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Auftragseingänge sind wieder rückläufig

| Redakteur: Sariana Kunze

Nach sechs Wachstumsmonaten in Folge sind die Bestellungen in der deutschen Elektroindustrie im März dieses Jahres 1,5 Prozent hinter ihrem Vorjahreswert zurückgeblieben. „Der leichte Rückgang erklärt sich allerdings vor allem durch einen Basiseffekt“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

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Dr. Andreas Gontermann ist ZVEI-Chefvolkswirt.
Dr. Andreas Gontermann ist ZVEI-Chefvolkswirt.
( ZVEI )

„Anders als vor einem Jahr wurden im März 2014 keine Großaufträge registriert“, sagte Gontermann weiter. Die Inlandsorders gingen um 0,2 Prozent gegenüber Vorjahr zurück, die Auslandsbestellungen um 2,7 Prozent. Kunden aus der Eurozone orderten im März 15 Prozent weniger als vor einem Jahr, Kunden aus Drittländern dagegen 6,2 Prozent mehr. Im gesamten ersten Quartal 2014 nahmen die Auftragseingänge um 2,2 Prozent gegenüber Vorjahr zu. Während die Inlandsbestellungen um 0,1 Prozent nachgaben, zogen die Auslandsbestellungen um 4,4 Prozent an. Hier gab es einen Anstieg der Aufträge aus dem Euroraum um 2,1 Prozent und einen Zuwachs der Bestellungen aus Drittländern um 5,8 Prozent.

In der Eurozone sank der Umsatz

Die preisbereinigte Produktion der Elektrounternehmen legte im März 2014 weiter um 1,2 Prozent gegenüber Vorjahr zu. Von Januar bis März stieg sie um 2,1 Prozent. Der Branchenumsatz hat im März um 3,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 14,8 Mrd. Euro zugenommen. Die Inlands- und Auslandserlöse stiegen dabei um 5,1 bzw. 2,2 Prozent auf jeweils 7,4 Mrd. Euro. Im Geschäft mit der Eurozone sank der Umsatz um 1,3 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro, mit Drittländern nahm er dagegen um 4,4 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro zu. Im ersten Quartal 2014 lagen die Branchenerlöse mit 41,3 Mrd. Euro um 3,8 Prozent höher als vor einem Jahr. Hier erhöhten sich der Inlandsumsatz um 2,9 Prozent auf 20,8 Mrd. Euro und der Auslandsumsatz um 4,8 Prozent auf 20,5 Mrd. Euro. In der Eurozone wurden mit 7,6 Mrd. Euro 1,9 Prozent und in Drittländern mit 12,9 Mrd. Euro 6,6 Prozent mehr erlöst.

Geschäftsklima auf Höchststand

„Auf das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich die Krise in der Ukraine bislang kaum ausgewirkt“, sagte Dr. Gontermann. „Im April ist die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage gegenüber März nur geringfügig ungünstiger ausgefallen, und die allgemeinen Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate sind gleich geblieben. Insgesamt befindet sich das Geschäftsklima in der Branche weiterhin auf dem höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren.“

Die Kapazitätsauslastung in der Elektroindustrie hat sich zu Beginn des zweiten Quartals dieses Jahres erhöht. Sie ist von zuletzt 82,6 auf 83,7 Prozent der betriebsüblichen Vollauslastung gestiegen und liegt damit über dem langfristigen Durchschnitt von 83 Prozent.

Die Reichweite der Aufträge ist mit Beginn des zweiten Vierteljahres 2014 bei 2,7 Produktionsmonaten geblieben. Das langjährige Mittel liegt bei 2,6 Monaten. Befragt nach Hemmnissen, geben 17 Prozent der Branchenunternehmen einen Mangel an Aufträgen an, neun Prozent Arbeitskräftemangel. „Damit sind zu wenige Aufträge zwar weiter das größte Produktionshindernis, allerdings hatten vor einem Jahr noch rund doppelt so viele Firmen darüber berichtet“, sagte Dr. Gontermann.

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