Augmented und Virtual Reality Bei Audi liegt die Zukunft auf der Hand

Redakteur: Sariana Kunze

Die Klemmbretter dieser Welt haben bald ausgedient, schließlich gibt es ja auch die Handfläche. Im Audi Production Lab haben Produktionsplaner schon einen großen Schritt in diese Richtung gemacht. Mittels Hand-Projektion widmet sich Audi mit zahlreichen Experten aus seinem Unternehmen der Produktion der Zukunft. Die Projektion könnte künftig die Fertigungsmitarbeiter beim Prüfen und Montieren von Bauteilen unterstützen.

(Audi AG)

Jens Dehlke und seine Kollengen im Audi Production Lab befassen sich derzeit mit neuen Wegen der automatischen Qualitätsprüfung, den Möglichkeiten, Autos montagefreundlicher zu gestalten, der Beherrschung großer Datenmengen (Big Data) und der Interaktion von Mensch und Maschine mittels Augmented und Virtual Reality (AR und VR).

„Für Audi sind drei Ansätze besonders interessant: Tablets, Datenbrillen und die Hand‑Projektion. Alle drei haben das Potential, den Mitarbeiter in der Produktion bei seinen Tätigkeiten zu unterstützen“, sagt Dehlke. Auf dem heutigen Stand der Technik besteht die Hand‑Projektion aus einem Laptop, der in einem Rucksack steckt, und einer Einheit, die auf einem Riemen über der Schulter sitzt. Sie integriert einen kompakten Infrarotsensor und einen kleinen Laserprojektor, der einfache Informationen – etwa die Anweisung „Ölstand prüfen“ – auf die Handfläche des Trägers projiziert. Dafür misst der Sensor den Abstand zur Hand und ihre Lage, um die Projektion anzupassen. Diese ist immer scharf, sie verschwindet, sobald der Benutzer die Hand schließt, und stört ihn somit nicht beim Ausführen der Tätigkeit.

In naher Zukunft will Audi als erster Automobilhersteller Ansätze der Hand‑Projektion auf die Datenbrille übertragen und sie damit reif für die Serie machen.

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