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Vision 2014 Bildverarbeiter konzentrieren sich auf Fertigungsautomatisierung

| Redakteur: Sariana Kunze

Eine große Rolle spielt die Bildverarbeitung in der automatisierten Fertigung und unterstützt sowohl Qualitätskontrollen als auch Optimierungsaufgaben. Deshalb legt die Vision 2014 vom 4. bis 6. November in Stuttgart erstmals den Schwerpunkt auf „Vision 4 Automation“.

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Die Vision 2014 steht mit dem Motto "Vision 4 Automation" ganz im Zeichen der Automatisierung.
Die Vision 2014 steht mit dem Motto "Vision 4 Automation" ganz im Zeichen der Automatisierung.
(Messe Stuttgart )

„Immer mehr Prozesse werden automatisiert und vernetzt, was bedeutet, die Automatisierung wird tiefergehender und komplexer“, sagt Thomas Nepstad, Produkt-Marketingmanager Vision bei Cognex. Das fordert die Integratoren und Applikationsingenieure stärker heraus, denn „gleichzeitig müssen Prozesse zuverlässig, einfach und übersichtlich steuerbar, bedienbar und wartbar bleiben“, so Nepstad weiter. Zur Initiative Vision 4 Automation zählen: die Vision 4 Automation Tour, der Gemeinschaftsstand IPC 4 Vision, ein spezieller Themenblock „Bildverarbeitung für die Automatisierung“ unter dem Dach der Industrial Vision Days, Weiterbildungskurse im Rahmen der Vision Academy, die Integration Area sowie das erstmalige Inspect Application Forum mit maßgeschneiderten Vorträgen zur Automation und schließlich auch die Sonderschau International Machine Vision Standards des europäischen Bildverarbeitungsverbands EMVA.

25 Jahre VISION - Die ersten Impressionen

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Industrie 4.0 nur mit Bildverarbeitung

Auf der Vision werden sich über 400 Aussteller präsentieren. „Wirtschaftliche Produktion ohne Bildverarbeitung ist heute nahezu undenkbar. Und in Zeiten von Industrie 4.0 spielt die Bildverarbeitung eine immer wichtigere Rolle, denn ohne sie ist diese Zukunftsstrategie wahrscheinlich gar nicht umsetzbar“, konstatiert Peter Stiefenhöfer, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei Stemmer Imaging. Ihm zufolge bestehe die Herausforderung darin, die Bildverarbeitung nahtlos in die Welt der Automatisierung einzubinden und über entsprechende Schnittstellen sicherzustellen, dass die Ergebnisse der Bildauswertungen in der geforderten Zeit und Präzision weitergegeben und umgesetzt werden können. Innerhalb der Vision 4 Automation Tour zeigt das Unternehmen Weiterentwicklungen, vor allem von Kameras, die dem Anwender durch neue Sensoren und Schnittstellen noch mehr Leistung an die Hand geben. Als Besonderheit wird zudem ein Demonstrationsprojekt zu sehen sein, das verschiedene Technologien für die zeilenweise Erfassung von Objekten vergleicht und deren Unterschiede erläutert.

Einfach handhabbar

Dass es möglich ist, die zunehmend komplexer werdenden Produktionsprozesse einfach handhabbar zu machen, demonstriert Cognex im Rahmen der Vision 4 Automation Tour mit der Designer Software und dem Vision Controller VC5, eine Bildverarbeitungslösung für Multikamera-Applikationen. Mit dieser Lösung sind komplexe Anwendungen, insbesondere auch 3D-Aufgaben, einfach konfigurierbar. „Damit erschließen sich auch unerfahrenen Integratoren neue Möglichkeiten, Bildverarbeitung einzusetzen“, betont Nepstad.

Bildverarbeitungssysteme müssen oft nah an der Maschine in rauer Industrieumgebung Staubpartikeln, Temperaturwechsel, Feuchtigkeit, Druck und Erschütterungen standhalten und zuverlässig funktionieren. Diesbezüglich präsentiert autoVimation auf der VISION 4 Automation Tour neue Schutzgehäuse für Kameras und Laser – jetzt sogar für größere Geräte von etwa 90 cm x 90 cm. „Der Anwender kann heute fast alles fertig kaufen – Kameras, Beleuchtung, Software“, sagt Peter Neuhaus, CEO von autoVimation und fährt fort: „Wie er das Ganze dann in der Fertigung installiert – damit ist er oft allein gelassen. Hier setzen wir an. Durch die Verwendung modularer Fertigteile spart der Anwender Fertigungszeit und -kosten und kann das Bildverarbeitungssystem leicht vor Ort an die Anforderungen anpassen.“

Den richtigen Rechner finden

Auch der erstmalige Sonderstand IPC 4 Vision, auf dem elf Aussteller Industrie PCs und embedded Plattformen präsentieren, ist eine Anlaufsteller für Automatisierungsanwender und unterstützt die Initiative Vision 4 Automation. Denn Bildverarbeitung ist meist mit einem hohen Datenaufkommen beziehungsweise Rechenaufwand verbunden. Und hier ist es wichtig, das optimale Bildverarbeitungssystem mit den geeigneten Schnittstellen in die automatischen Prozessabläufe zu integrieren.

Antworten aus der Praxis

Die Vision Academy unterstützt die Initiative Vision 4 Automation mit dem Forum „Praxiswissen Bildverarbeitung". Die Academy vermittelt den Messebesuchern kostenlos Fachwissen, Praxistipps und Wissenswertes zu Bildverarbeitungsdienstleistungen, durch deren Hilfe die Fertigungsunternehmen leistungs- und zukunftsfähiger werden können. Wie lassen sich Maschinen schneller, Vision-Projekte effektiver und Details an Produkten umfassender und zuverlässiger sichtbar machen? Mit dem Beantworten dieser Fragen helfen die kompakten Weiterbildungsangebote, die Produktion zu verbessern, Anlagen sicherer und effektiver zu gestalten sowie Zeit und Kosten zu sparen. Die Veranstaltungen richten sich an einen breiten Kreis von Bildverarbeitungsanwendern: Endanwender, Systemhäuser und Maschinenbauer. „Die Vision Academy beteiligt sich an der Initiative Vision 4 Automation aus dem Wissen heraus“, so Ingmar Jahr, Leiter der Vision Academy Erfurt, „dass Bildverarbeitung die ideale Sensorik für die Automatisierung ist. Bildverarbeitung und Automation sind ein ‚Dream-Team‘, das zurzeit dabei ist, sich zu finden.“ Die Vision Academy wird in Zusammenarbeit mit der Vision Academy Erfurt initiiert.

Automatisierung ist allgegenwärtig

Ergänzend zur Vision 4 Automation Tour wird es erstmals im Rahmen der bewährten Industrial Vision Days ein Themencluster geben, das sich speziell der „Bildverarbeitung für die Automatisierung“ widmet. Die klassische Bildverarbeitung wandelt sich vom reinen Inspektionssystem zum Produktionsoptimierer. Was sie in einem sich wandelnden Umfeld – Stichwort: Big Data und Industrie 4.0 – heute zusätzlich leisten kann, das zeigen konkrete Anwendungsbeispiele im Rahmen der Industrial Vision Days, die vom VDMA, Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung, organisiert werden.

Im Sonderbereich „Integration Area“ der Halle 1 präsentieren sich fast 40 Lösungsanbieter und Integratoren. Den richtigen Partner zu finden und Kontakte zu knüpfen, fällt so manchen Messebesuchern schwer. Deshalb gibt dieses Jahr das Inspect Application Forum sein Debüt. Mit spannenden Vorträgen baut es eine Brücke zwischen Endanwendern und Integratoren sowie Lösungsanbietern und fördert so die Kontaktaufnahme. Unter anderem stehen Bildverarbeitungslösungen für die Fertigungsautomatisierung im Rampenlicht und unterstützen die Initiative Vision 4 Automation. So wird etwa Dirk Zinnaecker, Managing Director von NeuroCheck, über die Anforderungen von Multikamera-Bildverarbeitungssystemen in einer vernetzten Fertigung am Beispiel einer modernen Getriebe- oder Motormontage referieren. Und Produkt-Manager Massimo Castelletti von Opto Engineering spricht über innovative optische Lösungen für die 100-Prozent-Kontrolle im Fertigungsprozess von Glasgefäßen für die Pharmaindustrie.

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