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Strategie ABB übernimmt GE Industrial Solutions

| Redakteur: Katharina Juschkat

ABB kündigt an, GE Industrial Solutions für einen Kaufpreis von 2,6 Milliarden Dollar zu übernehmen. Damit will das Unternehmen seine Position in der Elektrifizierung ausbauen. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden.

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ABB übernimmt GE Industrial Solutions für 2,6 Millarden Dollar.
ABB übernimmt GE Industrial Solutions für 2,6 Millarden Dollar.
(Bild: ABB/Luca Siermann)

ABB hat die Übernahme von GE Industrial Solutions für einen Kaufpreis von 2,6 Milliarden US-Dollar angekündigt – GEs globalem Geschäft für Elektrifizierungslösungen. Das Automatisierungsunternehmen will die Übernahme im ersten Halbjahr 2018 abschließen.

Division Elektrifizierungsprodukte wird erweitert

GE Industrial Solutions verfügt über Kundenbeziehungen in mehr als 100 Ländern und eine etablierte Basis mit starken Wurzeln in Nordamerika, dem größten Markt für ABB. GE Industrial Solutions hat seinen Hauptsitz in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia und beschäftigt weltweit rund 13.500 Mitarbeitende. 2016 erzielte GE Industrial Solutions einen Umsatz von rund 2,7 Milliarden US-Dollar.

Das Unternehmen soll in die Division Elektrifizierungsprodukte (EP) von ABB integriert werden. Dadurch entsteht laut ABB ein einzigartiges Portfolio für nordamerikanische und globale Kunden in der Elektrifizierung. Mit der Übernahme erwirbt ABB auch das Recht, die Marke GE langfristig zu nutzen. Nach dem Abschluss wird die Transaktion zunächst die operative EBITA-Marge der Divison vermindern, doch ABB bekennt sich dazu, die Division im Jahr 2020 wieder zurück in den angestrebten Margenkorridor von 15 bis 19 Prozent zu bringen.

Strategische Lieferbezieung für GE- und ABB-Produkte

Die Division Elektrifizierungsprodukte verfügt über ein globales Netzwerk von Vertriebspartnern und Endkunden. Sie beliefert ihre weltweiten Kunden täglich mit mehr als 1,5 Millionen Produkten. Aufgrund dieser Transaktion hat ABB entschieden, den Plan für das zuvor angekündigte Aktienrückkaufprogramm übergangsweise auszusetzen. Der Abschluss der Transaktion wird für das 1. Halbjahr 2018 erwartet und unterliegt den üblichen regulatorischen Genehmigungen.

Die Transaktion soll sich im ersten Jahr positiv auf den operativen Gewinn je Aktie auswirken. Im fünften Jahr nach Abschluss der Transaktion sollen laut Konzernangaben jährliche Kostensynergien in Höhe von rund 200 Millionen US-Dollar erzielt werden. Als Teil der Transaktion und der angestrebten Wertschaffung haben beide Unternehmen eine langfristige strategische Lieferbeziehung für Produkte von GE Industrial Solutions und ABB-Produkten vereinbart, die GE heute bezieht.

Wettbewerbsfähigkeit auf dem nordamerikanischen Markt stärken

„Mit der Übernahme werden wir unsere Position als weltweite Nummer 2 in der Elektrifizierung stärken und unseren Zugang zum attraktiven nordamerikanischen Markt verbessern“, sagt Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB. „In Verbindung mit der langfristigen Lieferbeziehung wird diese Übernahme ein erhebliches Wertsteigerungspotenzial für unsere Aktionäre bringen.“ Er ergänzte: „Mit dieser Fortsetzung unseres aktiven Portfoliomanagements verschieben wir den Schwerpunkt unserer Aktivitäten weiter: Wir stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit, vor allem auf dem nordamerikanischen Markt, und verringern durch den Kauf dieses frühzyklischen Geschäfts unsere Risiken – so wie wir es uns im Rahmen unserer Next-Level-Strategie vorgenommen haben.“

Der CEO von GE, John Flannery, erklärt: „Diese Kombination bringt zwei sich ergänzende globale Geschäfte im Bereich der elektrischen Sicherung und Verteilung zusammen. GE wird auch von der ausgeweiteten strategischen Lieferbeziehung und Zusammenarbeit mit ABB profitieren.“

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