Lenze

Ausbau der globalen Präsenz zeigt Effekte

| Redakteur: Sariana Kunze

Dr. Erhard Tellbüscher ist Vorstandsvorsitzender von Lenze.
Dr. Erhard Tellbüscher ist Vorstandsvorsitzender von Lenze. (Lenze)

In einem anspruchsvollen Marktumfeld verzeichnet Lenze im Geschäftsjahr 2012/2013 (1. Mai 2012 bis 30. April 2013) eine Umsatzsteigerung von 576,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 587,8 Mio. Euro. Lenze hat seine Investitionen in Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau fortgesetzt: Die Mitarbeiterkapazitäten in der Entwicklung wurden gegenüber dem Vorjahr um ca. 10,5 Prozent erhöht.

Dazu der Vorstandsvorsitzende Dr. Erhard Tellbüscher: „Wir sind sicher, dass unsere neuen Produkte sowie der weitere konsequente Ausbau unseres Produkt-Portfolios dazu beitragen werden, unsere gute Marktposition und Stabilität langfristig zu halten.“ Das globale Wachstum hat 2012 weiter an Schwung verloren. Die Lenze-Gruppe konnte trotz dieser wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen Zuwachs im Umsatz verbuchen.

„Effizientes Engineering wird für den Maschinen- und Anlagenbauer auf der ganzen Welt zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Hierbei leistet Lenze einen wesentlichen Beitrag“, erklärt Dr. Erhard Tellbüscher. Die Lenze-Gruppe hat ihre Internationalisierung des Bereichs Forschung und Entwicklung konsequent weitergeführt: Die Zusammenarbeit der Entwicklungsteams in Deutschland, der Schweiz, den USA, in Indien und China wurde durch die Etablierung vereinheitlichter Prozesse und Entwicklungswerkzeuge gefördert. „Die mit den Trend-Themen Energieeffizienz, Elektromobilität und der sogenannten vierten industriellen Revolution verbundenen Herausforderungen prägten die Fortführung unserer Zusammenarbeit mit externen Partnern“, unterstreicht Dr. Tellbüscher. So engagierte sich Lenze insbesondere im Spitzencluster „Intelligente technische Systeme“ (it´s OWL) sowie in der Nationalen Plattform Elektromobilität, um mit Partnern gemeinsam die Antriebs- und Automatisierungslösungen der nächsten Generationen zu entwickeln.

Lenze stockte um 150 Mitarbeiter auf

Die Zahl der zum Jahresende in der Lenze-Gruppe beschäftigten Mitarbeiter stieg um 150 Personen von 3.136 im Vorjahr auf 3.286 zum Ende des Berichtsjahres. Die Zahl der im Durchschnitt in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter ist im Geschäftsjahr 2012/2013 um 111 Personen auf 1.696 Mitarbeiter gestiegen. Der Anteil der im Inland beschäftigten Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft stieg damit von 50 Prozent im Vorjahr auf 52 Prozent. Um langfristig qualifizierte und engagierte Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, setzt Lenze auf individuelle Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter. Die massive Steigerung der Ausgaben für Weiterbildung und die damit einhergehende Etablierung eines zukunftsgerechten Bildungsprogramms trägt Früchte: Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielt die Lenze-Gruppe das Siegel „Top Arbeitgeber für Ingenieure“, das durch das CRF Institut vergeben wird.

Die Vermögenslage der Lenze ist weiterhin geprägt durch eine positive Ertrags- und Finanzlage – die Bilanzsumme beträgt 415 Mio. Euro. Mit einem Eigenkapital von 257 Mio. Euro gegenüber 249 Mio. Euro im Vorjahr erreicht die Eigenkapitalquote trotz Anstiegs der Bilanzsumme 62 Prozent. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde ein Brutto-Cashflow vor Steuern von 41 Mio. Euro erwirtschaftet (Vorjahr 49 Mio. Euro). Die solide Finanzpolitik und finanzielle Stabilität sichert der Lenze-Gruppe auch im von Herausforderungen geprägten Marktumfeld Investitionskraft und Wachstum.

Blick in die Glaskugel für 2013/2014

Auch wenn die Ausgangslage je nach Region unterschiedlich ist: Die wirtschaftlichen Entwicklungen in den Regionen Europa, Nordamerika und Asien zeigen für das Jahr 2014 positive Tendenzen. In Europa scheint aktuell die Rezession überwunden; über Nordamerika wird von einem zunehmend positiven Geschäftsklima berichtet. In China zeigt sich derzeit eher eine Abschwächung im Wirtschaftswachstum, bedingt auch durch eine deutliche Abschwächung im Export. Für den Maschinenbau und die Elektroindustrie wird in Studien für einen Zeitraum von mehreren Jahren Wachstum prognostiziert; allerdings in einer Höhe, in der die Antriebs- und Automatisierungstechnik im langfristigen Mittel ohnehin wächst. Die Automobilindustrie in Europa weist derzeit Rückgänge im Auftragseingang auf, was sich auch auf Investitionen in Anlagen auswirkt. Dagegen wird in China derzeit noch im großen Umfang in Anlagen zur Automobilherstellung investiert. Von dieser Entwicklung profitiert die Lenze-Gruppe. Die Produktion von Elektroautos zeigt trotz einzelner vorgestellter.

Die Lenze-Gruppe bewertet die Entwicklung für das Geschäftsjahr 2013/2014 positiv. So seien die Investitionen in den Ausbau der Vertriebsorganisation sowie in die Produktentwicklung ein Schritt in die richtige Richtung: „Die Investitionen in unser Produktportfolio L-force setzen wir unvermindert fort: Es wächst stetig um attraktive Neuerungen. Von der Markteinführung dieser neuen Produkte erwarten wir eine positive Umsatzentwicklung.“ Das Ziel sei es, jetzt und zukünftig, ein zuverlässiger Partner für Kunden zu sein. „Auch durch die Investitionen in den Ausbau der internationalen Produktionsstandorte und Logistikcenter stellen wir sicher, dass sich Kunden auf Zuverlässigkeit in allen Leistungsbereichen verlassen können“, fasst Dr. Tellbüscher seine Einschätzung im Rahmen der Bilanzpräsentation 2012/2013 zusammen.

SPS IPC Drives 2013: Halle 1, Stand 360

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