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Alles Gute kommt von oben

Speidel setzt auf die WDU-Reihenklemmen von Weidmüller. Vor allem beim Anschluss großer Leiterquerschnitte vertraut der Göppinger Schaltanlagen-Spezialist auf das Druckbügel-Anschlusssystem der Reihenklemmen WDU 70/95 und WDU 120/150.

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In der geöffneten WDU (rechts) ist deutlich der von oben eingelegte Leiter zu sehen.
In der geöffneten WDU (rechts) ist deutlich der von oben eingelegte Leiter zu sehen.
(Bild: Weidmüller)

Unter Klippon Connect präsentiert Weidmüller innovative Verbindungstechnik zum effizienten Planen, Installieren und Betreiben. Die neuen Reihenklemmen und prozessunterstützenden Services sind konsequent daran ausgerichtet, in allen Phasen des Schaltschrankbaus einen Mehrwert zu erzielen, und zwar ebenso von der Planung über die Installation bis in den laufenden Betrieb. Klippon Connect ermöglicht unter anderem eine Zeitersparnis von bis zu 75 Prozent beim Engineering, eine stets fehlerfreie Verdrahtung sowie schnellere Markiervorgänge. Als passgenaue Lösung stehen zwei Reihenklemmen-Programme bereit: ein Applikations- und ein Universalprogramm. Welches Angebot die geeignete Wahl ist, entscheiden die jeweiligen Anforderungen. Das gleiche gilt auch für die Anschlusstechnologien – ob Schraub- oder Federanschluss. Der Schraubanschluss ist als Zugbügel- oder als Bolzen-Anschluss ausgeführt, der Federanschluss in Push-In- oder Zugfeder-Technologie.

Kraftaufwand und Verletzungsrisiko minimieren

Speidel GmbH & Co. KG in Göppingen vertraut beim Anschluss großer Querschnitte auf den Schraubanschluss, insbesondere auf das Druckbügel-Anschlusssystem der Durchgangsklemmen WDU.

Mit dem Anschluss dicker, schwer biegsamer Leiter gehen oftmals ein großer Kraftaufwand und Verletzungsrisiken einher. Hier bieten die Durchgangsklemmen WDU mit ihrem Druckbügel-Anschlusssystem Abhilfe. Durch das einfache Einlegen von oben ermöglichen sie ein problemloses Anschließen von Leitern mit großen Querschnitten bis 150 mm2. Der Schaltanlagenspezialist Speidel profitiert von dieser Lösung in verschiedenen Anwendungsbereichen.

„Schutz- und Steuerschränke für Umspannwerke, Steuerungen und Visualisierungen für den Maschinenbau sowie Unterverteilungen für die industrielle und öffentliche Infrastruktur gehören zu unserem Tagesgeschäft. Damit ist unser Leistungsspektrum mittlerweile weit gefasst. Gleichzeitig erhalten alle unsere Kunden Installationen nach ihrem spezifischen Bedarf“, erklärt Fertigungsleiter Sven Burkhardt den Anspruch der Speidel GmbH & Co. KG in Göppingen. Ihr Kerngeschäft ist die Elektroinstallation im Gewerbe- und Kommunalbau. „Um stets flexibel reagieren zu können, erwarten wir von einem Reihenklemmensortiment die Abdeckung aller relevanten Funktionen im Schaltschrank. Das Angebot von Weidmüller überzeugt uns an dieser Stelle mit praxisgerechten Varianten und Details.“

Ein wesentlicher Faktor im Schaltanlagenbau ist die Herstellung einer zuverlässigen Versorgung. Um Schäden von einer Anlage abzuwenden, zählt gerade bei hohen Strömen die dauerhafte Sicherheit der Verbindung. Bei der Installation bedeutet dieser Schritt jedoch häufig ein zeit- und vor allem kraftaufwendiges Anschließen der dicken Versorgungsleitungen. In der Praxis zeigt sich: Das Einlegen der Leiter in die dafür vorgesehenen Reihenklemmen ist zum Teil nahezu unmöglich. „Beim Anschließen der steifen Leiter in schlimmstenfalls sehr schmalen Schaltschränken kommt es leicht vor, dass beim Versuch des Einlegens der Leitermantel einreißt oder sich sogar Installateure an der Hand verletzen. In der Vergangenheit haben wir daher zum Anschließen von 150/185-mm2-Leitern schon einmal auf spezielle Leitervarianten zurückgegriffen, die zwar teurer, aber biegsamer waren“, erklärt Burkhardt. „Heute haben wir mit den Durchgangsreihenklemmen WDU eine Lösung an der Hand, die für uns den Anschluss von 70 mm² bis 150 mm2 wesentlich vereinfacht.“

Schraubheinheit einfach aus der Klemme nehmen

Mit ihrem Druckbügel-Anschlusssystem ermöglichen die Durchgangsklemmen WDU 70/95 und WDU 120/150, dass Leiter großer Querschnitte ohne großen Kraftaufwand von oben in die geöffnete Klemmstelle eingelegt werden können. Die Schraubeinheit des Druckbügel- Anschlusssystems lässt sich einfach aus der Klemme herausnehmen. Danach legen Installateure den abisolierten Leiter direkt auf die Kupferstromschiene auf. Anschließend wird die Schraubeinheit wieder eingesetzt und der Leiter festgeklemmt. Das Anziehen der Schraube erfolgt dann mit einem handelsüblichen Innensechskantschlüssel.

„Andere Lösungen erfordern das Aufbringen von Kabelschuhen mittels Spezialwerkzeugen. Wenn hierbei einmal nicht ganz sauber abgelängt oder gecrimpt wird, kann es zu Mängeln kommen: Weil die Längentoleranz beim Auflegen des Leiters nicht mehr genau passt, springt die Klemme wegen des entstandenen Drucks leicht von der Hutschiene“, berichtet Burkhardt. „Reihenklemmen mit verdecktem Einführbereich erfordern sehr viel Erfahrung und ein exaktes Augenmaß. Bei der WDU hingegen sind die Schritte beim Einlegen der Leiter jederzeit gut einsehbar, was zusätzliche Sicherheit beim Anschließen bringt. Durch die herausnehmbare Schraubeinheit der WDU können unsere Installateure den Leiter ganz einfach probehalber in die Klemmstelle halten, prüfen, ob alles passt, und bei Bedarf noch einmal exakt nachschneiden. Einmal angezogen, sitzt der Leiter in der WDU so mit Sicherheit fest.“

Einsatz in Steuerschränken der Automobilproduktion

Ein Anwendungsgebiet der WDU-Klemmen bei Speidel sind Steuerschränke, die als Standardverteiler für die Werkshallenbeleuchtung in der Automobilproduktion zum Einsatz kommen. Eine zuverlässige Lichtsteuerung inklusive Notbeleuchtung unterstützt hier die Variante WDU 70/95, über welche die Einspeisung erfolgt. Als Klassiker unter den Einsatzgebieten für große Querschnitte bezeichnet Burkhardt größere Unterverteiler: „In einem aktuellen Projekt haben wir eine kompakte Schaltanlage für die Energieversorgung auf einem öffentlichen Areal errichtet“, erinnert er sich. „Sowohl die Zuleitung auf die Sammelschiene mit einer Stromaufnahme von 250 A als auch die Versorgung der Abzweige haben wir hier über die WDU 120/150 realisiert. Dank der zwei- oder dreipoligen Querverbindbarkeit konnten wir in dieser Anwendung eine Doppeleinspeisung aufbauen.“ Ein weiterer Vorteil der Querverbindungen ist, dass sie für den vollen Nennstrom ausgelegt sind.

Ob mit oder ohne Querverbindungen, die WDU-Reihenklemmenfamilie aus dem Weidmüller-Universalspektrum ist für große Querschnitte finger- und handrückensicher nach DIN EN 50274 (VDE 0660-514). Damit unterstützen die Reihenklemmen Speidel nicht nur bei der vereinfachten Installation, sondern mit ihrem komplett umschließenden Gehäuse auch bei der finalen Schaltschrankabnahme vor dem Einsatz in der Praxis. Die Montage zusätzlicher Abdeckungen entfällt.

Die technische Details zu den Reihenklemmen WDU 70/95 und WDU 120/150

Mit den Reihenklemmen WDU 70/95 und WDU 120/150 offeriert Weidmüller eine Klemmenserie zum rationellen Anschließen von Leitern großer Querschnitte bis 150 mm2. Der abisolierte Leiter wird ohne großen Kraftaufwand mühelos von oben in das Druckbügelsystem eingelegt. Den Schraubanschluss hat Weidmüller eigens zum zuverlässigen Anschließen großer Leiterquerschnitte mit einem max. Bemessungsstrom bis 309 A (IEC) entwickelt. Der aus Stahl gefertigte Druckbügel-Anschluss verbürgt sich für eine hohe Rüttelsicherheit sowie konstante Kraftübertragung. Eine gasdichte Verbindung ist gewährleistet. Der Druckbügel-Anschluss funktioniert folgendermaßen: Durch eine Längendifferenz zwischen dem Schaft der Klemmschraube und dem federnden Druckbügel verformt sich der Druckbügel beim Andrehen der Schraube elastisch. Die hohe Federkraft des Druckbügels bewirkt die Rüttelsicherheit und gleicht Setzerscheinungen des angeschlossenen Leiters aus. Ein „Nachziehen“ der Klemmschraube ist nicht erforderlich.

Der Klemmenträger besteht aus dem Isolierstoff WEMID. WEMID ist ein Spezial-Thermoplast der Firma Weidmüller, der gegenüber Polyamid PA 66 eine erhöhte Dauergebrauchstemperatur von 120°C (PA 66: 100 °C) bei verbesserter Brandresistenz – Brandklassifikation V0 (PA 66: V2) nach UL 94 – aufweist. Im Einzelnen heißt das: WEMID ist selbstverlöschend, brennende Tropfen fallen nicht ab.

Die Abmessungen der WDU 70/95 sind 27 x 132 x 115,5 mm (Breite/Länge/Höhe), die der WDU 120/150 betragen 32 x 132 x 125,5 mm (Breite/Länge/Höhe). Die WDU 70/95 nimmt feindrähtige Leiterquerschnitte mit und ohne Aderendhülse von 16 bis 95 mm2 auf. Der maximale Klemmbarkeitsbereich ist 13,3 bis 120 mm2 (mehrdrähtiger Leiter). Weitere Bemessungsdaten der WDU 70/95 sind: Spannung 1000 V (IEC, UL [C]) und 600 V (CSA [C]) sowie 690 V (EN 60079-7). Strom 232 A (IEC), 175 A (UL [C]) und 205 A (CSA [C]) sowie 202 A (EN 60079-7).

Die WDU 120/150 ist für feindrähtige Leiterquerschnitte von 35 bis 150 mm2 ausgelegt, respektive feindrähtige Leiterquerschnitte mit Aderendhülsen von 35 bis 150 mm2. Der maximale Klemmbarkeitsbereich ist 33,63 bis 150 mm2 (mehrdrähtiger Leiter). Die Bemessungsdaten sind: Spannung 1000 V (IEC, UL [C]) und 600 V (CSA [C]) sowie 1100 V (EN 60079-7). Strom 309 A (IEC), 225 A (UL [C]) und 285 A (CSA [C]) sowie 234 A (EN 60079-7). Bei den Schutzleiterklemmen WPE 70/95 und WPE 120/150 beträgt die Bemessungsspannung zur Nachbarklemme 1000 V. Gemäß den allgemeinen Vorschriften sind PE-Klemmen ab einem Leiterquerschnitt von 50 bis 150 mm2 grundsätzlich auf 2,3 mm starken Kupfer-Tragschienen (TS 35x15) zu montieren.

Die WDU-Klemmenfamilie für große Querschnitte ist finger- und handrückensicher nach DIN EN 50274 (VDE 0660-514) bzw. der Unfallverhütungsvorschrift BGV A3 (vorher VBG4) sowohl mit als auch ohne Querverbin­dungen.

Umfangreiche Betriebsmittelkennzeichnungen kann der Anwender mit verschiedenen Standard-Markierungssystemen vornehmen. Eine Abdeckung mit Blitzzeichen bzw. eine neutrale Abdeckung runden das Angebot ab.

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