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DC-Antriebssystem Auf Gleichspannung basierendes Antriebskonzept für die Getränkeindustrie

Redakteur: Rebecca Näther

Danfoss präsentierte auf der Drinktec 2017 erstmalig ein neues Antriebskonzept für die Getränkeindustrie: Das auf Gleichspannung basierende System VLT Flex-Concept Advanced gilt als durchgängig, modular, einfach zu verkabeln und energieeffizient.

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(Bild: Danfoss Drives)

Das System realisiert nach Herstellerangaben die vielfach geplante Umsetzung von Applikationen mit einer Gleichspannungsversorgung ohne nennenswerte Übertragungsverluste. Es besteht aus einer Spannungsversorgung, dem VLT Multiaxis Servo Drive (MSD 510), zur Versorgung von je nach Lastsituation bis ca. 25 Antrieben mit 560 VDC, und dem neuen IGD, dem VLT Integrated Gear Drive. Dabei handelt es sich um den VLT One Gear Drive mit der integrierten ISD 510 Steuerelektronik des Integrated Servo Drive (ISD 510), wobei auch der klassische ISD 510 innerhalb dieses Gleichspannungssystems eingesetzt werden kann.

DC-Technologie für Abfüll- und Verpackungsanlagen

Mit der DC-Technologie sollen zum einen die Investitionskosten für die Anlage sinken: da die zentrale Anlagentechnik mit ihren Umrichtern samt Verkabelung bis zum Motor entfallen und nur mehr kleine Leistungsschränke mit SPS, Hauptverteilung, Vorsicherungen und Netzdrosseln an der Anwendung notwendig sind, können die Schalträume deutlich kleiner ausfallen. Zudem ist die Verkabelung mit Netzwerkkabel und einem Hybridkabel zwischen MSD 510 und Antrieb einfacher als bisherige Lösungen.

Energie von bremsenden Motoren nutzbar

Auch der Energieverbrauch sinkt laut Danfoss durch den Einsatz des Antriebssystems: Die Anbindung von mehreren Antrieben in einer Linie in einem per DC-Link zusammengeführten Verbund erlaubt ein gutes Load-Sharing. Hierbei nutzen beschleunigende Antriebe die rückgespeiste Energie von bremsenden Motoren.

Es kann jederzeit als Insellösung innerhalb einer klassisch installierten, bestehenden Anlage eingesetzt werden. Der Zwischenkreisverbund ergibt zudem Vorteile bei Lastspitzen, da die benötigte Energie aus den anderen Antrieben im Kreis genutzt werden kann.

Offene Softwarearchitektur

Nebenbei gewinnt der Anwender noch Freiheitsgrade durch die offene Softwarearchitektur und beispielsweise bei der Anbindung an die Intelligenz der SPS: Nach Austausch eines Antriebs wird der neue IGD einfach in der SPS angemeldet und bekommt automatisch den Datensatz eingespielt – eine Parametrierung durch den Bediener entfällt.

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