Gebäudeautomatisierung
Wie sich ein Flughafenterminal autonom betreiben lässt

Von Stefan Ziegler, Editorial Management PR, Beckhoff Automation 6 min Lesedauer

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Ein vollständig autonomes Gebäude, ist das reine Science-Fiction? Nein, es ist bereits Realität, wie die belgische ASL Group in Lüttich mit einem hochmodernen, rund um die Uhr geöffneten Terminal für den Betrieb von Privatflügen beweist. Bei dessen Umsetzung mit durchgängiger Gebäudeautomation unterstützte der Beckhoff Solution Provider Boolean BV.

Das neue Flughafenterminal der ASL Group fährt autonom die Gebäudetechnik hoch, sobald ein Mitarbeiter das Gebäude betritt.(Bild:  © Philippe van Gelooven)
Das neue Flughafenterminal der ASL Group fährt autonom die Gebäudetechnik hoch, sobald ein Mitarbeiter das Gebäude betritt.
(Bild: © Philippe van Gelooven)

Raf Weerts, Facility Manager der ASL Group, erklärt: „Wir haben hier nur einen festen Mitarbeiter. Das übrige Personal besteht aus freien Mitarbeitern, die nur dann arbeiten, wenn ein Flugzeug ankommt oder abfliegt. Um sicherzustellen, dass sie nicht viel Zeit für das Hochfahren der ganzen Technik verbringen müssen, startet das Gebäude beim Eintritt eines Mitarbeiters alles von selbst. Sobald im Gebäude keine Bewegung erkannt wird, wechseln alle Systeme – Lüftung, Beleuchtung, Heizung usw. – automatisch wieder in den Ruhemodus. Das ermöglicht eine sehr energieeffiziente Arbeitsweise. Denn gerade in unserer energieintensiven Branche versuchen wir, Nachhaltigkeit wo immer möglich zu priorisieren.“

Nahtlose Integration für autonomen Betrieb

Das hochmoderne Gebäude ist das Ergebnis einer Ausschreibung des Flughafens Lüttich selbst. Dieser suchte einen Partner, um ein neues General Aviation Terminal zu bauen und zu betreiben. „Und wir suchten eine Betriebsbasis in dieser Region, also eine perfekte Übereinstimmung“, erinnert sich Raf Weerts. Mit 900 m2 Bürofläche und einem 2.250 m2 großen Flugzeughangar bietet das Gebäude außerdem eine hochmoderne Architektur. Innen kann eine große Lounge Gruppen mit bis zu 35 Personen aufnehmen, wohingegen eine kleine intime Lounge drei bis vier Personen Platz bietet. „Es hat definitiv eine gewisse Ausstrahlung“, lacht Raf Weerts, „aber die wahre Kraft liegt im Inneren. Der autonome Betrieb, den wir durch die nahtlose Integration aller Technologien erreicht haben, ist erstaunlich.“