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Energierichtlinien 2015 bedeutet Energieaudits, Stromzähler und Ausschreibungen

| Redakteur: Carina Schipper

Das EEG bringt im neuen Jahr Regelungen im Bereich Energieeffizienz für Industrie- und Gewerbebetriebe, so Ispex. Großen Unternehmen schreibt das neue Energiedienstleistungsgesetz beispielsweise regelmäßige Energieprüfungen vor.

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Das neue EEG verlangt von Unternehmen den Einbau geeichter Stromzähler.
Das neue EEG verlangt von Unternehmen den Einbau geeichter Stromzähler.
(Bild: Tekke unter CC BY-ND 2.0-Lizenz, flickr.com)

Bis zum 5. Dezember 2015 und danach im Vier-Jahres-Rhythmus verpflichtet der Staat große Firmen (Nicht-KMU im Sinne der EU-Definition) zur Durchführung eines Energieaudits. Ein unabhängiger und fachkundiger interner oder externer Auditor nimmt die Betriebsprüfung vor, erklären die Oberfranken. „Unternehmen sollten prüfen, ob sie die Schwellenwerte für KMU überschreiten und welche Anforderungen durch die Einführung der allgemeinen Energieauditpflicht auf sie zukommen“, empfiehlt der Stefan Arnold, Vorstandsvorsitzender bei Ispex. Die Verpflichtung betrifft nicht nur das produzierende Gewerbe. Handel, Banken, Versicherungen, Kliniken, Krankenhäuser, Universitäten, öffentliche Einrichtungen oder gemeinnützige Organisationen zum Beispiel unterliegen der Regelung ebenfalls, heißt es aus Bayreuth. Ein Energiemanagementsystem erübrigt die Verpflichtung.

Nicht ohne Stromzähler

Seit erstem Januar 2015 fordert der Gesetzgeber Einbau von geeichten Stromzählern. Diese zeichnen alle Strommengen auf, die an der betreffenden Abnahmestelle an umlagepflichtigem Strom selbst verbraucht wurden. Bei einer Antragsstellung nach der Besonderen Ausgleichsregelung berücksichtigt das BAFA die angezeigten Strommengen erst ab der Erfassung durch den Stromzähler.können bei einer Antragsstellung nach der Besonderen Ausgleichsregelung, erklären die Energieberater. Da die Strommengen, die an dritte Unternehmen fließen, dem BAFA ebenfalls gemeldet werden müssen, müssen auch diese als Teil des amtlichen oder geschäftlichen Verkehrs festgehalten sein.

Ausschreibungen bei Energieeffizienzförderung

Der Kern des Pilotvorhabens zum wettbewerblichen Ausschreibungsmodell im Bereich der Stromeffizienz STEP up! (StromEffizienzPotenziale nutzen) zielt auf die Senkung des Stromverbrauchs. Das soll eine offene Ausschreibung der technologie-, akteurs- und sektorübergreifenden Förderung von strombezogenen Maßnahmen erreichen. Im Rahmen von geschlossenen Ausschreibungen beschreibt die Pilotphase zudem spezifische Bereiche mit bekannten hohen Potenzialen und bekannten Hemmnissen. In diesen Bereich fällt beispielsweise der Austausch von Heizungspumpen mit hydraulischem Abgleich, Strom-Wärmemaßnahmen im Bereich der Industrie oder „Green IT“. Über den Zuschlag für die Maßnahmen entscheidet während des Ausschreibungsverfahrens das wirtschaftlichste Kosten-Nutzen Verhältnis (Euro pro eingesparter kWh).

Aus dem EEG gehen 2015 einige weitere neue Regelungen für Gewerbe- und Industrieunternehmen hervor. So laufen beispielsweise die Pilotprojekte zu Ausschreibungen für Solar-Freiflächenprojekte an. Ab 1. April 2015 tritt die Verpflichtung zur Fernsteuerung bei der Direktvermarktung von EEG-Anlagen in Kraft.

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