Rekordjahr Beckhoff Automation springt über die Milliarden-Umsatz-Hürde

Quelle: Pressemitteilung

Beckhoff Automation wächst seit über 20 Jahren deutlich. Mit dem bisher besten Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte wächst der Umsatz auf 1,182 Milliarden Euro. Hier mehr dazu.

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Rekordumsatz! Der Automatisierungsspezialist Beckhoff übertrifft in Sachen Umsatz erstmals die Milliarden-Euro-Marke. Für Hans Beckhoff, den Gründer ind Inhaber des Unternehmens, war 2021 deshalb das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte.
Rekordumsatz! Der Automatisierungsspezialist Beckhoff übertrifft in Sachen Umsatz erstmals die Milliarden-Euro-Marke. Für Hans Beckhoff, den Gründer ind Inhaber des Unternehmens, war 2021 deshalb das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte.
(Bild: Beckhoff)

Auf ein erfolgreiches und gleichzeitig sehr herausforderndes Geschäftsjahr 2021 blickt Beckhoff Automation nach eigener Aussage zurück. Aber erstmals in seiner über 40-jährigen Geschichte überschritt der Verler Automatisierungstechnikspezialist die Umsatzmilliarde. Mit einem weltweiten Gesamtergebnis von 1,182 Milliarden Euro steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr 2020 damit um rund 28 Prozent.

„Wir hätten im letzten Jahr durchaus noch weiter zulegen können, doch der Mangel an Bauteilen und auch unsere eigenen Kapazitäten setzen an einigen Stellen Grenzen,“ kommentiert Hans Beckhoff, der Gründer und Inhaber von Beckhoff Automation, die in vielen Bereichen der Industrie doch sehr angespannte Situation.

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Weltweit wächst der wirtschaftliche Erfolg

Der deutsche Markt brachte Beckhoff ein Plus von rund 27 Prozent. Der Auftragseingang hingegen stieg um über das Doppelte. Ähnliche Tendenzen verzeichne das Unternehmen in vielen anderen Ländern. Es gebe nur wenige Ausnahmen, bei denen man nicht so erfolgreich war. Die meisten Länder brachten einen zweistelligen Umsatzzuwachs, heißt es. Beckhoff erklärt: „Auch unsere beiden größten Tochterunternehmen in China und den USA sind kräftig zweistellig gewachsen.“ Die Auftragseingänge lagen ähnlich wie in Deutschland auch im Ausland meist deutlich über dem tatsächlichen Umsatzzuwachs. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Beckhoff deshalb weltweit mehr als 500 neue Mitarbeiter eingestellen können. Damit beschäftigt man jetzt rund 5.000 Mitarbeiter (Vorjahr 4.500).

Reaktionen auf boomende Automatisierungstechnik

Die Automatisierungstechnik erlebt nämlich generell einen regelrechten Boom. Der Bedarf übersteige jedoch die Produktionskapazitäten der Zulieferer, die zusätzlich noch durch die globale Pandemie geschwächt würden. Das Problem zeigt sich für Beckhoff insbesondere durch den Halbleitermangel sowie das Fehlen weiterer elektronischer Bauteile. „Dieser Engpass wird sich wohl auch über das Jahr 2022 weiter fortsetzen“, muss Beckhoff nach Lage der Dinge prognostizieren. Trotzdem müsse man vorbereitet sein, auf bessere Rohstoffverfügbarkeiten, um Kundenaufträge schnellstmöglich erfüllen zu können. Deshalb baut Beckhoff auf Erweiterungen, die sich von der Verwaltung über die Entwicklung bis hin zur Produktion ziehen. Der Standort Verl wurde dabei bereits personell und mit Blick auf die Produktionskapazitäten ausgebaut. Bis Mitte 2022 sollen rund 50 Prozent mehr Produktionsvolumen vorhanden sein als noch 2020.

In Rietberg und Verl wird außerdem ein neues Gewerbegebiet geplant. Beckhoff hat sich bereits 15 Hektar Fläche gesichert. Es geht dabei um einen Industriepark, der in den nächsten 10 Jahren rund 1.000 Arbeitsplätze schaffen soll. Aber auch international werde Beckhoff sich weiter ausdehnen, was vor allem China betreffe, aber auch Österreich.

Vier bemerkenswerte Beckhoff-Innovationen:

Beckhoff-Produkte finden sich in Hightech-Geräten der Medizintechnik, in Windenergieanlagen, in Maschinen zur Produktion von Halbleitern, in der Herstellung von Batterien und Solarzellen sowie in der Elektromotorfertigung.

So stattet Beckhoff beispielsweise die weltweite Automobilfertigung der BMW Group mit Industrie-PCs und Multitouch-Control-Panel aus. Beckhoff bietet der BMW Group dabei die Möglichkeit, jüngste Intel-Core-i-Prozessoren in verschiedensten Bauformen zu nutzen. Aufgrund kurzer Innovationszyklen könnten auch kommende Prozessorgenerationen integriert werden. HIer noch weitere Innovationen, die man im Auge behalten sollte:

1. Eine Baseplate ersetzt den Schaltschrank

Im vergangenen Jahr hat Beckhoff wieder Neu- und Weiterentwicklungen in den Produktwelten aus Industrie-PCs, I/O- und Antriebstechnikkomponenten sowie Automatisierungssoftware auf den Markt gebracht. Mit der Vorstellung seines MX-Systems präsentierte das Unternehmen aber eine bahnbrechende Revolution und erweitert sein Portfolio um einen komplett neuen Produktbereich, wie man betont. Das MX-System ist nämlich ein modularer Automatisierungsbaukasten. Das Besondere: sämtliche Funktionen, die bisher im Schaltschrank untergebracht wurden, lassen sich durch entsprechende Module nun einfach auf eine Baseplate montieren. Die robuste Bauweise des Systems ermögliche die direkte Montage an der Maschine. Ein zusätzliches Schutzgehäuse braucht es nicht. Das als einfach zu handhaben bezeichnete System ist deshalb für die Elektrifizierung einer Maschine ein echter Umwälzer. Profitieren werden der Maschinenbau, die Prozesstechnik oder die Messtechnik. „Das MX-System wird die Automatisierung nachhaltig verändern“, ist sich Hans Beckhoff deshalb sicher.

2. Energie und Daten berührungslos übertragen

Sein lineares Transportsystem XTS hat Beckhoff durch die Möglichkeit zur berührungslosen Energie- und Datenübertragung für die sogenannten Mover erweitert. Durch die berührungslose Spannungsversorgung und synchrone Echtzeit-Datenkommunikation sollen sich die einzelnen Mover zu mobilen Handling- und Bearbeitungsstationen erweitern. Das kann als weitere Revolution bezeichnet werden, die nun in der Maschinenflexibilität punkten wird. Und für die NCT (No Cable Technology) wurde der XTS-Baukasten um ein spezielles Motormodul sowie eine am Mover montierbare Elektronik erweitert. Die zur Übertragungstechnik benötigte Hardware sei nun vollständig in das Motormodul integriert. Die bestehenden Funktionalitäten und der kompakte Aufbau bleiben erhalten. Es sind nun keine zusätzlichen Anschlüsse und Zuleitungen mehr erforderlich. Dabei ist die Ansteuerung der auf dem Mover befindlichen Hardware vollständig in Twincat implementiert. Alle bekannten Twincat-Funktionen stehen nun für eine einfache Projektumsetzung zur Verfügung.

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3. Servomotorische Alternative zum Pneumatikzylinder

Die Elektrozylinder der Serie AA3000 stehen für Kraft und Dynamik, gepaart mit den Vorteilen der Servotechnik wie etwa geregelte Positionierung, sicheres Halten im Stillstand und hohe Energieeffizienz. Das prädestiniere sie als Direktantriebe für lineare Applikationen mit hohen Prozesskräften und -geschwindigkeiten. Die integrierte Mechanik beinhaltet stabile Wälzlager, Kugelgewindetriebe und Führungen, was bei den AA3000 für eine spielfreie, rein translatorische Bewegung sorgt. Das Konzept mache sie auch besonders kompakt. Das Wellenende der Spindel verfügt dabei über ein Außengewinde, auf dem sich handelsübliche Adapter aus dem Pneumatik- und Hydrauliksortiment montieren lassen. Man denke etwa an Kugelköpfe oder Spannhaken.

4. So gelingt die Hochvolt-Spannungsmessung zuverlässig

Hochgenaue und zuverlässige Messungen bis zu 1.000 Volt in der Elektromobilität und den erneuerbaren Energien ermöglicht die Ethercat-Messtechnikklemme ELM3002-0205. Sie soll so die Effizienzsteigerung von Windenergieanlagen über die direkte Umrichteransteuerung bringen. Die Grundvoraussetzung hierfür sei eine Spannungsmessung im 1.000-Volt-Bereich direkt am Generator. Ähnliche Anforderungen stelle das Segment Elektromobilität: beispielsweise bei der weltweit stark zunehmenden Großserienproduktion hochwertiger Autobatterien und -akkumulatoren. Die 2-kanalige Messtechnikklemme erreicht mit der sogenannten Oversampling-Funktion eine maximale Samplingrate von 50 Kilosamples pro Sekunde und pro Kanal, betont Beckhoff. Diese hohe Abtastrate für Hochspannungsapplikationen ermögliche noch tiefergehende Einblicke in die jeweilige Energieanwendung. So ließe sich am Generator eine schnellere Reaktionszeit erreichen, sowie durch die hohe Messgenauigkeit auch eine exaktere Frequenzerfassung realisieren, was wiederum zu einer verbesserten Frequenzstabilisierung im Stromnetz führt. Im Anwendungsfeld Batterietestung könnten durch die hohe Abtastrate Belastungs- und Qualitätstests zuverlässig durchgeführt werden.

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