatten, war groß. Ganz zu schweigen davon, wie diese in der Praxis umgesetzt werden sollten. Hier öffnete sich ein Markt. Pilz führte weitere Recherchen zu den Einsatzmöglichkeiten von Sicherheitstechnik aus, die in erste Produktentwicklungen resultierten. Auf erste Geräte zur Zweihandbedienung und zur Schutzgitterüberwachung folgte das erste Not-Aus-Schaltgerät Pnoz.
Das erste Not-Aus-Schaltgerät der Welt
Obwohl der Name Pnoz heute oftmals auch als Synonym für Sicherheitsschaltgeräte im Allgemeinen gebraucht wird, wissen doch die wenigsten, dass der Name nicht von ungefähr kommt. „P“ steht für Pilz, „NO“ für Not-Aus und „Z“ für zwangsgeführt. Letzteres verursachte zunächst auch Probleme. Denn die Realisierung war nur mit Relais mit zwangsgeführten Kontakten möglich. Es war damals schwierig einen Hersteller zu finden, der zudem Anforderungen an kleine Abmessungen, sechs Kontakte mit acht bis zehn Ampere Stromführung und einem hohen Spulenwiderstand, erfüllen konnte.
1987 entwickelte Pilz das erste Not-Aus-Schaltgerät zum Schutz von Mensch und Maschine. Die Sicherheitsschaltgeräte Pnoz bewähren sich seitdem täglich millionenfach im Einsatz, und das weltweit. Damit war ein Meilenstein in der Sicherheitstechnik gesetzt. Die Marke Pnoz steht heute als Synonym für Sicherheitsschaltgeräte.
(Bild: Pilz GmbH & Co. KG)
Doch im Frühjahr 1987 waren die Geräte schließlich serienreif und erhielten im gleichen Jahr noch von TÜV und Anfang 1988 auch von der BG die Zertifizierung. Die Vorteile gegenüber der Einzelverdrahtung mit Schützen:
kleinere Baubreite
Ausschluss von Verdrahtungsfehlern und
geprüfte Sicherheit
Das damals neue Not-Aus-Schaltgerät Pnoz kam weltweit in Applikationen zum Einsatz, so dass Pilz umfassendes Know-how in der Realisierung von Sicherheitsfunktionen erarbeiten konnte.
Globaler Standard für die Sicherheit
„Verdrahten mit der Maus“ – was heute globaler Standard ist, erblickte dann 2002 auf der Nürnberger Messe SPS das Licht der Automatisierungswelt: Vor 20 Jahren stellte Pilz erstmals seine konfigurierbare sichere Kleinsteuerung einem breiten Messepublikum vor. Weltweit neu war damals die Möglichkeit, die Sicherheitsschaltung mit Hilfe eines einfach handhabbaren, grafikbasierten Konfigurationstools zu erstellen – ohne Kenntnis einer „höheren“ Programmiersprache. Ziel war, die Lücke zwischen hartverdrahteten Sicherheitsschaltgeräten und frei programmierbaren Sicherheitssteuerungen zu schließen.
Das damals neuartige Produkt nahm im Pilz-Portfolio den Platz zwischen den Sicherheitsrelais Pnoz und den Sicherheitssteuerungen PSS ein. 20 Jahre nach seiner Markteinführung ist Pnozmulti hunderttausendfach in aller Welt und allen Branchen im Einsatz – und laut Aussagen des Unternehmens Marktführer im Bereich der konfigurierbaren Sicherheitssteuerungen. Einen wesentlichen Anteil an dessen Erfolg hatte und hat das Softwaretool, der Pnozmulti Configurator. Mit ihm ist Konfigurieren sozusagen „kinderleicht“: Per drag-and-drop lassen sich alle Sicherheitsfunktionen auf einfache Weise „mit der Maus verdrahten“. Aktuell steht die Basisversion 11 lizenzkostenfrei und mit zahlreichen zertifizierten Softwarebausteinen für Safety-und-Security-Anwendungen zur sicheren Interaktion von Mensch und Maschine zur Verfügung. Ein globaler Standard für die Sicherheit war geboren.
Stand: 08.12.2025
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Buchtipp
Das Fachbuch „Digitaler Retrofit“ hilft Anwendern zu bestimmen, wie umfassend eine Maschine oder Anlage durch den digitalen Retrofit verändert werden soll. Dazu werden vier Integrationsstufen definiert und Umsetzungsstrategien sowie ein praktisches Quick-Check-Tool bereitgestellt. Es folgen Informationen zu Systemintegrierter Sensorik, Datenhandling, Datenanalyse und den rechtlichen Aspekten des digitalen Retrofits. 11 ausgewählte Beispiele aus der Praxis lassen die verschiedenen Facetten des Retrofits greifbar werden.
Der ersten folgte 2009 eine zweite, „schlankere“ Generation Pnozmulti: Das „klassische” Pnozmulti Basisgerät mit 135 Millimeter wurde auf schmale 45 Millimeter Baubreite komprimiert – bei vollem Funktionsumfang und mit Display. Auch die Diagnose für kurze Maschinenstillstandszeiten war und ist für Anwender das A und O, genauso wie der Anschluss an zahlreiche Automatisierungsumgebungen und Kommunikationssysteme.
Das mit nur 22,5 mm Baubreite extrem kompakte Basisgerät Pnoz m C0 überwacht bis zu vier Sicherheitsfunktionen an Maschinen. Je nach Anwendung lassen sich damit Safety-Anforderungen bis zur höchsten Sicherheitskategorie PL (Performance Level) e bzw. SIL CL 3 umsetzen.
(Bild: Pilz GmbH & Co. KG)
Dass man nur ein System von der Planung bis zur Wartung einsetzen musste, beflügelte zusätzlich den Erfolg von Pnozmulti. Das neueste Standalone-Basisgerät Pnoz m C0 ist sogar nur noch 22,5 Millimeter breit – ideal für kleine Maschinen, weil es trotz geringer Baubreite über acht sichere Eingänge und vier sichere Halbleiterausgänge verfügt. So können bis zu vier Sicherheitsfunktionen zuverlässig überwacht werden. Und das bis zur höchsten Sicherheitsstufe – ein echtes sicheres Powerpaketchen. Diese Generation kann sogar noch mehr – nämlich mit den Sicherheitsanforderungen mitwachsen – eine Migration auf die modular erweiterbaren Basisgeräte ist hier möglich.
Absolute secure
Die geplante Maschinenverordnung stellt als Nachfolger der Maschinenrichtlinie auch Anforderungen an die Security von Geräten. Das wiederum ist keine Herausforderung für Pnozmulti 2, denn die konfigurierbare Kleinsteuerung ist jetzt auch secure unterwegs. So sind die Daten auf dem Standalone-Basisgerät Pnoz m C0 vor ungewollten Zugriff durch einen so genannten Security Key geschützt. Auch als „Door Guard“ für das Access Management agiert Pnozmulti 2 secure: in Verbindung mit den Ausleseeinheiten Pitreader mit RFID-Technologie – die Erfolgsstory geht weiter.