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Projektförderung 43.000 Euro für die Dissertation

| Redakteur: Carina Schipper

Einmal in Jahr unterstützt die Hamburger Rud. Otto Meyer Umwelt-Stiftung (ROM) Projekte, die sich mit ressourcen- und umweltschonenden Techniken auseinandersetzen. Für 2014 geht die projektbezogene Finanzspritze nach Wolfenbüttel.

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Gut mit Hut - Dank der Dissertation von Lars Baumann fließen wieder Fördergelder für den Energiepark der Ostfalia Hochschule.
Gut mit Hut - Dank der Dissertation von Lars Baumann fließen wieder Fördergelder für den Energiepark der Ostfalia Hochschule.
(Bild: Rabe!, gemeinfrei)

Mit seiner Dissertation zum Thema Energiemanagement eines gebäudeintegrierten hybriden Energiesystems: Experimentelle Untersuchungen und Modellierung holte Lars Baumann die Fördermittel an die Ostfalia Hochschule. Die rund 43.000 Euro sollen dem Doktoranden dabei helfen seine Arbeit zu Ende zu führen. Mit der Förderung verfolgt die ROM aber auch ein klares Ziel: die freie Verfügbarkeit der Ergebnisse der Dissertation. Denn der Wolfenbütteler stellt Fragen in Sachen nachhaltiger Energieversorgung, ein Thema, das weltweit die Energiewirtschaft vor große Herausforderungen stellt, so die Stiftung. Im wesentlichen befasst sich Baumanns Arbeit mit dem weiteren Auf- und Ausbau des hochschuleigenen Energieparks sowie die Entwicklung eines passenden Energiemanagements. Der Energiepark entstand in Zusammenhang mit mehreren Forschungsprojekten unter Mitwirkung von Lars Baumann auf dem Campus Wolfenbüttel der Ostfalia von der Fakultät Versorgungstechnik. In der Anlagen stehen zwei Photovoltaikanlagen, eine Windkraftanlage, ein Blockheizkraftwerk und mehrere Energiespeicher, die insgesamt das intelligente Energienetz ausmachen. Als elektrochemische Speicher dienen den Niedersachsen Bleibatterien, Wasserstoff und eine fünf Tonnen schwere Redox-Flow-Batterie. Durch die Einführung solcher Smart Grids gewinnen Stromnetze an Intelligenz und stabilisieren durch ein flexibleres Management des fluktuierenden Leistungsangebots den Betrieb. Baumanns Stelle und Arbeit schöpft ausschließlich aus öffentlich geförderten Drittmitteln, die der wissenschaftliche Mitarbeiter zu großen Teilen selbst akquiriert hat. Im vergangenen Oktober wäre der Geldfluss für den Versorgungstechniker versiegt. Ohne Vorlauf wurden keine Anschlussprojekte bewilligt, was das Promotionsvorhaben von Baumann in Gefahr gebracht hätte. Die Fördermittel der ROM retteten die Doktorarbeit des Wolfenbüttelers. Baumanns betreuender und Leiter des Labors für Elektrotechnik und regenerative Energietechnik, Prof. Dr. Ekkehard Boggasch, freut sich über die Hilfe: „Lars Baumanns Arbeiten stoßen sowohl national wie international auf großes Interesse und die Qualität seiner bisherigen Arbeiten hat die renommierte ROM-Umweltstiftung nun dazu veranlasst, den Abschluss seiner Dissertation für weitere fünf Monate zu finanzieren. Es ist abzusehen, dass Herr Baumann innerhalb dieser Zeit seine Dissertation bei uns abschließen wird.“ Der Grund, warum sich die Stiftung für Baumann entschied, liegt laut Stiftungsvorstand Georg Bieler in der Aktualität und Innovation der Arbeit: „Das Forschungsthema stellt für die Stiftung ein neues technisches Gebiet dar, auf dem noch keine Projekte gefördert wurden. Es ist sehr aktuell, zukunftsweisend, und weicht in erfrischender und sehr anspruchsvoller Weise von den bekannten thermodynamischen Fragestellungen ab. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt.“

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