Energieführung

3D-Ketten versorgen Mehrachsroboter in der Automobilindustrie

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Keine Schlaufen, kein Verhaken

Durch die geringe Bauhöhe bzw. die Kettenführung parallel zum Roboterarm lassen sich mit dem Triflex-RS-Set sicher Anwendungen auf engstem Bauraum realisieren. Durch den Einsatz von Federstäben innerhalb der Kette wird dabei stets eine gerichtete Vorspannung erzeugt und so eine komplette oder teilweise Versteifung erreicht. Ähnlich dem Prinzip einer Angelrute, lassen sich automatische Rückzugsmechanismen realisieren, so dass keine Schlaufenbildung und kein Leitungsstress am Roboterkopf entstehen kann. Zudem wird durch die gerichtete Vorspannung die Kette aus dem Arbeitsraum herausgehalten, damit es zu keinen Kollisionen kommt. Neu bietet Igus für sein Triflex-RS-Set überdies jetzt – für 43 unterschiedliche Robotertypen – passende Adapterkonsolen ab Lager an. Ob seitlich oder „on top“, können sie direkt ohne zusätzlichen Montageaufwand angeschraubt werden. Unter www.igus.de/triflexkonsole können 3D-CAD-Dateien zum Auslegen kostenlos runtergeladen werden. Schließlich runden Protektoren, Schnellverschlusssysteme und Anbindungsmodule für nahezu alle Roboter das breite Programm ab.

Leitungen um schwierige Geometrien führen

Durch ihren modularen Aufbau mit Einzelelementen können die mehrdimensional beweglichen Triflex-R-Roboterketten jederzeit in der Länge angepasst werden. Ein Kürzen und Längen ist an jeder beliebigen Stelle möglich. Martin Weber: „Da wir immer neue Tests fahren bzw. die Anforderungen unserer Kunden sich ändern, ist es natürlich wichtig, dass wir die Energiezuführungen problemlos anpassen können.“ Auch der Austausch oder das Nachrüsten einer einzelnen Leitung oder eines gesamten Leitungspaketes erfolgt ohne großen Zeitaufwand einfach am Roboter, da die Ketten schnell von außen befüllt werden können.

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Beweglich und zugfest

Die hohe Zugfestigkeit des Energiekettensystems Triflex R wird über das sogenannte Trailer-Prinzip erreicht. Die einzelnen Elemente sind nicht durch störende Stahlseile oder ähnliches miteinander verbunden, sondern wie bei einer Anhängerkupplung (Kugel-Pfanne-Prinzip). Durch diese kugelförmige Ausbildung ist die Beweglichkeit in alle drei Richtungen sicher gestellt. Es ist eine Verdrehung von ca. ±10° pro Kettenglied möglich. Hierdurch wird ein Führen der Leitungen um schwierige Geometrien unterstützt. Hinzu kommt eine definierte Bewegungsfreiheit: der Biegeradius ist in allen Richtungen gleich, was ebenfalls die Lebensdauer von Kette, Leitungen und Schläuchen erhöht.

Das alles sind für Wandres wesentliche Features, denn der 6-Achs-Roboter im Technikum ist Tag und Nacht im Einsatz. Martin Weber: „Die Energiezuführungen müssen permanent vielfältigste Bewegungsabläufe der Schwertbürste aushalten.“ Hinzu komme die Vielzahl an hinterlegten Programmen. In den Lackierstraßen der Automobilindustrie herrsche in der Regel die Losgröße 1. Im Rahmen der Simulation testet Wandres folglich unterschiedliche Softwarelösungen, die wiederum Auswirkungen auf die Bewegungsabläufe des Roboters haben.

HMI Halle 17, Stand J02

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