Netzwerkinfrastruktur
Industrie entdeckt die Vorzüge privater 5G-Campusnetze

Von Hendrik Kahmann, Head of Innovation bei Axians Deutschland 4 min Lesedauer

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Industrielle Großbetriebe setzen bereits auf 5G-Campusnetze, während der Mittelstand noch zögert. Die richtige Netzwerkinfrastruktur entscheidet jedoch über den zukünftigen geschäftlichen Erfolg. Wie können mittlere Unternehmen nachziehen?

Digitale Darstellung verschiedener Anwendungsfälle für 5G-Campusnetze. (Bild:  Axians)
Digitale Darstellung verschiedener Anwendungsfälle für 5G-Campusnetze.
(Bild: Axians)

Eine leistungsstarke Netzwerkinfrastruktur ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Industrieunternehmen. Sie bildet das Rückgrat für den reibungslosen Datenaustausch zwischen Maschinen, Systemen und Mitarbeitenden. Der Mobilfunkstandard 5G eröffnet hier neue Möglichkeiten. Mit seinen Datenübertragungsraten von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde und einer minimalen Latenzzeit von unter einer Millisekunde erfüllt er die hohen Anforderungen, die eine zukunftsorientierte, vernetzte Produktion verlangt. Vor diesem Hintergrund haben bereits zahlreiche Industriebetriebe begonnen, private 5G-Campusnetze auf ihren Werksgeländen aufzubauen.

Nur autorisierte Nutzer und Systeme haben Zugriff

Warum greifen diese Firmen nicht auf öffentliche 5G-Netze zu? Wenn sie latenzkritische Industrieanwendungen betreiben, können sie sich Ausfälle und Sicherheitsrisiken nicht leisten. In den mit der Allgemeinheit geteilten Netzen besteht jedoch die Gefahr von Datenabflüssen oder es kommt zu Leistungseinbrüchen in Spitzenzeiten. Die 5G-Campusnetze hingegen sind von öffentlichen Netzen abgeschottet und nutzen eine dedizierte Funkfrequenz und Infrastruktur. Nur autorisierte Nutzer und Systeme haben Zugriff, wodurch ein hohes Maß an Sicherheit und Verfügbarkeit gewährleistet wird. Ein Unternehmen kann außerdem Bandbreite und Kapazitäten ganz nach seinen Erfordernissen skalieren.