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Umsatz ABB hat schwierigem Marktumfeld 2016 getrotzt

| Redakteur: Katharina Juschkat

ABB hat die Umsatzzahlen für das Jahr 2016 bekannt gegeben und einen konstanten Umsatz gemeldet, da trotz schwierigem Marktumfeld die Division Stromnetze wachsen konnte. Für das kommende Jahr sieht ABB viele Unsicherheiten.

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ABB-Zentrale in Mannheim. Das Unternehmen erwartet für das kommende Jahr unsichere Zeiten.
ABB-Zentrale in Mannheim. Das Unternehmen erwartet für das kommende Jahr unsichere Zeiten.
(Bild: Luca Siermann)

„Dank der starken Performance der Division Stromnetze sind wir im vierten Quartal trotz des schwierigen Marktumfelds gewachsen“, erklärt Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB. Mit ABB Ability, einem Angebot an digitalen Lösungen und Dienstleistungen, verzeichnet der Konzern laut eigenen Angaben eine gute Wachstumsdynamik. „2016 haben wir bei der digitalen Transformation unseres Unternehmens beträchtliche Fortschritte erzielt“, sagt Spiesshofer weiter.

Division Stromnetze gleicht rückläufige Zahlen aus

Der Auftragseingang gab gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 um 5 % nach. Die Basisaufträge gingen um 2 % zurück, während sich die Großaufträge verglichen mit dem hohen Auftragseingang 2015 um 24 % verringerten. Aufträge für Service und Software wuchsen insgesamt um 3 % und steuerten 18,4 % zum gesamten Auftragseingang bei.

Dennoch blieb der Umsatz konstant, meldet der Konzern, da Umsatzzuwächse in den Divisionen Stromnetze und Elektrifizierungsprodukte die rückläufigen Zahlen in der Division Industrieautomation und Antriebe und der Division Prozessautomation kompensieren konnten. Die Umsätze im Service- und Softwaregeschäft stiegen insgesamt um 3 % auf 17,8 % des gesamten Konzernumsatzes.

ABB erwartet 2017 ein Übergangsjahr mit verhaltenem Wachstum

Die wirtschaftlichen wie geopolitischen Entwicklungen weltweit deuten auf weiter anhaltende Unsicherheiten im kommenden Jahr hin. ABB sieht ein durchwachsenes Szenario, erwartet aber für China fortgesetztes Wachstum. Die globalen Märkte werden voraussichtlich durch das verhaltene Wachstum und die erhöhte Unsicherheit weiter belastet. Das Unternehmen erwartet, dass der Ölpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung das Unternehmensergebnis weiterhin beeinflussen. Deshalb geht ABB davon aus, dass 2017 für den Konzern ein Übergangsjahr wird.

ABB setzt Next-Level-Strategie um

ABB hat seine Next-Level-Strategie 2016 weiter verfolgt. Wesentliche Faktoren für die höhere Profitabilität des Konzerns waren die fortgesetzten Kosteneinsparungen und Produktivitätsmaßnahmen.

Der Konzerngewinn belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 1,96 Milliarden Dollar – eine Steigerung um 2 % gegenüber der Vorperiode. Der operative Gewinn pro Aktie verbesserte sich währungsbereinigt um 4 % auf 1,29 Dollar. Im Geschäftsjahr 2016 schüttete ABB über die Dividende in Form einer Nennwertreduktion und Aktienrückkäufen Barmittel in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar an die Aktionäre aus. (kj)

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