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Friedhelm Loh Group Auszubildende begleiten die Revolution Industrie 4.0

| Redakteur: Sariana Kunze

Wie wird die Zukunft der Industrie aussehen? Wie arbeiten dann Menschen und Maschinen zusammen? Diesen Fragen gingen die Auszubildenden der Friedhelm Loh Group in einem Workshop im Kloster Gnadenthal und anschließend in Projektteams nach. Die Ergebnisse wurde jetzt von einer Jury bewertet und die besten ausgezeichnet.

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Die Auszubildenden der Friedhelm Loh Group entdeckten während ihrer Projekttage im Kloster Gnadenthal die Zukunft der Industrie.
Die Auszubildenden der Friedhelm Loh Group entdeckten während ihrer Projekttage im Kloster Gnadenthal die Zukunft der Industrie.
(Friedhelm Loh Group)

Die Industrie steht vor einer großen Herausforderung. Denn in Zukunft werden die Produktionsprozesse immer stärker von IT-Systemen beeinflusst und gesteuert werden, Industrie und IT wachsen zusammen. „Industrie 4.0 ist nicht nur ein Schlagwort, sondern steht für eine Revolution der Industrie“, sagt Dirk Miller, Geschäftsbereichsleiter Marketing von Rittal. Aber wenn die Produktion immer stärker von Computern und Robotern gesteuert wird, was bedeutet das für die Menschen, die in der Fabrik arbeiten? Mit dieser Frage haben sich die Auszubildenden der Friedhelm Loh Group bei ihrem Workshop im Kloster Gnadenthal und anschließend in Projektteams beschäftigt. „Das ist ein komplexes Thema und nicht nur für junge Menschen eine harte Nuss“, sagt Miller, Mitglied der Jury aus Führungskräften der Friedhelm Loh Group, die jetzt die besten Projekte ausgezeichnet hat.

Industrie 4.0 als Schreckensszenario?

„Zukunftsangst oder neue Chance“ – so hatte das Team von Julian Discher, Etienne Erbe, Elena Quindt, Abdulhamit Yüce, Marvin Gonschorowski und Furkan Demir sowie ihrem betreuenden Ausbilder, Mario Kacalla vom Unternehmen LKH, seine Präsentation überschrieben. Ideenreich und kreativ stellten die Auszubildenden die beiden möglichen Szenarien von Industrie 4.0 dar. In einem Rollenspiel diskutierten sie die Schreckensvorstellung, dass im Jahr 2028 Maschinen und Roboter die Arbeit von Menschen vollständig übernehmen und für diese nichts mehr zu tun bleibe. Demgegenüber stellten sie die Vision, dass dann gut ausgebildete Mitarbeiter vor allem die Produktionsprozesse und die einwandfreie Funktion der Maschinen kontrollierten und so dank flexibler Arbeitszeiten mehr Zeit für ihre Familien hätten. Kunstvoll in einen Comic umgesetzt und mit flotten Reimen begleitet, begeisterten sie mit ihrer Präsentation die Jury und das Publikum gleichermaßen.

„Die ersten Ideen zu der Präsentation hatten wir schon in Gnadenthal, wo wir uns mit dem Thema Industrie 4.0 auseinandergesetzt haben“, erinnert sich Elena Quindt. „Danach haben wir uns zehnmal in der Gruppe getroffen und das Projekt gemeinsam weitergesponnen, Aufgaben verteilt und zwischen den Meetings bearbeitet“, sagt die 22-Jährige Dillenburgerin, die bei Rittal Industriekauffrau lernt.

Die Zukunft der Industrie liegt in den Händen der nächsten Generationen

„Mit den vielen tollen Ideen und deren kreativer Umsetzung hat sich das Team klar den ersten Platz verdient“, erläutert Miller das Urteil der Jury. Neben dem Applaus der Kollegen gab es für die Gewinner noch eine andere Auszeichnung: Firmeninhaber Friedhelm Loh spendierte dem Team ein Wochenende in Leipzig, wo ein Besuch des Porsche Werks und des Planetariums sowie eine gemeinsame Raftingtour auf dem Programm stehen – Zeit genug, den gemeinsamen Erfolg zu feiern. „Gnadenthal sollte Ihnen die Möglichkeit geben, für Ihr Berufsleben richtige Entscheidungen zu treffen“, zog Friedhelm Loh ein Resümee unter die Projekttage. „Was bedeutet die Zukunft der Industrie für Sie persönlich? Ich wünsche mir, dass Sie zu den Leuten gehören, die nicht mit Ängsten durch die Welt gehen, sondern mit einer positiven Einstellung die Dinge anpacken“, gab Loh den jungen Leuten mit auf den Weg. „Denn Sie sind die nächste Generation, Sie sind das Kapital dieses Unternehmens.“

Und was müssen junge Menschen heute mitbringen, um für die Industrie 4.0 gewappnet zu sein? Das Siegerteam um Elena Quindt hat dafür ein einfaches Rezept – im Wortsinne: 300 g Eigeninitiative, 2 Pfund Weiterbildung, 5 Löffel Wissensdurst, ein Schuss Flexibilität und eine Handvoll Mut. Aber wie sieht der Nachwuchs von heute der Industrie von morgen entgegen? „Ich bin immer neugierig und stelle Fragen“, meinte Elena Quindt. „Mir macht Industrie 4.0 keine Angst – im Gegenteil: Ich freue mich darauf.“

Keine Angst vor Industrie 4.0

Seit 2003 besuchen die Auszubildenden der Friedhelm Loh Group im zweiten Ausbildungsjahr den Workshop in Gnadenthal. Im Jahr 2013 nahmen 100 Auszubildende teil. In der Abgeschiedenheit des Klosters haben sich die Auszubildenden nicht nur mit dem Thema Industrie 4.0 beschäftigt, sondern auch über die Erfolgsfaktoren eines Teams nachgedacht und gelernt, wie sie die Ergebnisse ihrer Projektarbeit am besten präsentieren können. Gemeinsame Abendrunden in Form von sportlichen Aktivitäten und einem gemütlichen Beisammensein beim Grillen rundeten das Programm ab und ermöglichten den Auszubildenden, sich untereinander, aber auch ihre Ausbilder jenseits des Arbeitsalltags besser oder neu kennenzulernen.

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