Interview mit Renate Pilz

„Automatisierung – die sollte sicher sein“

| Autor: Ines Stotz

Industrie 4.0 hat auch Konsequenzen für die Arbeitswelt. Begleiten Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute schon auf diesem Weg?

Ein klares Ja. Die Umstellung erfordert eine weit vorausschauende Personalpolitik und Offenheit. Und das machen wir. Denn der Wandel, der sich längst abzeichnet und schon im Begriff ist, den müssen wir frühzeitig aktiv gestalten. Wir schulen und entwickeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die erforderlichen Positionen. Das gelingt umso besser, weil wir Industrie-4.0-Produktion bereits selbst praktizieren.

Noch einmal zu Safety EYE, wie hat es sich am Markt etabliert?

Es ist für die Mensch-Roboter-Kollaboration, kurz MRK, absolut prädestiniert und kommt überall dort, wo Mensch und Maschine ohne trennende Schutzeinrichtungen besonders eng zusammenarbeiten sollen, zum Einsatz. Wir haben es in den vergangenen Jahren beständig weiter entwickelt und mit jeder neuen Generation weiter optimiert. Insbesondere die Vielfalt an unterschiedlichen Applikationen, die mit Safety EYE realisiert werden, überrascht uns immer wieder.

Wir können also feststellen, dass sich die Automatisierungstechnik stark weiter entwickelt. Was erwarten denn die Besucher der SPS IPC Drives 2016 auf Ihrem Messestand?

Natürlich ‚sichere‘ Antworten für die Automatisierung. So machen wir beispielsweise mit dem komplett mit Pilz-Lösungen automatisierten Demonstrator die Idee der Smart Factory erlebbar. Die modular aufgebaute Produktionsstraße veranschaulicht die Kommunikation verteilter Automatisierungssysteme. PSS 4000 koordiniert hier den Ablauf aller vernetzten Komponenten.

Zudem zeigen wir eine Roboter-Applikation, die nach dem Prinzip der Leistungs- und Kraftbegrenzung mit unseren Produkten abgesichert wird und durch Pilz CE-zertifiziert wurde. Eine zentrale Rolle spielt dabei unser neues Kollisionsmessgerät PROB mdf, das Bestandteil des kompletten Dienstleistungsangebots für die Validierung gemäß der neuen Mensch-Roboter-Kollaboration-Norm ISO/TS 15066 ist. Unser Ansatz hier: Es gibt keinen sicheren Roboter. Es kann nur eine sichere Roboterapplikation geben.

Auch beim Thema Sensorik gibt es neue Produkte: Zum Beispiel die Lichtgitter PSEN opt slim, die mit ihrer schmalen Bauform in platzkritischen Anwendungen einsetzbar sind. Und unser ‚altes‘ PNOZ multi ist auch wieder in Nürnberg zu sehen: Das PNOZ multi 2 hat neue sichere Erweiterungsmodule für sein Basisgerät PNOZ m B1 bekommen.

Schließlich, um noch eine Neuheit unter vielen auf unserem Messestand zu nennen, werden wir mit der neuen Generation PSS Universal 2 unsere Erfolgsgeschichte der Universal- Remote I/O Systeme und Steuerungen fortschreiben.

Was wünschen Sie sich persönlich für die Zukunft?

Ich wünsche mir Frieden. Und für unser Unternehmen, dass es sich ‚sicher‘ organisch weiterentwickelt und weiterwächst.

SPS IPC Drives: Halle 9, Stand 370

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