Functional Safety Control

Be safe: Lösungen im Bereich der Funktionalen Sicherheit

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Das ganzheitliche iFSC-Konzept für die Erstellung sicherer Steuerungssysteme greift u. a. auf das FlexiSafe System zurück und erfüllt somit auch höchste Ansprüche an die Funktionale Sicherheit.
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Das ganzheitliche iFSC-Konzept für die Erstellung sicherer Steuerungssysteme greift u. a. auf das FlexiSafe System zurück und erfüllt somit auch höchste Ansprüche an die Funktionale Sicherheit. (infoteam / everythingpossible/fotolia.com)

Die infoteam Software AG kündigt an, auf der embedded world 2016 mit FlexiSafe ein IEC 61131-System basierend auf der ISaGRAF Technologie zu präsentieren, das speziell auf die Anforderungen Funktionaler Sicherheit zugeschnitten ist. FlexiSafe ist Teil des ganzheitlichen Konzepts für Softwareentwicklung im sicherheitskritischen Bereich, dem infoteam Functional Safety Control (iFSC-)Konzept.

„Um ein sicheres Steuerungssystem zu entwickeln, bedarf es aufeinander abgestimmter, sicherer Systemkomponenten, die nicht nur einzeln für sich, sondern auch in ihrem Zusammenwirken in individuellen Anwendungsbereichen verifizierbar und validierbar sind“, so Michael Sperber, Vorstand Industrie von infoteam. Vom normenkonformen Entwicklungsprozess über die sicheren Systemkomponenten und die sicheren Engineering-Tools bis hin zur Programmierung und Parametrierung sicherer Anwendungen bietet das iFSC-Konzept einen umfangreichen Ansatz zur Realisierung sicherer Steuerungssysteme. Dabei lässt sich das iFSC-Konzept nach individuellen Kundenanforderungen anpassen.

Als Softwaredienstleister für Industrie, Medizintechnik und Life Science wird infoteam auf der Messe auch die individuell kombinier- und anpassbaren Einzelkomponenten des iFSC-Konzepts zeigen. Dazu gehört der gemäß IEC 61508 zertifizierte Prozessleitfaden iFSM, der den Entwicklungsprozess begleitet und Kunden das zeitintensive Einarbeiten in die Norm erspart. Die passende Hardware für sicherheitskritische Anwendungen und ein zertifiziertes Betriebssystem sind ebenfalls Teil des iFSC-Konzepts. Das nach IEC 61508:SIL 3, DIN EN ISO 13849:PLe und DIN EN ISO 50128:SIL 4 zertifizierte FlexiSafe System rundet das Portfolio ab und bietet eine Firmware für Safety Controller sowie ein Engineering- und Programmiersystem, das für den Einsatz z.B. in der Steuerungstechnik zugeschnitten ist.

iFSC – infoteam Functional Safety Control

Das iFSC-Referenzkonzept beinhaltet Hardware von MEN, die speziell für den sicherheitskritischen Bereich entwickelt wurde, den zertifizierten QNX Neutrino RTOS Safe Kernel und FlexiSafe. Darüber hinaus ermöglicht das FlexiSafe Engineering Tool die Projektierung von Sicherheitsfunktionen.

FlexiSafe im Detail

FlexiSafe basiert auf der Produkttechnologie von ISaGRAF und besteht aus einem Engineering- bzw. Programmiersystem nach IEC 61131 sowie einer portablen Firmware für embedded Plattformen. Als einzigartig beschreibt der Hersteller dabei die Verfügbarkeit aller in der IEC 61131 definierten Programmiersprachen. Die Firmware lässt sich auf jede zertifizierbare Hardware portieren. Die FlexiSafe Programmierumgebung ermöglicht die Erstellung von Anwenderapplikationen. Dabei erlaubt es die Projektierung sicherer wie auch nicht sicherer Funktionen in einem Tool. Mit dem optional integrierten Cause and Effect Editor wird die Entwicklung von Sicherheitsfunktionen durch eine tabellarische Darstellung von Ursachen und Wirkungen übersichtlicher und effizienter. Er zeichnet sich durch einfache Syntax und Semantik ohne versteckte Logik aus.

Functional Safety Management (iFSM)

Basierend auf dem ALM-System Microsoft Team Foundation Server (TFS) entwickelte man ein ein Prozessmodell und den dazugehörigen Leitfaden zur Durchführung von Functional Safety Management nach IEC 61508:2010 und daraus abgeleiteten Standards: Das Functional Safety Management (iFSM).

Der in HTML implementierte interaktive iFSM gliedert sich in Entwicklungsdokumentation, Prozessleitfaden, Workitems und Werkzeuge: Bei Projekten der funktionalen Sicherheit erleichtert eine dateiorientierte Dokumentenstruktur die Verifikation und Beurteilung.

Deshalb bietet der iFSM die Entwicklungsdokumentation mit Referenzstruktur und Templates für jeden Dokumententyp. Der integrierte Prozessleitfaden begleitet jede Phase des Sicherheitslebenszyklus leicht verständlich und ist schnell über eine zentrale Navigation abrufbar. Damit entfällt ein aufwändiges Einarbeiten in die Norm für alle Projektbeteiligten. Durch Workitems, die in der TFS Datenbank abgelegt werden, ist das Projekt zu jeder Zeit übersichtlich und koordinierbar.

Auf Grundlage der Software WordSync können die Entwicklungsphasen der Workitems und deren Zustände letztendlich mittels Requirement Tracker erfasst und übersichtlich als Matrix dargestellt werden. Je nach angestrebtem SIL-Level erfordert jedes Projekt maßgeschneiderte Prozesse.

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