Suchen

Energiepolitik 25 Jahre Mauerfall – Energie in der DDR

| Redakteur: Robert Weber

Deutschland feiert dieses Jahr 25 Jahre Mauerfall. Grund für uns in der November-Ausgabe auch einen Blick zurück zu werfen und einige DDR-Besonderheiten vorzustellen. Es war nicht alles schlecht.

Firma zum Thema

Die SEI (Staatliche Energieinspektion) war in der DDR für die Energieeffizienz in den volkseigenen Betreiben zuständig.
Die SEI (Staatliche Energieinspektion) war in der DDR für die Energieeffizienz in den volkseigenen Betreiben zuständig.
(Bild: enric archivell, unter CC BY-NC-SA 2.0-Lizenz)

In Westdeutschland weitgehend unbekannt ist die SEI (Staatliche Energieinspektion) des Arbeiter- und Bauernstaates. Gegründet wurde die Einheit 1971 und sollte die Effektivität des Energieeinsatzes in den volkseigenen Betrieben untersuchen und verbessern, die Kohle-, Elektro- und Gasenergie weiterentwickeln, technische und organisatorische Hindernisse bei der Energienutzung verhindern und Dokumente zur Investitionsentscheidung ausarbeiten Private Haushalte und das Militär sowie Parteigebäude waren tabu für die Inspektoren. Wer gegen die Energieverordnung der DDR verstieß, musste mit Strafen von bis zu 100.000 Mark rechnen. Die SEI besaß eine Ordnungsstrafbefugnis. Die DDR-Energieexperten stellten zahlreiche Energiefresser fest, alleine es fehlte das Geld, um zu investieren. Am 1. Januar 1990 war Schluss mit Inspektionen.

(ID:43049170)