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RFID Balluff und MPDV kooperieren

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Zur Schaffung einer innovativen Lösung für die Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Kunststoffbranche vereinen Balluff und der MES-Experte MPDV ihre Kompetenz.

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v. l. n. r.: Manfred Münzl (Industriemanager Balluff), Prof. Dr.-Ing. Kletti (Geschäftsführer MPDV), Ralf Pfisterer (Product Manager Balluff), Florian Hermle (Geschäftsführer Balluff) und Rainer Deisenroth (Vice President Sales/Marketing MPDV) bei der Vertragsunterzeichnung auf der Hannover Messe
v. l. n. r.: Manfred Münzl (Industriemanager Balluff), Prof. Dr.-Ing. Kletti (Geschäftsführer MPDV), Ralf Pfisterer (Product Manager Balluff), Florian Hermle (Geschäftsführer Balluff) und Rainer Deisenroth (Vice President Sales/Marketing MPDV) bei der Vertragsunterzeichnung auf der Hannover Messe
(Bild: Balluff, MPDV))

Im April 2015 unterzeichneten Florian Hermle, Geschäftsführer bei Balluff mit Sitz in Neuhausen a.d.F. und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kletti, Geschäftsführer der Mosbacher MPDV Mikrolab, eine Kooperationsvereinbarung. Ziel ist die gegenseitige Unterstützung bei der Vermarktung von Mold-ID von Balluff und dem Manufacturing Execution System (MES) Hydra von MPDV.

„Mold-ID macht den Einsatz von Spritzgießwerkzeugen rückverfolgbar und liefert so die objektive Datenbasis für eine zustandsorientierte Wartung. Diese sorgt für eine verbesserte Auslastung der Werkzeuge bei verlängerten Standzeiten und hilft die Prozessqualität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu steigern“, erklärt Florian Hermle. „HYDRA unterstützt bereits mehr als 880 Unternehmen weltweit dabei, effizienter zu produzieren. Der enge Kontakt von Mold-ID zum Spritzgießwerkzeug ermöglicht eine noch detailliertere Datenerfassung und somit eine konsequentere Nutzung von Hydra“, ergänzt Prof. Kletti.

Transparente Werkzeughandhabung

Mit dem Produkt Mold-ID bietet Balluff eine einfache Einstiegslösung zur Überwachung der teuren Spritzgießformen – bei einem relativ geringen Investitionsvolumen. Möglich wird dies durch eine eindeutige Identifikation des Werkzeugs mittels kostengünstiger RFID-Datenträger, die direkt am Werkzeug angebracht werden. Das System arbeitet unabhängig von der Maschinensteuerung und ist auch für ältere Maschinen einfach nachrüstbar. Zudem können die Daten, die über die Mold-ID Lösung eingesammelt werden, über Webservices an übergeordnete Systeme (z.B. ein MES) zur Verfügung gestellt werden.

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Einbindung ins MES-System

In einer ersten Stufe werden die werkzeugbezogenen Daten aus Mold-ID in die Datenbank des MES Hydra übernommen. Dadurch können vorhandene Funktionen wie z.B. die vorbeugende Instandhaltung oder der Wartungskalender die Werkzeugdaten im Rahmen von diversen Übersichten, Auswertungen und Statistiken genutzt werden.

In einer weiteren Ausbaustufe können die in Hydra vorhandenen Funktionen des Werkzeug- und Ressourcenmanagements (WRM) für eine umfassende, zentrale Verwaltung der Werkzeuge genutzt werden. Dazu werden auch relevante Daten an Mold-ID zurück übergeben und dort mit den erfassten Ist-Daten ergänzt. Damit steht die volle Funktionalität des MES Hydra mit all seinen Applikationen in Kombination mit Mold-ID zur Verfügung.

Skalierbare Lösung

Durch die Kooperation von Balluff und MPDV wird Mold-ID zusammen mit Hydra zu einer flexiblen Lösung: Vom Einstiegsprodukt über eine einfache Anbindung an das MES bis hin zur vollständigen Integration. Gerade im Industrie 4.0-Zeitalter ist die Skalierbarkeit von Lösungen von großer Wichtigkeit.

Win-Win-Situation

Kletti und Hermle sind sich einig: „Unsere Produkte ergänzen sich hervorragend." Hermle erläutert: „Der Mehrwert liegt in der automatisierten Datenerfassung direkt am Werkzeug und der Verknüpfung mit anderen Daten, die zu einer deutlichen Steigerung der Transparenz in den Fertigungsprozessen führt.“ Kletti ergänzt: „Letztendlich führt diese Transparenz dann zu einer effizienteren Nutzung und Verwaltung der teuren Spritzgießwerkzeuge.“

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