Temperatursensor Autarkes Fieberthermometer für den Schaltschrank

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Unfälle und Produktionsstillstand durch Fehler an elektrischen Verteilsystemen kündigen sich meist durch erhöhte Temperaturen an und lassen sich folglich durch eine kontinuierliche Temperaturüberwachung verhindern. Micropelt hat jetzt ein praxisgerechtes System entwickelt.

(Micropelt)

Der energieautarke M-Node Temperatursensor von Micropelt wird im Schaltschrank einfach an beliebiger Stelle auf die Stromschiene geklemmt und versorgt sich selbst aus dem elektrischen Wechselfeld des stromführenden Leiters - das sogen. induktive Energie-Harvesting. Bereits ab einer Stromstärke von 50 A erzeugt der Sensor so genügend Energie für Temperaturmessung und Datentransfer.

Die Messwerte werden mit dem robusten, lizenzfreien 2.4 GHz Funk im IEE 802.15.4 Standard entweder direkt an das Leitsystem oder den linuxbasierten Node-Server übertragen. Dieser kann Messdaten von bis zu 50 M-Node-Sensoren in Echtzeit verarbeiten und speichern, Plausibilitätsprüfungen durchführen sowie Trendanalysen erstellen.

Bei Überschreiten der vom Anwender definierten Grenzwerte wird eine Alarmmeldung verschickt, sowohl an das Handy des Verantwortlichen, als auch an die Leitstelle. Mit dem Leitsystem kommuniziert der Node-Server über Modbus/TCP.

Zum Testen und Evaluieren des Temperaturüberwachungssystems gibt es ein Testkit, bestehend aus drei M-Node-Sensoren, einem USB-Funkreceiver sowie der Auswertungssoftware. So kann das Sensorsystem vorab in den eigenen Installationen geprüft werden.

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