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Bürstenlose Drehstrom-Synchronmotoren

Antriebstechnik mit individueller Note

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Die Flexibilität seiner bürstenlosen Drehstrom-Synchronmotoren stellte Engel Elektroantriebe in den Mittelpunkt seines diesjährigen Auftritts auf der SPS IPC Drives in Nürnberg. Das Unternehmen veranschaulichte unter dem Motto „Spezifisch als Standard“ anhand seiner Baureihe HBR, wie vielseitig sich die kompakten Servomotoren auf verschiedene Anwendungsfälle und spezielle Kundenwünsche anpassen lassen.

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Die Antriebe der Baureihe HBR sind Drehstrom-Synchronmotoren mit permanentem Magnetfeld, die sich mit Planetengetriebe, Haltebremse und – je nach Typ – mit einer Fremdbelüftung kombinieren lassen.
Die Antriebe der Baureihe HBR sind Drehstrom-Synchronmotoren mit permanentem Magnetfeld, die sich mit Planetengetriebe, Haltebremse und – je nach Typ – mit einer Fremdbelüftung kombinieren lassen.
(Bild: Engel Elektroantriebe )

Was das konkret bedeutet, zeigt ein Blick ins Innere der Synchronmotoren: Denn bereits durch die Variation der Wicklung werden kundenorientierte Drehzahl- und Spannungsanpassungen möglich. Dieses Angebot gilt bereits für die Herstellung von Einzelstücken, also ab Losgröße 1. Serienmäßig stehen die Motoren für den Betrieb an 320 und 560 Volt zur Verfügung.

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Regel- und Positioniergenauigkeit über Gebersysteme bestimmen

Bei den Gebersystemen kann der Anwender dann je nach seinen Anforderungen an die Regel- und Positioniergenauigkeit zwischen Hohlwellen-Resolvern, Singleturn-Winkelgebern, Multiturn-Drehgebern (BISS) oder auch Hall-Kommutierungsgebern mit Inkrementalsignalen wählen. Die Leistungsstecker für den elektrischen Anschluss sowie auch für den Signalanschluss sind um 300° drehbar und können je nach Einbausituation parallel oder versetzt angeordnet werden. Die Motoren der Baureihe HBR lassen sich auch mit verschiedenen Steckertypen kombinieren.

Welche Welle darf es sein?

Vielseitige Anwendungen für die Synchronmotoren ergeben sich aus der Möglichkeit, sie mit einer glatten oder verzahnten Abtriebswelle oder aber mit einer Welle mit Passfeder auszurüsten. Der Durchmesser der Abtriebswelle kann ebenfalls auf den konkreten Einsatzfall abgestimmt werden. Und beim Abtriebsflansch gibt es drei optionale Varianten: Mit Wellendichtring, mit verstärkter Lagerung oder mit modifiziertem Zentrierbund.

HBR-Motor als antriebstechnische Komplettlösung

Da sich viele Anwender eine antriebstechnische Komplettlösung wünschen, lässt sich der HBR-Motor optional auch mit einem koaxial oder rechtwinkelig angeflanschten Planetengetriebe ausrüsten. „Diese Getriebe wählen wir so aus, dass sie in Drehzahl und Drehmoment ebenfalls optimal auf den konkreten Anwendungsfall angepasst sind“, erläutert Thomas Preußer, geschäftsführender Gesellschafter von Engel Elektroantriebe. Des weiteren sieht das Konzept „Spezifisch als Standard“ vor, dass die Synchronantriebe mit Haltebremsen und – je nach Baureihe und Modell – mit wartungsfreien Lüftern ausgerüstet werden können, wodurch sich zusätzliche Leistungssteigerungen erreichen lassen. Und wenn es nötig sein sollte, lässt sich auch noch das Aluminiumgehäuse der Motoren durch Lackieren oder Beschichten für den Anwendungsfall optimieren.

Genau und dynamisch regelbare Punkt-zu-Punkt-Positionierungen

Verschiedene Möglichkeiten für die Realisierung sehr genau und dynamisch regelbarer Punkt-zu-Punkt-Positionierungen bietet das Servoverstärker-Portfolio. Der digitale Controller DSV1030 lässt sich an zahlreiche unterschiedliche Feldbus-Systeme anbinden und unterstützt damit auch die einfache Systemintegration der Synchronantriebe in die übergeordneten Steuerungsumgebungen der Kunden. Der DSV1030 ist insbesondere ausgelegt für die Regelung der HBR-Baureihen der unteren und mittleren Leistungsklassen mit Spitzendrehmomenten von 0,35 bis 2,4 Nm.

Antriebslösungen für viele Automationsaufgaben

Die Baureihe HBR hat Engel vor kurzem auf nunmehr 14 kompakte Hochleistungsantriebe erweitert. Mit Nennleistungen von 80 bis 6600 W und Spitzendrehmomenten von 0,35 bis 69 Nm deckt diese Baureihe also per se eine große Bandbreite von Anwendungen in der Automatisierungstechnik ab. Dabei eignen sich beispielsweise die HBR-Antriebe der oberen Leistungsklassen für die effiziente Umsetzung verbindungstechnischer Verfahren (Pressen, Clinchen, Nieten u.ä.) ebenso wie in der Montagetechnik, wenn schnell taktende und präzise Positionieraufgaben auszuführen sind. Sie entsprechen der Betriebsart S1 nach VDE 0530 und erfüllen die Schutzart IP 54 (optional IP 65).

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