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Funktionale Sicherheit Anwendertreff Maschinensicherheit 2014 war ein Erfolg

| Redakteur: Ute Drescher

Viel positive Resonanz gab es sowohl von den Teilnehmern als auch den Ausstellern und Referenten zum 2. Anwendertreff Maschinensicherheit, den die konstruktionspraxis-Akademie am 30. September in Würzburg veranstaltet hat.

Etwa 200 Teilnehmer trafen sich zum 2. Anwendertreff Maschinensicherheit am 30. September 2014 in Würzburg.
Etwa 200 Teilnehmer trafen sich zum 2. Anwendertreff Maschinensicherheit am 30. September 2014 in Würzburg.
(Bild: D. Vogt/konstruktionspraxis )

Zum 2. Anwendertreff Maschinensicherheit hatte die konstruktionspraixs-Akademie am 30. September 2014 nach Würzburg eingeladen – der Einladung gefolgt waren etwa 200 Teilnehmer, die sich in vier Praxisforen zu den Themen Sicherheit als Standard, Aufbau von Sicherheitssystemen, Safety & Security sowie Roboter & Maschinensicherheit informieren konnten. Eine Ausstellung mit rund 30 Firmen ergänzte den Kongress. Im Mittelpunkt stand der praxisnahe Austausch zwischen Anwendern, Experten und Herstellern.

Viel Beachtung fand der Keynote-Vortrag zum Umbau und wesentlichen Veränderungen an Maschinen und Anlagen, mit dem Alois Hüning von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall den Kongress eröffnete. Die Maschinenabnahme aus Sicht des Betreibers schilderte Helmut Bach, Leiter der Technischen Maschinensicherheit bei der ZF Friedrichshafen AG. Als Betreiber, so Bach, prüfe das Unternehmen alle in Betrieb zu nehmenden Maschinen und Anlagen. Ein wichtiges Kriterium sei dabei auch die Dokumentation, die viel über den sicherheitstechnischen Zustand der Maschine verrate.

Ein weiteres Thema war die Frage, inwieweit sich die Security einer vernetzten Produktionsanlage in Zukunft auf die Safety der Maschine auswirkt. Laut Bernard Mysliwiec, Senior Safety Experte bei Siemens und vertreten im Normengremium Merging IEC 62061 und ISO 13849-1, ist es in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung, die Schnittstellen möglichst genau zu beschreiben. Auch Jochen Streib, Chairman des Safety Network International e.V., rechnet mit noch viel Gesprächsbedarf zum Thema Security.

Ein Dauerbrenner für Konstrukteure ist der Schutz vor Manipulation. Mit zahlreichen Beispielen zeigten mehrere Referenten, wie Betreiber alle Arten von Schutzeinrichtungen manipulieren: Was im Plenum häufig zum Schmunzeln führte, stellt jedoch in der Praxis ein nicht zu unterschätzendes Problem dar, da waren sich alle Teilnehmer einig.

Viel Interesse weckte außerdem das Praxisforum Roboter & Maschinensicherheit, in dem es vor allem um die Sicherheit bei der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ging. So zeigten die Referenten Franz Kaufleitner von B&R - Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik Ges.m.b.H. und Helmar Ursin von der B+M Surface Systems GmbH anhand eines gemeinsam entwickelten Lackierroboters beispielhaft auf, welche Sicherheitsaspekte hierbei eine wesentliche Rolle spielten.

Einen ersten Eindruck von der Veranstaltung können Sie sich in unserer Bildergalerie verschaffen. Außerdem berichten wir natürlich darüber hinaus in den kommenden Wochen ausführlich in der konstruktinspraxis sowie auf konstruktionspraxis.de. Der 3. Anwendertreff Maschinensicherheit findet statt am 30. September 2015. (ud)

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