Absage Batteriehersteller Svolt kehrt Lausitz den Rücken

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der chinesische Batteriehersteller Svolt wird sich nun doch nicht wie geplant in Lauchhammer in der Lausitz ansiedeln. Grund dafür sind wirtschaftliche Unsicherheiten.

Der chinesische Batteriehersteller Svolt will nun aus unternehmerischen Gründen doch nicht in die Lausitz ziehen. (Bild:  Svolt)
Der chinesische Batteriehersteller Svolt will nun aus unternehmerischen Gründen doch nicht in die Lausitz ziehen.
(Bild: Svolt)

Das Unternehmen teilte vor Kurzem mit, der Standort in Brandenburg werde nicht umgesetzt. Als Gründe nannte Svolt Unsicherheiten im Automobilmarkt, teils drastische Strategieanpassungen bei Autobauern und ein weggefallenes Kundenprojekt. Die brandenburgische Landesregierung reagierte mit Bedauern auf den Rückzug. Das chinesische Hightech-Unternehmen produziert Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge, sowie Energiespeicher. Svolt hatte angekündigt, für seine europäische Produktion Batteriefabriken in Deutschland aufbauen zu wollen. Immerhin: an einem Standort im saarländischen Heusweiler halte das Unternehmen auch weiterhin fest. Über einen zweiten saarländischen Standort werde zwar gemunkelt, doch sei dieser bisher ungewiss.

Unternehmerische Entscheidung muss akzeptiert werden

Der Svolt-Europachef Kai-Uwe Wollenhaupt, kündigte eine Strategieanpassung des Unternehmens an. Er sprach abei von einem entscheidenden Schritt, um widerstandsfähiger auf Marktschwankungen reagieren zu können. Svolt hatte sich eigentlich auf dem früheren Gelände des Windanlagenbauers Vestas in Lauchhammer ansiedeln wollen. Die Pläne dazu waren im Herbst 2022 vorgestellt worden. Der Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) bedaure die Entscheidung von Svolt sehr, sich vom Standort in Lauchhammer zurückzuziehen. Dennoch sei es eben eine unternehmerische Entscheidung, die man als Land respektieren müsse. Eine Nachnutzung für die Produktionsstätte in Lauchhammer sei leider nicht von heute auf morgen zu finden. Steinbach ist aber zuversichtlich, dass die Attraktivität des Standorts für sich spricht und ein neuer Investor gefunden wird.

Ein weiteres Lausitz-Projekt könnte auch kippen

Geplant ist außerdem in Guben in der Lausitz eine Ansiedlung des kanadisch-deutschen Unternehmens Rock Tech, das in seiner Anlage jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid produzieren will. Der Stoff wird bekanntlich für die Batterieproduktion für Elektroautos benötigt. Zuletzt wurde aber bekannt, dass Rock Tech auf Fördermillionen des Bundes verzichten muss. Das Land Brandenburg sicherte daraufhin finanzielle Unterstützung zu.

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