Wissenschaft Forscher wollen Batteriedemontage automatisieren

Quelle: RWTH Aachen 1 min Lesedauer

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Unterschiedliche Modelle und die wachsende Anzahl von Batterien stellt die Automatisierung einer Demontage vor große Hürden. Doch das Recycling bringt wertvolle Rohstoffe wieder zurück in den Produktionskreislauf.

Die Zerlegung ausgemusterter Elektrofahrzeugbatterien stellt automatisierte Systeme vor große Herausforderungen. (Bild:  PEM RWTH Aachen)
Die Zerlegung ausgemusterter Elektrofahrzeugbatterien stellt automatisierte Systeme vor große Herausforderungen.
(Bild: PEM RWTH Aachen)

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen hat ein neues Projekt zur Erforschung der automatisierten Demontage von Elektrofahrzeugbatterien gestartet. Laut einer Mitteilung soll im Rahmen des Projekts innerhalb von drei Jahren ein Anlagenprototyp errichtet werden, der zur Verknüpfung automatisierter und manueller Prozessschritte in der Batteriedemontage dient.

Aktuell werden die unterschiedlichen Batterien weitestgehend manuell zerlegt. Das ist vor allem zeitaufwendig und damit kostspielig. Die Forscher wollen gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft die Zerlegung von Antriebsbatterien künftig mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen industrialisieren. Außerdem wollen die Forscher Schnittstellenprozesse zur Entladung und zur mechanischen Aufbereitung der Akkus untersuchen und daraus Richtlinien für ein künftiges „Design for Disassembly“ ableiten.

„Mit dem wachsenden Marktanteil von Elektrofahrzeugen steigt auch die Anzahl von Batteriesystemen, die nach ihrer Nutzungsdauer im Fahrzeug ausgemustert und verwertet werden müssen“, sagt Achim Kampker, Professor am Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen. Im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft würden dazu skalierbare, praxistaugliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette benötigt, von der Entnahme der Antriebsbatterie aus dem Fahrzeug bis hin zu einer Rückführung der zahlreichen Materialien in die Produktion neuer Batteriegenerationen. In dieser Prozesskette komme der Demontage eine zentrale Bedeutung zu, da man bislang mit äußerst unterschiedlichen Herstellerdesigns und individuellen Zuständen der Batterien umgehen müsse.

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