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Funktionsvielfalt beherrschbar machen Antriebs-Engineering durchgängig vereinfacht

Autor / Redakteur: Wolfgang Gross / Reinhard Kluger

Einheitliche Bedienoberflächen und durchgängige Hantierung aller Automatisierungskomponenten ermöglichen eine deutliche Kostenreduzierung bei der Auslegen und der Inbetriebnahme von Antrieben. Hierbei gilt: Funktionsvielfalt beherrschbar machen: Eine Herausforderung für die Gestaltung moderner Engineering-Tools.

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Gemeinsame Hardware- und Netzkonfiguration für alle Geräte – auch in komplexen Automatisierungen. Bilder: Siemens
Gemeinsame Hardware- und Netzkonfiguration für alle Geräte – auch in komplexen Automatisierungen. Bilder: Siemens
( Archiv: Vogel Business Media )

Konstrukteure von Maschinen und Anlagen stehen heute vor der Herausforderung, alle technischen Daten und Funktionen einer Vielfalt hochentwickelter und leistungsfähiger Automatisierungs- und Antriebskomponenten zu beherrschen. PLC, Visualisierung, Frequenzumrichter und Servoantriebe, Sensorik, Feldbusse und Netzwerkkomponenten erfordern für deren optimale Nutzung ein breit gefächertes Wissen vom Anwender. Für die Einarbeitung in die Funktionsweise neuer Produkte bleibt den Konstrukteuren aber gerade in Zeiten eines Konjunkturhochs oft nur wenig oder keine Zeit.

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Zudem wird im Projektgeschäft meist nur in bestimmten Phasen, wie z. B. während der Inbetriebnahme, mit einem Engineering-Tool gearbeitet. Da zwischen zwei Projekten mehrere Monate liegen können, gleicht manchmal jede Nutzung einer Software deren Erstnutzung durch den jeweiligen Anwender.

Beides, die Nutzung vieler unterschiedlicher Engineering-Softwarepakete und die seltene Nutzung, machen die intuitive Bedienbarkeit jedes Tools für sich und die gute Abstimmung aller Engineering-Tools aufeinander erforderlich.

Die Hersteller von Automatisierungs- und Antriebssystemen müssen einerseits hoch performante, flexible Produkte mit großer Funktionsvielfalt anbieten, um den Anforderungen des Maschinen- und Anlagenbaus gerecht zu werden und im Markt bestehen zu können. Andererseits müssen sie diese mit möglichst einfach und schnell zu verstehenden und zu erlernenden Bedienoberflächen ausstatten, um deren effektive Nutzung auch ohne längere Einarbeitungszeiten zu ermöglichen. Ein Spagat zwischen hoher Funktionsdichte und einfacher Bedienbarkeit ist notwendig.

Wege zur Beherrschung hoher Funktionsvielfalt bei einfacher Bedienbarkeit sind:

  • Die produktübergreifende Vereinheitlichung gleicher bzw. Harmonisierung ähnlicher Funktionen,
  • produktübergreifende Dienste zur leichten Integration der Komponenten in das Gesamtsystem,
  • intuitiv erreichbare, aufgabengerechte Anordnung der Funktionen,
  • die Führung des Anwenders durch komplexere Aufgabenstellungen und
  • verständliche Diagnosefunktionen

Damit lässt sich eine deutliche Verringerung der Einarbeitungszeiten und eine insgesamt effektivere Nutzung der Automatisierungs- und Antriebssysteme erreichen.

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