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ABB

Anwendernutzen steht im Mittelpunkt

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Mit dem Konzept Industrie 4.0 sollen die Unternehmen ja auch flexibler agieren können ...

Flexibilität ist ein wesentlicher Aspekt bei den Lösungen im Rahmen des Internets der Dinge, Dienste und Menschen. Unser neuer Roboter Yumi eröffnet neue Möglichkeiten bei der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Yumi ist ein zweiarmiger Roboter mit flexiblen Händen, Teilezuführsystemen, kamerabasierter Teilelokalisierung und modernster Robotersteuerung, der bei der Montage von Kleinteilen behilflich ist. Er kann in einer normalen Fertigungsumgebung mit den Menschen zusammenarbeiten, sodass Unternehmen sowohl von den besonderen Fähigkeiten der Mitarbeiter als auch der Roboter profitieren können. Eines der besonderen Merkmale von Yumi ist seine eigensichere Konstruktion, durch die er neben Menschen arbeiten kann und gleichzeitig die Gefahren auf ein akzeptables Maß reduziert.

Sie haben Yumi auf der Hannover-Messe 2015 vorgestellt. Wie viele Anwendungen gibt es bis jetzt und wie sieht die weitere Entwicklung aus?

Die Vorstellung von Yumi wurde sehr gut aufgenommen und war ein enormer Erfolg. Wir haben bereits dort unsere ersten Yumi-Einheiten verkauft. Seither wird Yumi von verschiedenen Kunden bei der Kleinteilemontage eingesetzt. Nach dem Interesse zu urteilen, sind die Aussichten sehr gut. Das gilt nicht nur für das Interesse auf der Hannover-Messe, sondern auch überall dort, wo wir Yumi vorgestellt haben, wie zum Beispiel in China, Indien, Brasilien und den USA. Der Auftragseingang ist stetig. Was die weitere Entwicklung anbelangt, sprechen wir mit den Kunden, um zu erfahren, für welche Anwendungen Yumi am besten geeignet ist.

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Seit wann befasst sich denn ABB intensiv mit der Digitalisierung?

Seit mehr als zehn Jahren integrieren wir Automation, Daten und sichere Verbindungen, um die Prozessleistung zu verbessern. Unsere Ingenieure verfügen über ein enormes Wissen. Dieses können wir Unternehmen anbieten, die sich überlegen, das Internet der Dinge, Dienste und Menschen zu nutzen, oder dabei sind, es zu implementieren.

Sind hier Weiterbildungsmaßnahmen vonseiten ABB geplant und welche sind das?

Ja, wir erstellen kontinuierlich Whitepaper, Videos, Webinare und dergleichen. Darüber hinaus bieten wir unter dem Motto „Automation and Power World“ in den USA, in Brasilien, Indien, China, Mexiko und anderen Ländern Schulungen für Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen an. Über new.abb.com/apw können sich die Anwender im Internet darüber informieren.

Bieten Sie so etwas auch für Deutschland an?

Für Personen, die wissen wollen, welche Chancen das Internet der Dinge, Dienste und Menschen für den Maschinenbau bietet, hat ABB Deutschland eine umfangreiche Webseite eingerichtet. Suchen Sie unter maschinenbau-industrie-4-0 und Sie werden dort Antworten finden.

Auch in unserem Kundenmagazin haben wir umfangreich über die „Produktion der vierten Art“ informiert.

Was will ABB mit der Produktivitätssoftware Decathlon erreichen? Eignet sich diese auch für den Mittelstand und kleine Unternehmen?

Jeden Tag müssen unsere Kunden auf der Basis optimaler Informationen viele Entscheidungen treffen. Ein erheblicher Teil dieser Informationen befindet sich in modernen Automatisierungssystemen. Bei der Decathlon-Software geht es darum, die Anlagenbetriebsdaten mit anderen Datenquellen zu kombinieren, um daraus nützliche Informationen zu generieren – Informationen, die den Entscheidern bei der Planung, Optimierung und der kontinuierlichen Verbesserung des Anlagenbetriebs die richtigen Einblicke liefern. Mit Decathlon hilft ABB, der führende Anbieter von Automatisierungstechnik, den Kunden bei der Nutzung dieser Daten, die sich in den umfangreichen Leitsystemen von ABB befinden. Darüber hinaus muss auch betont werden, dass die Decathlon-Software eine spezielle Leitsystemsoftware ist, die zusammen mit jedem beliebigen Leitsystem auf den Markt einen Mehrwert bietet.

Decathlon ist skalierbar und lässt sich an die Anforderungen der Kunden anpassen. Unabhängig von der Unternehmensgröße besteht die gleiche Notwendigkeit für präzise Daten, auf denen die Entscheidungen basieren. Genau hier setzt Decathlon mit seiner skalierbaren Integrationsplattform, dem Decathlon-Service, an. Die Basis-Apps decken allgemeine Aufgaben bei der Datenanalyse ab, beispielsweise die Erstellung intelligenter, interaktiver Dashboards für die KPI-Darstellung. Mit den Apps für die Industrieproduktivität kann die Anlage erweitert werden, um neue Normen und Vorschriften zu erfüllen. Die Energy Monitor App unterstützt die Energiemanagementinitiative gemäß ISO 50001. Mit dem App-Konzept kann der Kunde seine Decathlon-Software individuell gestalten, damit sie heute und in erweiterter Form auch in Zukunft die Anforderungen erfüllt.

Was werden wir von ABB auf der Hannover-Messe zu sehen bekommen?

Bislang ist es aufwendig und teuer, Niederspannungsmotoren zu überwachen und vorausschauend zu warten. Neue innovative Sensoren von ABB machen jetzt aus „dummen“ Motoren intelligente Geräte, die ihren Wartungsbedarf selbst melden. Millionen von Motoren erhalten damit Zugang zum Internet der Dinge. Dienstleistungen und Menschen werden Teil von Industrie-4.0-Projekten.

Pekka Tiitinen ist seit 2013 Leiter der Division Industrieautomation und Antriebe sowie Mitglied des Führungsboards von ABB. Der finnische Staatsbürger leitete von 2003 bis 2013 den Geschäftsbereich Niederspannungsantriebe. Seit 1993 hat er zahlreiche Führungsaufgaben im Unternehmen übernommen. Tiitinen kam 1990 in Finnland als Konstrukteur im Bereich Antriebstechnik zu ABB. Er hat einen Abschluss in Elektrotechnik mit Schwerpunkt Antriebe und Roboterautomation.

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