Dell-Studie 72 Prozent gehen nachlässig mit sensiblen Daten am Arbeitsplatz um

Redakteur: Sariana Kunze

Fast drei Viertel der weltweit Beschäftigten würden unter bestimmten Umständen vertrauliche Daten an unautorisierte Personen weitergeben. In Deutschland sind es sogar noch mehr. Darüber hinaus sind unsichere Verfahren beim Umgang mit solchen Daten offenbar gang und gäbe. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Datensicherheits-Studie von Dell.

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Der "Dell End-User Security Survey" offenbart, dass sehr viele Mitarbeiter zur Weitergabe vertraulicher Informationen an unautorisierte Personen bereit sind.
Der "Dell End-User Security Survey" offenbart, dass sehr viele Mitarbeiter zur Weitergabe vertraulicher Informationen an unautorisierte Personen bereit sind.
(Bild: Dell)

Der "Dell End-User Security Survey" offenbart, dass sehr viele Mitarbeiter zur Weitergabe vertraulicher Informationen an unautorisierte Personen bereit sind, wenn bestimmte Umstände dafür sprechen. Weltweit trifft das auf 72 Prozent der Befragten zu, in Deutschland sogar auf 82 Prozent. Sie würden solche Informationen unter anderem weitergeben, wenn:

  • ihre Vorgesetzten sie dazu auffordern (43% weltweit, 51% in Deutschland);
  • das Risiko für das Unternehmen sehr gering und der potenzielle Nutzen sehr hoch ist (23% weltweit, 37% in Deutschland);
  • sie damit ihre Aufgaben effizienter erledigen können (22% weltweit, 31% in Deutschland);
  • der Empfänger seine Aufgaben damit effizienter erledigen kann (jeweils 13%).

Unsichere Praktiken sind beim Daten-Handling verbreitet

Beim Umgang mit vertraulichen Daten sind außerdem offenbar unsichere Praktiken weit verbreitet. In der Befragung räumten viele Studienteilnehmer unter anderem ein:

  • über öffentliches WLAN auf sensible Unternehmensdaten zuzugreifen (46% weltweit, 61% in Deutschland);
  • private E-Mail-Konten für die Arbeit zu verwenden (50% weltweit, 58% in Deutschland);
  • am Arbeitsplatz Public-Cloud-Services wie Dropbox, Google Drive oder iCloud für Informationsaustausch oder Backups zu nutzen (56% weltweit, 71% in Deutschland);
  • vertrauliche Dokumente per E-Mail an Dienstleister und andere externe Partner zu verschicken (45% weltweit, 53% in Deutschland);
  • schon einmal ein Endgerät verloren zu haben, das auch für Arbeitszwecke genutzt wurde (17% weltweit, 24% in Deutschland);
  • Unternehmensinformationen mitzunehmen, wenn sie ihre Arbeitgeber verlassen (36% weltweit, 51% in Deutschland).

Daneben zeigt die Studie aber auch, dass sich die Mitarbeiter eigentlich in hohem Grad für Datensicherheit verantwortlich fühlen und ihr Unternehmen vor Schaden bewahren möchten. Dabei sehen sie sich aber vor allem mit zwei Problemen konfrontiert: der eigenen Unsicherheit und der Einschränkung ihrer Produktivität.

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