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VDMA Bildverarbeitung verzeichnet Wachstumsschub von mindestens 10 Prozent

| Redakteur: Sariana Kunze

„Die Bildverarbeitungsindustrie in Deutschland wird 2014 um mindestens zehn Prozent wachsen und somit ihren prognostizierten Branchenumsatz in Höhe von rund 1,8 Mrd. Euro noch toppen. Für 2015 erwarten wir trotz der weltweiten Unsicherheiten ein weiteres Umsatzwachstum im einstelligen Bereich“, sagte Dr. Olaf Munkelt, Vorsitzender von VDMA Industrielle Bildverarbeitung, anlässlich des Vision Presselunches in Stuttgart.

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v.l. Dr. Olaf Munkelt, Vorsitzender VDMA Industrielle Bildverarbeitung und Geschäftsführer MVTec Software, Dr. Dietmar Ley, Vorstandsvorsitzender von Basler, und Dr. Heiko Frohn, Geschäftsführer Vitronic.
v.l. Dr. Olaf Munkelt, Vorsitzender VDMA Industrielle Bildverarbeitung und Geschäftsführer MVTec Software, Dr. Dietmar Ley, Vorstandsvorsitzender von Basler, und Dr. Heiko Frohn, Geschäftsführer Vitronic.
(Kunze/elektrotechnik)

Der aktuelle monatliche VDMA-Auftragseingangs-Index für die Industrielle Bildverarbeitung zeigt, dass der Branchenumsatz weiter wachsen wird. Der Auftragseingang aus dem Inland legte in den letzten Monaten kräftig zu. Starke Impulse kommen zudem aus dem Ausland, insbesondere aus Asien und den USA. „Weltweit sehen wir einen großen Bedarf an Automatisierungslösungen und davon profitiert auch die Bildverarbeitung. Qualitätsprüfung im Fertigungstakt, Vollständigkeitsprüfung schon im Produktionsablauf, Prozesssicherheit in der Produktion – ohne Bildverarbeitung wären die steigenden Anforderungen in einer modernen Produktion schwer zu meistern“, sagte Olaf Munkelt.

Impressionen von der Vision 2014
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China ist der Wachstumstreiber

China ist der im Moment dynamischste Wachstumsmarkt für Industrielle Bildverarbeitung aus Deutschland. Mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 wachsen die Exporte nach China Jahr für Jahr überdurchschnittlich. Seit 2008 hat sich der Umsatz vervierfacht. 2013 erhöhte er sich um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Anteil von nunmehr zehn Prozent am Gesamtumsatz, findet nur noch in Nordamerika mehr Industrielle Bildverarbeitung aus Deutschland Absatz. Eine gute Indikation für den Automatisierungsgrad und die weitere Entwicklung auch des Umsatzes von Industrieller Bildverarbeitung bieten die Absatzzahlen von Industrierobotern. Gemäß der International Federation of Robotics (IFR) könnte in China zwischen 2015 und 2017 ein durchschnittliches Jahreswachstum von 25 Prozent auf ca. 100.000 Einheitenerreicht werden. Bis 2017 werden in chinesischen Firmen über 400.000 Industrieroboter installiert sein – eine Vielzahl davon wird mit „Robot Vision - Made in Europe“ ausgestattet sein.

Bildverarbeiter sind bereit für die vernetzte Produktion

Schon bevor der Begriff Industrie 4.0 aufkam, beschäftigte sich die Industrielle Bildverarbeitung mit Themen, die eine zunehmend vernetzte Produktion mit sich bringt. Die Bildverarbeitung wandelt sich immer mehr vom reinen Inspektionssystem zum Produktionsoptimierer und nimmt als „Embedded Vision“ eine Schlüsselrolle in der Produktion ein. Schon heute sind Produktion und Bildverarbeitung eng verzahnt. Bildverarbeitungssysteme sammeln Daten, interpretieren und werten diese aus. Durch entsprechende Auslegung und Aufbereitung können sie frühzeitig Trends und mögliche Fehlerquellen im Produktionsprozess erkennen. Die Einsatzmöglichkeiten von Bildverarbeitungssystemen nehmen zukünftig noch zu durch hohe Verfügbarkeit von Komponenten, standardisierte Schnittstellen, schnellere Rechnerleistungen bis hin zu Verlagerung von Systemkomponenten in die Cloud. Und auch außerhalb der Produktion spielen Embedded Vision Systeme eine immer größere Rolle. Ob in der Medizintechnik, in der Agrarindustrie oder in der Logistik: hier sind leistungsangepasste Systeme mit einem oftmals kleinen Formfaktor gefragt, die klassische Anwendungen der Bildverarbeitung wie Identifikation passgenau implementieren.

Auch außerhalb der Fabrik erfolgreich

Die Entwicklung der Industriellen Bildverarbeitung geht weiter. Die VDMA Marktbefragung reicht zurück bis 1995 und ein Vergleich wichtiger Kenngrößen von damals und heute verdeutlicht, wie schnell es der Bildverarbeitungstechnologie gelungen ist, sich in den unterschiedlichsten Einsatzfeldern durchzusetzen: Der Branchenumsatz von 230 Mio. Euro im Jahr 1995 stieg bis 2013 um mehr als das sechsfache auf 1,6 Mrd. Euro. Im selben Zeitraum stieg die durchschnittliche Unternehmensgröße von zehn Mitarbeitern auf fast 50 an. Im Jahr 2013 erhöhte die deutsche Bildverarbeitungsindustrie ihre Beschäftigtenzahl um neun Prozent auf nahezu 8.100. Der Exportanteil betrug im Jahr 2013 58 Prozent. Die Industrielle Bildverarbeitung erobert viele weitere Anwendungen, innerhalb und außerhalb der Fabriken. Verbesserte Qualität, höhere Zuverlässigkeit, mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sind Eigenschaften, die in den nichtindustriellen Einsatzfeldern ebenso gefragt sind, wie in der industriellen Fertigung. Der Umsatz im nicht-industriellen Einsatz wuchs 2013 um 25 Prozent. Der Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich damit auf knapp 29 Prozent. Intelligente Verkehrssysteme verzeichneten den größten Anteil am Gesamtumsatz, gefolgt von Medizintechnik, Logistik und Postsortierung sowie Sicherheit und Überwachung. Zunehmende Standardisierung, einfachere Anwendbarkeit, steigende Leistungsfähigkeit und Miniaturisierung wirken weiterhin als Wachstumstreiber.

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