Forschung Autonome Drohnenschwärme zur Waldbrandbekämpfung

Quelle: Hochschule München 1 min Lesedauer

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Die verheerenden Waldbrände in Los Angeles haben erneut die Dringlichkeit effizienter Brandbekämpfungsmethoden verdeutlicht. Aus Deutschland kommt nun eine neue Idee.

Der Ultraleicht-Hubschrauber CoAX 600 von Edm Aerotec wird nach dem Umbau zum autonomen Betrieb keine Menschen mehr, dafür aber einen speziell entwickelten Wassertank transportieren.(Bild:  Marcel Mende/Hochschule München)
Der Ultraleicht-Hubschrauber CoAX 600 von Edm Aerotec wird nach dem Umbau zum autonomen Betrieb keine Menschen mehr, dafür aber einen speziell entwickelten Wassertank transportieren.
(Bild: Marcel Mende/Hochschule München)

Die zunehmende Intensität von Waldbränden weltweit stellt Feuerwehren und Katastrophenschutz vor große Herausforderungen. Herkömmliche Löschmethoden mit bemannten Flugzeugen und Hubschraubern sind gefährlich und oft ineffizient. Das Forschungsprojekt Aider der Hochschule München hat daher eine autonome Lösung entwickelt: Schwärme unbemannter Ultraleicht-Hubschrauber sollen laut einer Mitteilung künftig Waldbrände gezielt bekämpfen – rund um die Uhr und ohne Gefahr für Einsatzkräfte.

Das Aider-Projektteam, geleitet von Alexander Knoll und Daniel Ossmann, rüstet ultraleichte Hubschrauber mit KI-gesteuerten Flugführungsalgorithmen aus. Jede Drohne kann bis zu 200 Liter Wasser tragen und mit Sensorik den Brandverlauf analysieren, um Löschstrategien in Echtzeit anzupassen. Zwölf Drohnen, organisiert in vier Schwärmen, operieren koordiniert aus einem mobilen Einsatzleitstand. Die Vorteile: effizienter Ressourceneinsatz, kontinuierliche Brandbekämpfung – auch nachts – und ein erheblich reduziertes Risiko für Einsatzkräfte. Ein erster Prototyp soll bis 2026 entstehen.

„Neben einer erheblichen Reduktion der Gefahr für Einsatzkräfte ermöglicht es eine durchgehende Brandbekämpfung – auch bei Nacht. Darüber hinaus sorgt die präzise Steuerung der Löschdrohnen für eine effizientere Nutzung der Wasserressourcen“, sagt Knoll.

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