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Automationsmärkte ermutigen, Infrastrukturgeschäft bleibt schwierig

| Redakteur: Reinhard Kluger

Der Auftragseingang von ABB ging im ersten Quartal 2010 um 19 Prozent zurück. Gründe hierfür waren der gegenüber dem Rekordjahr 2009 verringerte Eingang von Grossaufträgen (über USD 15 Mio.) und das schwache Energieinfrastruktur-Geschäft.

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( Archiv: Vogel Business Media )

In den meisten kurzzyklischen Geschäftsfeldern verzeichnete ABB bei steigender Nachfrage aus der Industrie jedoch einen stabilen bis höheren Auftragseingang. Bei den Basisaufträgen wurde der stärkste Zuwachs seit Beginn der Wirtschaftskrise im Sommer 2008 erzielt. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 11 Prozent. Dies ist vor allem auf den rückläufigen Auftragsrückgang von 2009 zurückzuführen, der sich nun im Umsatz niederschlug.

EBIT-Marge 11,5 Prozent

Der Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug USD 709 Mio., die EBIT-Marge erreichte 10,2 Prozent. Auf operativer Ebene (hauptsächlich bereinigt um nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Derivategeschäften und um Restrukturierungskosten) belief sich die EBIT-Marge auf 11,5 Prozent. Im Rahmen des 3-Mrd.-USD-Kostensenkungsprogramms von ABB wurden im ersten Quartal Einsparungen in Höhe von über USD 300 Mio. generiert.

Der Cash-Inflow aus Geschäftstätigkeit erreichte USD 427 Mio., während im Vorjahresquartal noch ein Mittelabfluss von USD 104 Mio. verzeichnet worden war. Diese Verbesserung resultiert in erster Linie aus den fortgesetzten Massnahmen zur Optimierung des Nettoumlaufvermögens. Der Konzerngewinn belief sich im Berichtsquartal auf USD 464 Mio.

Rentabilität im Zielkorridor

„Das erste Quartal war schwierig für das Energiegeschäft. Gleichzeitig sehen wir im kurzzyklischen Geschäft, insbesondere auf den Automationsmärkten, erste ermutigende Signale“, sagt Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB. „Da wir unser Kostensenkungsprogramm konsequent umgesetzt haben, bewegt sich unsere Rentabilität weiterhin im Zielkorridor.“

„Angesichts der Erholung der weltweiten Wirtschaft sind wir vorsichtig optimistisch, dass die Dynamik im kurzzyklischen Geschäft weiter zunimmt. Das gilt vor allem für die Schwellenmärkte, wo die Industrieproduktion zulegt. Einen ähnlichen Trend erwarten wir für den späteren Jahresverlauf auch für unsere spätzyklischen Geschäftsfelder“, so Hogan weiter.

Stabiler Auftragseingang bei Automation in Europa

Regional betrachtet legte der Auftragseingang auf dem amerikanischen Kontinent zu. Ursächlich hierfür waren höhere Automationsaufträge in Nord- und Südamerika und der Zuwachs beim Energietechnikgeschäft in Südamerika. In Europa verzeichneten die Energietechnikdivisionen einen deutlichen Rückgang des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem ein Auftrag in Höhe von USD 550 Mio. für eine Hochspannungsverbindung gebucht wurde. Im Automationsbereich blieb der Auftragseingang in Europa stabil. Hier glich der Zuwachs in der Division Prozessautomation Rückgänge in den Divisionen Industrieautomation und Antriebe sowie Niederspannungsprodukte aus.

Automation in China wächst zweistellig

In Asien gab der Auftragseingang nach, da das Auftragsplus im Automationsgeschäft – angeführt durch ein zweistelliges Auftragswachstum in allen drei Automationsdivisionen in China – den Rückgang bei grossen Energietechnikprojekten nicht kompensieren konnte. Dieser Rückgang hing hauptsächlich mit nachlassenden Investitionen im Bereich der Stromübertragung in China zusammen.

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Stefanie Michel; gemeinfrei (Pixabay, geralt); Endress+Hauser; Endress+ Hauser; ZVEI; Archiv: Vogel Business Media; Mobile Industrial Robots; gemeinfrei; Igus; HMS; Contact Software; Deutscher Zukunftspreis/Ansgar Pudenz; ISG; Messeimpressionen / untitled exhibitions / CC BY 2.0; S.Kunze/Vogel Communications Group; Fraunhofer IEM; IDS Imaging Development Systems; Rose; Ziehl Abbeg; Phoenix Contact ; ©BillionPhotos.com - stock.adobe.com; Mesago; ©Tartila - stock.adobe.com; TU München / Sebastian Ulewicz; Oculavis; VDMA; Senzoro