Steuerungen Aktuelle Produkte rund um den Themenbereich der Steuerungen

Redakteur: Gudrun Zehrer

Wir berichten über die neuesten Produkte aus dem Bereich Steuerungen und stellen u.a. einen IoT Controller vor, der die Sprache der Mitarbeiter spricht, und eine kombinierte Bedien- und Steuereinheit für Maschinen.

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Das Besondere an der Steuerung Sysworxx CTR-700 sind neben Meshnet-Funktionalitäten die zahlreichen Programmiersprachen, die jedem Mitarbeiter das Programmieren der Steuerung ermöglichen soll. Offizieller Launch ist der 28.11.17 zur SPS IPC Drives in Nürnberg.
Das Besondere an der Steuerung Sysworxx CTR-700 sind neben Meshnet-Funktionalitäten die zahlreichen Programmiersprachen, die jedem Mitarbeiter das Programmieren der Steuerung ermöglichen soll. Offizieller Launch ist der 28.11.17 zur SPS IPC Drives in Nürnberg.
(Bild: Sys Tec Electronic)

Steuerung für Condition Monitoring und Predictive Maintenance spricht die Sprache der Mitarbeiter

Die stetige Überwachung sowie die vorrausschauende Wartung sollen für Prozessoptimierungen durch Datenerfassung sorgen. Die Steuerung der Sys Tec Electronic wurde u.a. für diese Anwendungsfälle entwickelt. Unter der Hausmarke Sysworxx wird sie als Sysworxx CTR-700 geführt. Die höhere Zahl 700 (im Vergleich zur CTR-100) steht für eine größere und funktionell umfangreichere Steuerung. Neben zahlreichen Schnittstellen wie industriellen Ein- und Ausgängen, TCP/IP, MQTT, Modbus, CANopen, USB, µSD enthält die Steuerung zwei Ethernet-Schnittstellen. Damit wird die Trennung von Enterprise IT und Shop Floor OT gewährleistet. Als das Besondere an der Sysworxx CTR-700 gilt jedoch die Software. Sie kann sowohl via IEC 61131-3 als auch in verschiedenen IoT-Sprachen (C#/.Net, Node-RED, Java, Python) programmiert werden. Demnach werden keine kostenintensiven externen Dienstleistungen zur Programmierung benötigt. Die Steuerung spricht die Sprache der Mitarbeiter.

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Anleitungsvideos zeigen schnelle Integration von Gewichtsmessung in SPS

Kunden von Maschinenbauern verlangen oft den Einbau einer bestimmten SPS und Netzwerktechnologien. Daher müssen Maschinenhersteller ihre Steuertechnologien immer wieder neu entwickeln und anpassen. Mettler Toledo zeigt in zwei Videos, wie man dort dieses für Maschinenhersteller häufig auftretende Problem lösen kann. Die Videos veranschaulichen die schnelle und einfache Integration des Gewichtsmesswertgeber ACT350 in SPSen von Siemens und Allen-Bradley.

Der Gewichtsmesswertgeber lässt sich in die gängigsten SPSen und Netzwerktechnologien integrieren. Er bietet 600 gefilterte Gewichtswerte pro Sekunde für schnelle Wägeprozesse bei einer Genauigkeit von 3000 e OIML und 3000 d NTEP. Zusätzliche Filtersoftware zur Beseitigung von Vibrationen im SPS-Programm ist nicht erforderlich. Dies soll ein schnelles und präzises Abfüllen, Sortieren und Chargieren ermöglichen und den Durchsatz erhöhen.

Zwei Industrial-Ethernet-Ports ermöglichen die Integration in Daisy-Chain- und Ringnetzwerktopologien mit Profinet IO und Ethernet/IP. Das soll die Installation von Wägeanwendungen mit mehreren Messwertgebern vereinfachen und Platz im Schaltschrank sparen.

Plug-in macht Steuerungen IoT-ready

Daten erfassen, digitalisieren und gewinnbringend miteinander verknüpfen – das sind die zentralen Gedanken von Industrie 4.0. Mit einer einfachen MQTT-Softwareerweiterung wird jeder Wago-PFC zum IoT-Controller oder -Gateway. Die aus der Feldebene in die Cloud gesendeten Daten können diese Daten dann aggregiert und für Analysen genutzt werden – ob zur Effizienzsteigerung in der eigenen Produktion, zum Energiemanagement im Gebäude oder zur Entwicklung weiterer Endkundenservices. Auch bestehende Anlagen werden so IoT-ready. Das Softwareupdate kann der Anwender mit Hilfe des Web-Based-Managements (WBM) im Webbrowser vornehmen. Darüber hinaus sind auch Bibliotheken für Codesys 2.3 und e!Cockpit im Lieferumfang enthalten. Die Konfiguration der Cloud-Verbindungsdaten erfolgt ebenfalls mittels WBM. Im IEC-Programm können die Variablen definiert werden, die in die Cloud übertragen werden sollen – so soll der Programmierer stets die Kontrolle behalten.

SPS, Programmiergerät und Display ergänzen das Produktportfolio

RS Components hat sein Mini-SPS-Sortiment um Produkte des Steuerungsherstellers Barth Elektronik um drei neue Mini-SPSen, einen Parameterprogrammierer und ein Touchscreen-Display erweitert. Die drei Mini-SPSen basieren auf einem 32-Bit ARM Cortex Prozessor. Alle Kleinsteuerungen weisen zehn I/Os und eine CAN-Schnittstelle auf, die die Kommunikation mit externen Geräten ermöglicht. Die Mini-PLCs bieten eine hardwareorientierte Mikrocontroller-Programmierung bei niedriger Stromaufnahme in einem kleinen Formfaktor und eignen sich für Anwendungen wie Industrie- und Gebäudeautomation, Automobil- und Marinetechnik, technische Ausbildung u.a. Alle drei SPSen verfügen über die notwendigen Steckverbinder und werden ergänzt durch Open-Source-Templates, die Micon-L-Software-Suite, Handbücher sowie Beispielprogramme. Alles steht zum Download zur Verfügung.

Der PG-65 Parametrierprogrammierer kann über CANbus oder IrDA an die SPS angeschlossen werden. Er dient zum Aktivieren oder Deaktivieren von Programmen oder zum Hochladen neuer Parameter, um die E/A-Einstellungen ohne Zugriff auf einen Computer einfach anzupassen. Mit seinem 2,4 Zoll 240 x 320 Farb-Touchscreen-Display, dem robusten Design einschließlich Aluminium-Druckguss-Gehäuse zusammen mit dem grafischen Menü eignet sich das Gerät für den Einsatz im Vor-Ort-Service. Der DMA-20 bietet die gleiche Funktionalität wie der PG-65 Parameterprogrammierer, ist aber zusätzlich mit einem IP65 (spritzwassergeschützten) Touchscreen-Display ausgestattet.

Kommunikation von der einzelnen Maschinenkomponente bis in die Cloud

Dem Maschinen- und Anlagenbauer bietet Eaton verschiedene Möglichkeiten, um seine Systeme IoT-ready zu machen: Als kombinierte Bedien- und Steuereinheit mit kapazitiver Multitouch-Technologie eignet sich die XV300 mit integriertem OPC-UA-Server für kompakte Maschinen, bei denen sie als Codesys-Steuerung in Kombination mit der Visualisierungssoftware Galileo moderne Bedienkonzepte möglich macht. Sie steht neben der 7- und 10,1-Zoll-Ausführungen nun auch in 15 Zoll zur Verfügung steht. Kommt zudem das intelligente Verdrahtungs- und Kommunikationssystem zum Einsatz, so entsteht eine komplett geschlossene, manipulationsgeschützte Konfiguration mit durchgängiger Sicherheit vom Motorstarter bis in die Cloud. Für Systeme mit hohen Anforderungen an die Performance bietet Eaton die Codesys-Steuerung XC300 an, die ebenfalls über einen integrierten OPC-UA-Server verfügt. Zudem kann in einem solchen Szenario die XV300 als Bediengerät ergänzend die Visualisierung sowie die Cloud-Anbindung übernehmen. Um bestehende Anlagen ohne Visulisierung an die Cloud anzubinden, eignen sich auch die bewährten Codesys-Kompaktsteuerungen XC152, bei denen sich eine Umsetzung auf OPC UA nun leicht nachträglich realisieren lässt.

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