Sensor- und Messtechnik

AMA Verband zeichnet mit Umsatzplus einen positive Trend fort

| Redakteur: Karin Pfeiffer

Steile Aufwärtskurve: Trotz Knick nach der Finanzkrise, geht die Umsatzentwicklung für die Mitglieder des AMA Verbands insgesamt stetig nach oben.
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Steile Aufwärtskurve: Trotz Knick nach der Finanzkrise, geht die Umsatzentwicklung für die Mitglieder des AMA Verbands insgesamt stetig nach oben. (Bild: AMA Verband)

Investitionen, Exporte und Umsatzzahlen im Plus: Sensorik und Messtechnik entwickeln sich erfolgreich weiter. Der AMA Verband ortet die Treiber in der Digitalisierung und Vernetzung industrieller Produkte. Zudem sind fünf Teams für den AMA Innovationspreis zur Fachmesse Sensor+Test nominiert.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. hat auf seiner Fachpressetagung Anfang März in Nürnberg auf ein unterm Strich offenbar erfolgreiches Jahr seiner Mitglieder zurückgeblickt: So hat die Branche einer Mitgliederbefragung zufolge 2016 ihre Exporte um sieben Prozentpunkte gesteigert und ein Umsatzplus von vier Prozent erzielt. Sie konnte quer durch alle Bereiche wachsen. „Mit diesem Ergebnis konnte sich die Sensorik und Messtechnik deutlich positiv von der Entwicklung des produzierenden Gewerbes absetzen, das im zurückliegenden Jahr nahezu stagnierte“, so der AMA Verband in einer Erklärung. Das zeige sich nicht zuletzt auch in der Investitionsfreude. Die AMA-Mitglieder haben vergangenes Jahr fünf Prozent mehr als im Vorjahr investiert. Für 2017 planen die Branchenvertreter einen weiteren Investitionsanstieg um zwei Prozent sowie einen begleitenden Personalausbau um drei Prozent und erwarten sich fürs laufende Jahr fünf Prozent mehr Umsatz.

Sensorik und Messtechnik begleitet alle Megatrends

„Sensorik und Messtechnik befindet sich auf der Überholspur, verglichen zur deutschen Industrie insgesamt“, kommentiert Thomas Simmons, Geschäftsführer AMA Verband, die Ergebnisse. „Betrachten wir die gesellschaftlichen Zukunftsprojekte, finden wir Themen wie CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Städte, den intelligenten Umbau der Energieversorgung, nachhaltige Mobilität, internetbasierte Dienste für die Wirtschaft, Industrie 4.0 und sichere Identität.“

Ganz ähnlich erklärt sich auch Thomas Röttinger, Geschäftsführer von Pewatron in Zürich und Leiter des Arbeitskreis Industrie 4.0 bei AMA, den Aufwärtstrend: „Treiber sind alle Megatrends, die es gibt. Sie treiben den Electrical Control damit immer auch Sensorik.“ Röttinger sieht zudem Themen wie die zunehmende Industrialisierung der Nahrungsmittelindustrie als Verstärker. Und Christian Leeser ergänzt: „Bei Industrie 4.0 will man nicht nur Signale, sondern auch andere Daten erfassen. Insofern eröffnet sich mit Industrie 4.0 mehr Wertschöpfung durch die Sensorik. Das merkt man jetzt“, so der geschäftsführende Gesellschafter von Fraba.

Dass die Anwendungsbasis für Sensoren immer breiter wird, glaubt Veit Riebel: „Es gibt immer mehr Anwendungen, in die Sensorik vordringt“, sagt der Geschäftsführer von All Sensors. „In der letzten Produktgeneration eines Filtergeräts beispielsweise gab es den Betriebsstundenzähler, heute misst man den tatsächlichen Verbrauch von Filtern.“ Weil viele Technologien frei und günstig verfügbar sind, steige die Zahl der Anwendungen fast schon lawinenartig, meint auch Jörg Schäffer, Managing Director von Logidatatech Systems, und denkt an Waschmaschinen ebenso wie Amazon-Applikationen. „Und da überall auch Sensorik drin ist, werden die Umsatzzahlen auch für die Sensorik-Branche weiter steigen.“

Innovationspreis: Ausblick auf die Sensor+Test 2017

Neben den Treibern beschäftigte sich die Fachpressetagung auch mit Neuigkeiten zur Sensor + Test 2017 vom 30. Mai bis 1. Juni in Nürnberg, auf der beispielsweise ein Sonderthema „Vernetzte Messtechnik für mobile Anwendungen“ in den Fokus der Fachbesucher rücken soll. Zudem nominiert der AMA Verband in diesem Jahr fünf Bewerbungen für den AMA Innovationspreis 2017. Der Sonderpreis „Junges Unternehmen“ geht an das Team um Jens Karsten Lange von SLT Sensor- und Lasertechnik in Wildau sowie Vertreter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Berlin. Gemeinsam entwickelten das Team Detektoren zur absoluten Leistungsmessung im Terahertz-Spektralbereich. Die besondere Herausforderung sei gewesen, dass es bis vor kurzem keine kalibrierten Detektoren gab, die zum Beispiel für die Bewertung der THz-Leistung von Time-Domain-Spektroskopie Systemen verschiedener Hersteller eingesetzt werden konnten. Bisher fehlten drei wesentliche Eigenschaften: Breitbandigkeit, Großflächigkeit und hohe Empfindlichkeit. Für den Innovationspreis nominiert: ein Team um Dr. Bart van Grinsven von der Uni Maastricht und KU Leuven, ein Team von Krohne und dem Fraunhofer IKTS mit einem Flammenionisationsdetektor mit interner Gasversorung als Feldgerät, ein gemeinsames Team von Trafag und Torque and More mit einem magnetisch-induktiven Kraftsensor sowie eine Entwicklung mit dem Titel Radio Frequency Diesel and Gasoline Particulate Filter Sensor von der CTS Corporation und dem MIT. Das Gewinnerteam wird am 30. Mai auf der Eröffnungsveranstaltung der Fachmesse Sensor + Test bekanntgegeben.

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