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Funktionssicherheit aus Prinzip
Ultraschallsensoren weisen eine Reihe von Eigenschaften auf, die sich besonders im praktischen Einsatz immer wieder als Vorteil erweisen. Das betrifft zum Beispiel das Abtastverhalten. Natürlich hat ein Lasersensor eine weitaus präzisere Abtastung als die Schallkeule eines Ultraschallsensors. Dieser Nachteil stellt sich jedoch in der Praxis meist als Vorteil heraus, denn er bedeutet, dass Objekte selbst dann zuverlässig erkannt werden, wenn sie nicht exakt ausgerichtet den Sensor passieren.
Dazu kommen weitere prinzipbedingte Unempfindlichkeiten, die in der Praxis eher Vorteile haben. Ein Ultraschall-Sensor kann weder Farbe noch Oberflächenbeschaffenheit eines Objektes erkennen. Selbst Verschmutzungen sind ihm egal. Das macht ihn zum optimalen Sensor für eine Vielzahl von Materialien und Objekte, mit denen andere Technologien ihre Probleme haben.
Ein weiterer Aspekt ist die inhärente Selbstreinigung eines Ultraschallsensors. Durch die ständige hochfrequente Vibration können sich weder Staub noch Flüssigkeiten dauerhaft absetzen. Das macht ihn zur perfekten Lösung für alle Anwendungen, bei denen Staub oder Feuchtigkeit ein Thema ist.
Breites Anwendungsspektrum
Ultraschallsensoren sind die Universalisten unter den Sensoren. Sie stehen in einer Vielzahl unterschiedlicher Ausführungen zur Verfügung und erschließen damit ein breites Anwendungsspektrum von der Fabrikautomation bis hin zum Einsatz an Spezialfahrzeugen.
- So werden zum Beispiel die Hubgabeln von Gabelstaplern mit Ultraschallsensoren ausgestattet. Sie besitzen ein extrem widerstandsfähiges Gehäuse nach IP67 und haben die Aufgabe, dem Fahrer eindeutig zu signalisieren, ob die Gabel einwandfrei unter der Palette positioniert und damit ein sicheres Anheben gewährleistet ist.
- Auch in der modernen Landwirtschaft sorgen Ultraschallsensoren für zuverlässige Funktion. Mit ihrer Hilfe lassen sich die bis zu 40 m breiten Ausleger von Feldspritzen automatisch auf die optimale Höhe einstellen, um Düngemittel oder Pestizide versprühen zu können, ohne dabei die Pflanzen zu beschädigen.
- Ein eher typisches Aufgabengebiet ist die Überwachung von Flüssigkeitsständen und Füllhöhen. So misst zum Beispiel in einer Kläranlage ein Ultraschallsensor ständig die Füllhöhe des Klärschlammdepots. Dafür wurde ein Sensor mit hoher Reichweite eingesetzt, der mit einer relativ breiten Schallkeule arbeitet. Er spricht zuverlässig an, sobald eine bestimmte Füllhöhe überschritten wurde, und lässt sich dabei auch von der schmutzigen Arbeitsumgebung nicht beeinflussen.
- Bei der Überwachung des Flüssigkeitsstands in geschlossenen Tanks kommt eine ähnliche Variante eines Ultraschallsensors zum Einsatz. Hier geht das Sensorsignal direkt vom Deckel aus und wird über die Flüssigkeit reflektiert. An der Laufzeit des Signals lässt sich genau errechnen, wie hoch der Füllstand ist, wobei es dem Sensor egal ist, um welche Flüssigkeit es sich dabei handelt.
Die Ultraschall-Sensorik ist weiter im Vormarsch und dringt mit ihren interessanten Eigenschaften in Bereiche vor, wo man früher nie an einen Sensor gedacht hätte.
* Franz-Josef Heimerl, Leiter Produktmanagement Ultraschallsensoren, Geschäftsbereich Fabrikautomation, Pepperl+Fuchs
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