Festo Automatisierungskomponenten mit der Kraft der Gedanken steuern

Redakteur: Sariana Kunze

Links, Links, Rechts, Links - wenn wir an eine Richtung denken, dann werden in unserem Gehirn Regionen angeregt die von einem Brain-Computer-Interface (BCI) erfasst und umgesetzt werden können. Mittels CogniGame macht Festo ein Bedienkonzept mittels gesteuerter Gedanken möglich. Auf der SPS IPC Drives wurde die Neuinterpretation des "Ping"-Videospiels aus den 70er Jahren demonstriert.

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Auf der SPS IPC Drives 2012 wurden am Festo-Stand Automatisierungskomponenten mit der Kraft der Gedanken gesteuert. Bei dem sogenannten CogniGame steuert der Spieler seinen Schlager per Brain-Computer-Interface (BCI).
Auf der SPS IPC Drives 2012 wurden am Festo-Stand Automatisierungskomponenten mit der Kraft der Gedanken gesteuert. Bei dem sogenannten CogniGame steuert der Spieler seinen Schlager per Brain-Computer-Interface (BCI).
(Kunze/elektrotechnik)

Ähnlich wie beim Tischtennis bewegten Spieler damals mithilfe eines Joysticks einen Balken innerhalb eines Bildschirms auf und ab, um einen Ball abzuwehren und ihn zurück zum Kontrahenten zu spielen. Für CogniGame haben die Entwickler von Festo das virtuelle Spielgeschehen auf ein reales Spielfeld umgesetzt, das aus Komponenten von Festo aufgebaut ist. Zwei Linearachsen, deren Antriebe entlang der Grundlinien nach links und rechts verfahren, bewegen die Schläger, um den Ball abzuwehren und im Spiel zu halten.

Hochkonzentriert Spielzüge ausführen - ohne eine Bewegung

Hinter CogniGame steckt Automatisierungstechnik mit Software, elektrischen und pneumatischen Antrieben, Ventilinseln, Steuerungen, Kamerasystemen und Sensorik. Dabei steuert ein Spieler seinen Schläger alleine durch seine Gedankenkraft per Brain-Computer-Interface (BCI). Dieses misst, wie bei der Elektroenzephalografie (EEG), Spannungsschwankungen auf der Kopfoberfläche über dafür angebrachte Elektroden. Ihm gegenüber steht ein zweiter Spieler, der durch seine Muskelkraft einen Hebel betätigt, um seinen Schläger zu bewegen. Für das Spiel entwickelte Festo mit CogniWare eine Softwarelösung, die das Steuern des Schlägers mit Gedanken und Biosignalen realisiert. Sie stellt einen Kommunikationskanal zwischen Gehirn und Hardware her, ohne dass der Anwender dabei mittels Sprache oder Eingabegeräten interagieren muss.

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Im CogniGame kommen Komponenten aus dem Standardprogramm von Festo wie etwa die modulare Peripherie CPX mit integrierter CoDeSys-Steuerung zum Einsatz. Zur Positionierung sind elektrische Achsen vom Typ EGC sowie eine servopneumatische Achse DGCI im Einsatz. Ein pneumatischer Muskel bewegt die Wippe. Das elektrische Terminal für Ventilinseln CPX steuert das Subsystem vollständig.

Mensch-Maschine-Schnittstelle weitergedacht

CogniWare ist die spielerische und in die Zukunft gerichtete Ableitung der Software-Kompetenz von Festo. In der Fabrik der Zukunft wird sich der Software-Anteil an Maschinen und Anlagen beträchtlich erhöhen. Das CogniGame ist ein Ansatz für ein interaktives Bedienkonzept, mit dem der Mensch schneller, direkter und einfacher mit der Technik kommunizieren kann. Innovative Software-Tools von Festo weisen heute schon diesen Weg in die Fabrik der Zukunft – ein visionäres Konzept mit Standardkomponenten von heute.

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