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Antriebsregler Ausgewachsene Soft-SPS im kleinen Antriebsregler

Redakteur: Ute Drescher

Mit dem neuen Alpha-Typ innerhalb der Inveor-Reihe hat Kostal einen Antriebsregler für die Drehzahlsteuerung von Motoren im unteren Leistungsbereich entwickelt.

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(Bild: Kostal)

Die dezentral einsetzbaren neuen Antriebsregler der Kostal Industrie Elektrik GmbH sind mit 180 mm x 110 mm x 130 mm in Länge, Breite, Höhe kompakt konzipiert. Das Gehäusevolumen von gerade einmal 2,5 l spart im Einsatz entsprechend Platz in der Maschinenkonstruktion. Trotz der Kompaktheit hat Kostal nicht beim Funktionsumfang gegeizt: Der Inveor Alpha bietet zu den I/O-Anschlussmöglichkeiten der Basisvariante eine ausgewachsene Soft-SPS, die in den Sprachen der IEC 61131-3 frei programmierbar ist. Das Unternehmen setzt damit ebenfalls auf diesen weltweit etablierten Standard.

Gleiche Abmessungen, vier unterschiedliche Leistungen: Der Inveor Alpha beginnt bei 0,25 kW Motorleistung. Drei weitere Typen innerhalb der Reihe sind für 0,37, 0,55 und 0,75 kW zugeschnitten. Die Neuheit aus Hagen in Westfalen wird einphasig versorgt. Folglich lässt sich der Antriebsregler ganz einfach über die Steckdose mit dem 230-V-Netz verbinden. Die Geräte sind sowohl motornah am Maschinengestell montierbar, als auch direkt in Form einer Huckepacklösung auf dem Motor. Die IP65-Geräte sind für den Einsatz außerhalb schützender Schaltschränke zudem entsprechend temperaturbeständig, robust und vibrationsfest gebaut.

Die Drehzahlsteller arbeiten mit so geringen Verlusten, dass auf eine gesonderte Lüftereinheit verzichtet werden kann. Die Abführung der Verlustwärme erfolgt ausschließlich über Konvektion und teilweise sogar ohne außen liegende Kühlrippen. Die Kompaktreihe mit ihrer präzisen Vectorregelung lässt sich sowohl mit Asynchron- als auch Synchronmaschinen kombinieren. Mit dem Inveor Alpha sei es zudem gut möglich, Kondensator-Motor-Lösungen kostengünstig auf Standardasynchrontechnik umzustellen.

Weil der Wunsch nach Standardisierung im Maschinen- und Anlagenbau nach wie vor groß ist, nutzt Kostal Industrie Elektrik für die Inveor-Familie die gleiche Engineering-Umgebung. Anwender profitieren davon durch einheitliches Arbeiten über den gesamten Leistungsbereich hinweg sowie einer Reihe von Diagnosetools, die ebenfalls bei allen Geräten zum Serienumfang gehören.

Geräte sind individuell anpassbar

Für die Bedienung vor Ort gibt es im Zubehör ein Handbediengerät mit Klartextanzeige. Eine weitere Option bei den einphasigen Stellern ist die integrierte Folientastatur. „Wir haben die neue Reihe so modular konzipiert, dass wir aus einem großen Lösungsraum heraus die Geräte auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden zuschneiden zu können“, erklärt Thomas Grützmacher, Leiter Produktmanagement Antriebstechnik bei Kostal Industrie Elektrik. Ein Beispiel für diesen Plattformgedanken ist die Möglichkeit, die Geräte auch gehäuselos in vorhandene Maschinenkonstruktionen einzubinden. „Unsere Kunden sparen sich damit das Druckgussgehäuse“, sagt Grützmacher vor dem Hintergrund, dass Kostal mit dem Inveor Alpha OEMs eine kleine, günstige Lösung bieten kann. Die Einsatzmöglichkeiten der Geräte reichen von dezentralen, drehzahlgesteuerten Antrieben kleiner Leistung im Materialfluss bis hin zum Feld der Pumpen und Lüfter. (ud)

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