Intelligente Kamera Bildverarbeitung sorgt für Sicherheit im Frachthafen

Redakteur: Ines Stotz

Im internationalen Wettbewerb verlangen Kunden nach einer schnellen, kostengünstigen und zuverlässigen Frachtverladung. Deshalb automatisieren Hafenbetreiber zunehmend die Prozesse der Containerabwicklung und investieren in moderne Anlagen für das Beladen und Entladen von Schiffen. Ein Stabilisierungssystem – das auf Bildverarbeitung basiert – sorgt für Sicherheit auf der Containerbrücke.

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Auf Containerbrücken müssen die Schwingbewegungen der Ladung kontrollieren werden – Bildverarbeitung von Matrox Imaging hilft.
Auf Containerbrücken müssen die Schwingbewegungen der Ladung kontrollieren werden – Bildverarbeitung von Matrox Imaging hilft.
(Bilder: Matrox Imaging)

Solch eine Brücke ist eine der wichtigsten Investitionen in einem Frachthafen. Sie dient zur Umladung von Schiffsladungen auf die Bodentransportmittel – eine kostenintensive, zeitraubende und potenziell gefährliche Arbeit. Auf ihr wird die Nutzlast an einen Rollwagen gehängt, der sich entlang eines horizontalen Trägers (Brücke) bewegt. Eine Traverse hält den Container fest, während er sich vom Schiff zum an Land bereitstehenden Transportmittel bewegt.

Um den Transfer von Frachtcontainern zu beschleunigen und sicherer zu machen, verlangen immer mehr Hafenbetreiber, die Brücken mit automatisierten Sensor- und Kontrollsystemen auszustatten. So lassen sich die Schwingbewegungen der Ladung kontrollieren. Zudem wird sichergestellt, dass die Containertraverse richtig positioniert ist.

Das automatisierte Stabilisierungssystem gewährleistet dabei, dass der Kranführer nicht alleine für die Kontrolle unerwünschter Bewegungen der Fracht verantwortlich ist. Dies verringert die Unfallgefahr durch Kranführer-Fehler, wozu auch verzögerte und/oder übertrieben starke Reaktionen auf Schwingbewegungen zählen. Denn letzteres kann die Nutzlast in gefährliche unkontrollierte Schwingungen versetzen.

Intelligente Bildverarbeitung sorgt für die Stabilisierung

Die MicroView & LingZhi Image Tech Corporation (MVLZ) mit Sitz in Peking (China) hat ein automatisches, auf Bildverarbeitung (BV) basiertes, Stabilisierungssystem entwickelt. Zum Brückenkran gehören neben dem BV-System auch ein Glasfaser-Kommunikationslink, ein SPS-basierendes Rückkoppelungs-Kontrollsystem sowie ein elektronisches Kontrollsystem.

Die Bildverarbeitungstechnik wiederum basiert auf einer Matrox Iris Smart-Kamera, einer 12mm-Linse mit Nahinfrarot-Passfilter, speziellen Nahinfrarot-Lichtern und der Verkabelung.

Die intelligente Kamera ist auf dem Rollwagen montiert, während die Lichtquellen an der Containertraverse als Marker dienen. Die Kamera nimmt kontinuierlich Bilder der Marker auf und berechnet in Echtzeit den Mittelpunkt von zwei Markern. Diese Information wird über einen RS232-Link übertragen, der zu einem Glasfaserlink (und anschließend wieder zu einem RS232-Link) wird, um eine zuverlässige Abdeckung der langen Distanz zwischen der Smart-Kamera und der SPS zu gewährleisten. Damit lässt sich die Position des Mittelpunktes konstant an die Steuerung übertragen, die dem elektronischen Kontrollsystem Anweisungen gibt. Das Kontrollsystem wiederum reguliert die Bewegungen des Rollwagens, um so die Schwingbewegungen des Containers zu verringern.

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