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IFR Ausgeträumt: Der Haushaltsroboter zieht ein

| Redakteur: Sariana Kunze

Ca. 21.000 Serviceroboter wurden 2013 weltweit für professionelle Anwendungen verkauft, vier Prozent mehr als 2012, berichtet das IFR Statistical Department (Statistikabteilung des internationalen Verbands der Roboterindustrie) in seiner neuen Studie "World Robotics 2014 – Serviceroboter". Der Gesamtumsatz sank geringfügig auf 3,6 Mrd. Dollar. Zwischen 2014 und 2017 werden - gestützt auf Angaben internationaler Firmen - weitere 134.500 Serviceroboter mit einem geschätzten Wert von 18,9 Mrd. Dollar auf den Markt kommen.

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Die Serviceroboter kommen bei der Menschheit gut an.
Die Serviceroboter kommen bei der Menschheit gut an.
(Kluger/elektrotechnik)

Im Jahr 2013 wurden rund vier Mio. Roboter für den Einsatz im Haushalt und Privatbereich verkauft, 28 Prozent mehr als 2012. Das Umsatzvolumen belief sich auf ca. 1,7 Mrd. Dollar. Zwischen 2014 und 2017 sollen schätzungsweise 31 Mio. Serviceroboter für den privaten Gebrauch verkauft werden. Das deutet auf das anhaltend starke Wachstum im Bereich Serviceroboter hin.

Roboter soll nicht nur Rasen mähen

"Robotik für Privat- und Haushaltsanwendungen hat trotz relativ weniger massenmarktfähiger Produktgruppen weltweit stark zugelegt: Staubsauger-Roboter, Rasenmäher-Roboter und Roboter für den Edutainmentbereich. Zukünftige Produktideen betreffen Haushaltsroboter mit größerer Komplexität, Leistungsfähigkeit und höherem Wert wie z.B. Assistenzroboter für Senioren, für Haushaltsaufgaben und zur Unterhaltung" sagt Martin Hägele vom Fraunhofer IPA, der Verfasser der Studie.

Logistiksysteme sind auf dem Vormarsch

2013 wurden ungefähr 1.900 Logistiksysteme installiert, 37 Prozent mehr als 2012. Das sind neun Prozent des Gesamtumsatzes an Servicerobotern für den professionellen Bereich. Circa 1.300 davon sind automatisch geführte Fahrzeuge (AGV) in Fertigungsumgebungen; dieser Bereich verzeichnet gegenüber 2012 einen Anstieg von fast 70 Prozent. Trotz verbesserter Datenbasis wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl neu installierter Systeme noch weit höher liegt.

Man geht davon aus, dass der Markt für automatisch geführte Fahrzeuge (AGV) in Fertigungsumgebungen in den kommenden Jahren erheblich zulegt, da zunehmend wichtige Bedingungen für Investitionen in den AGV-Sektor geschaffen werden:

  • Digitalisierung des Fertigungsraums. AGVs benötigen für ihre Aufgaben und Routenführung digitale Daten. Höhere Leistungsfähigkeit und Flexibilität vollautonomer Navigation ohne die Einrichtung von Markierungen oder Leitführungen.
  • Längere Betriebszeiten durch kürzere Ladevorgänge aufgrund verbesserter Energiespeichertechnologien (Batterien, Superkondensatoren).
  • Positivere Rückmeldungen zu Anwendung, Bedienkomfort usw. von AGVs in der Fertigungs- und Logistikbranche.

Zwischen 2014 und 2017 werden voraussichtlich, laut IFR; über 10.200 Logistiksysteme verkauft; davon sind 9.200 automatisch geführte Fahrzeuge (AGV).

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