Automatisierung

Balluff zeigt Neues von Industriekameras bis zur IoT-Studie

| Redakteur: Jan Vollmuth

IO-Link als Enabler für Industrie 4.0.
Bildergalerie: 2 Bilder
IO-Link als Enabler für Industrie 4.0. (Bild: Balluff)

Der Sensor- und Automatisierungsspezialist Balluff zeigt auf der diesjährigen Hannover Messe diverse Neuheiten, darunter Industriekameras, Optosensoren oder ein E/A-Modul mit Safety-Funktionen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen eine gemeinsam mit der Lufthansa entwickelte IoT-Konzeptstudie zum Aufbau einer intelligenten Fertigung vor.

So erweitert Balluff sein Smart Vision Solutions Programm um 16 kompakte Industrial Cameras (BVS CA). Sie sind für Balluff die ideale Lösung, wenn Objekte aus mehreren Blickrichtungen gleichzeitig zu prüfen sind. Die als GigE-Vision- und USB3-Vision-Varianten erhältlichen Kameras werden in Kombination mit einem externen Industrial Controller betrieben. Die Analyse erfolgt über das BVS-Cockpit-Bedienkonzept. Ergebnisdaten werden, wie man es schon von anderen Balluff Vision-Lösungen kennt, über gängige Prozessschnittstellen TCP/IP, TCP UDP, Profinet an übergeordnete Produktionssysteme weitergegeben. Die vom Prozessnetzwerk getrennte Berichts- und Bildarchivierung steht als Kundenoption zur Verfügung.

Intelligente Sensorik für die smarte Fabrik

Wie moderne Produktionskonzepte und Industrie-4.0-Lösungen in vielerlei Hinsicht von intelligenten Sensoren profitieren können, wird Balluff anhand von zwei neuen Optosensoren zeigen. Sie vereinen verschiedene Messprinzipien in einem Gerät und liefern neben dem Schaltsignal über IO-Link auch Informationen zum Sensorstatus und zu den aktuellen Umgebungsbedingungen. Da sich die Betriebsmodi der Sensoren über IO-Link auch im laufenden Betrieb ändern lassen, sollen sich ganz unterschiedliche Objekte unter wechselnden Betriebsbedingungen detektieren lassen.

Auch über die vielfältigen Möglichkeiten von IO-Link will Balluff umfassend informieren: Zu sehen sein wird anhand praktischer Beispiele, wie der Einsatz von IO-Link die Installation einer Anlage vereinfacht, Einricht- und Inbetriebnahmezeit reduziert, Kosten spart und intelligente Diagnose- und Parametrierungskonzepte sich einfach realisieren lassen.

Safety-Portfolio erweitert

Neues sollen die Besucher auch im erweiterten Safety-Portfolio von Balluff finden können, darunter z.B. ein vom TÜV zertifiziertes All-in-One-E/A-Modul mit sicher abschaltbarem Aktorsegment. An den robusten IO-Link-E-/A-Hub in Schutzart IP 67 mit zwei galvanisch getrennten Segmenten sollen sich sowohl Sensoren als auch Aktoren anschließen lassen. In Verbindung mit einem externen Safety-Gerät kann die Versorgungsspannung des Aktorsegments laut Balluff sicher abgeschaltet werden, um Sicherheitsfunktionen bis SIL2 gemäß EN62061 umzusetzen. Das Modul verfügt über acht digitale Ein- und Ausgänge.

Mit Smart Mold-ID werden Balluff und Lufthansa eine gemeinsam entwickelte IoT-Konzeptstudie zum Aufbau einer intelligenten Fertigung vorstellen. Das Konzept zeigt auf, wie Daten erzeugt, transportiert, verarbeitet und verschlüsselt über OPC-UA oder MQTT MQTT (Message Queue Telemetry Transport) an eine cloudbasierte Applikation gesendet werden. Eine Software analysiert die Informationen, bereitet die Ergebnisse visuell auf und macht sie so nutzbar. Auf diese Weise sollen Anwender mittels Smart Mold-ID den Gebrauch von Spritzgießwerkzeugen rückverfolgen und deren Instandhaltung und Wartung genauer planen und besser mit dem tatsächlichen Gerätezustand abstimmen können.

Auch die Qualitätskontrolle soll sich so sehr viel effizienter und damit kostengünstiger organisieren lassen: Da wichtige Prozessdaten mittels Sensorik direkt im Spitzgießwerkzeug erfasst werden, kann bei Abweichungen in Echtzeit auch in die Produktionsprozesse eingegriffen werden. (jv)

Hannover Messe 2018: Halle 9, Stand F53

IO-Link-Gesamtkonzept spart Kosten und bereitet Weg für Industrie 4.0

IO-Link

IO-Link-Gesamtkonzept spart Kosten und bereitet Weg für Industrie 4.0

28.03.18 - Der Kommunikationsstandard IO-Link steht für Digitalisierung bis in die Sensorebene. Viele Anwender verbinden einen Wechsel auf diese Technologie mit höheren Ausgaben. Dabei können mit IO-Link Kosten für Hardware und Installation signifikant gesenkt werden – besonders, wenn man IO-Link als Gesamtsystem anwendet. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45219723 / Sensorik)