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IE4-Motor Bei Elektromotoren sparen mit der fantastischen 4

| Autor / Redakteur: Jochen Däumler / Reinhard Kluger

Drehstrom-Asynchronmotoren leisten aufgrund gesetzlicher und gesellschaftlicher Veränderungen einen erheblichen Beitrag beim verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.Die neue IE4-Motorengeneration mit „Super Premium Efficiency“ zeigt, dass die Entwicklung zielstrebig weiter geht.

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Die innovative Motorenfamilie 1LE1 von Siemens gibt es nun in den Effizienzklassen IE1 bis IE4 mit „Super Premium Efficiency“.
Die innovative Motorenfamilie 1LE1 von Siemens gibt es nun in den Effizienzklassen IE1 bis IE4 mit „Super Premium Efficiency“.
(Siemens)

Seit Juni 2011 leistet auch Europa einen weiteren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Denn ab diesem Zeitpunkt gilt die EU-Verordnung 640/2009 für die Hersteller von Elektromotoren. Kurz gesagt: Eine Vielzahl von Asynchronmotoren dürfen im europäischen Wirtschaftsraum nur noch mit entsprechend hoher Effizienzklasse ausgeliefert bzw. in Neuanlagen eingesetzt werden. Die schrittweise Umsetzung dieser EU-Verordnung regelt eindeutig, dass solche Antriebe im Leistungsbereich zwischen 7,5 kW und 375 kW ab 1. Januar 2015 mindestens die Effizienzklasse IE3 aufweisen müssen. Gleiches gilt für Asynchronmotoren zwischen 0,75 kW und 375 kW ab 1. Januar 2017. Obwohl in beiden Fällen eine alternative Antriebslösung aus einer Kombination von Frequenzumrichter und IE2-Motor akzeptiert wird, steigt der – ideologische und wirtschaftliche – Druck auf Hersteller von Maschinen und Anlagen, energiesparende Systeme und Lösungen einzusetzen.

Weltweite Forderungen

Der Grund hierfür ist, dass Klimaschutz mehr denn je ernst genommen und die weltweiten Forderungen bezüglich Nachhaltigkeit weiter beflügeln wird. Ein eindeutiges Zeichen hierfür setzte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf dem UN-Klimagipfel Ende September 2014 in New York. Er mahnte dazu, die Emissionen zu begrenzen, denn nach seiner Einschätzung könnte der Klimawandel nicht zuletzt auch eine Gefahr für den Frieden darstellen. Fachleute wissen, dass etwa zwei Drittel der in der Industrie verbrauchten Energie auf das Konto der Antriebstechnik gehen. Außerdem entfallen ca. 90 Prozent der Kosten für einen Elektromotor auf dessen Betrieb. Vor diesem Hintergrund bekommt der Einsatz hocheffizienter Elektromotoren eine neue Dimension und rechtfertigt die dynamische Entwicklung solcher Antriebe. Siemens mit mehr als 125 Jahren Erfahrung im Motorenbau stellt sich dieser Verantwortung.

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Neues Familienmitglied mit noch mehr Effizienz

So beantwortet sich die Frage nahezu von selbst, weshalb Hersteller von Maschinen und Anlagen Elektromotoren der Effizienzklasse IE4 gezielt einsetzen sollten. Siemens hat bereits in der Vergangenheit projektspezifisch IE4-Motoren geliefert und verfügt somit bereits über viel Erfahrung. Nun bietet Siemens solche Super-Premium-Efficiency-Antriebe, die über den derzeitigen gesetzlichen Mindestanforderungen liegen, als Weiterentwicklung der 1LE1-Motorenfamilie an. Ein entscheidender Aspekt: die Achshöhen sind gegenüber den bisherigen Motoren gleich geblieben. Auch die Befestigungsmöglichkeiten sowie die Vorteile bezüglich Handhabung und Installation, wie Hebeösen oder schräg geteilte Anschlusskästen mit vorkonfiguriertem Klemmenbrett, sind gleich geblieben.

Wirkungsgradverbesserung von bis zu drei Prozent

Um die Flexibilität auch bei den IE4-Motoren beizubehalten, lassen sich wie bisher Geber, Bremsen und Fremdlüfter anbauen – sogar nachträglich. Der Unterschied: Im Vergleich zur IE1-Variante haben die neuen Netzmotoren der Effizienzklasse IE4 einen um bis zu 14 Prozent höheren Wirkungsgrad. Selbst ein Vergleich von IE3 zu IE4 ergibt noch eine energetische Wirkungsgradverbesserung von bis zu drei Prozent. Das beantwortet die Frage, weshalb hocheffiziente Asynchronmotoren eingesetzt werden sollten. Experten gehen davon aus, dass sich durch drehzahlveränderbare und hocheffiziente Motoren weltweit 120 TWh Energie jährlich einsparen ließen.

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