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VDMA Robotik + Automation Bildverarbeitungsbranche erwartet 2014 zwölf Prozent mehr Umsatz

| Redakteur: Ines Stotz

Die industrielle Bildverarbeitung übertrifft mit ihrem starken Wachstum alle Erwartungen und prognostiziert weiter steigenden Umsatz. Auch speziell die deutsche Bildverarbeitungsindustrie erreichte im vergangenen Jahr einen, vor allem exportgetriebenen, Rekordumsatz von 1,6 Mrd. Euro.

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Teil einer vollintegrierten Produktionslinie zur Herstellung von Li-Ion Batterien im Bereich Elektromobilität bei Manz. Seit Gründung des Unternehmens 1987 ist Machine Vision Bestandteil seiner Maschinen und Anlagen.
Teil einer vollintegrierten Produktionslinie zur Herstellung von Li-Ion Batterien im Bereich Elektromobilität bei Manz. Seit Gründung des Unternehmens 1987 ist Machine Vision Bestandteil seiner Maschinen und Anlagen.
(Bild: Messe Stuttgart)

„Die europäische Branche der Industriellen Bildverarbeitung ist in hervorragender Verfassung. Laut einer aktuellen Marktbefragung des VDMA stieg der Umsatz in diesem Sektor 2013 mit fast zehn Prozent stärker als anfangs erwartet. Für 2014 gehen wir von einem weiteren Wachstum von zwölf Prozent aus. Dies sind sehr erfreuliche Nachrichten für unsere Branche” erklärte Donato Montanari, Vorstandsmitglied der VDMA Industrielle Bildverarbeitung und Geschäftsführer der Geschäftseinheit Industrielle Bildverarbeitung bei Datalogic Automation, anlässlich der VISION-Pressekonferenz in Reutlingen.

Starke Nachfrage nach industriellen und nicht-industriellen Anwendungen

Die europäischen Hersteller von Bildverarbeitung haben von der starken Nachfrage sowohl im industriellen als auch im nicht-industriellen Umfeld profitiert. Nicht-industrielle Anwendungen verzeichneten mit 19 Prozent den größten Wachstumssprung und setzten damit auch 2013 den Trend der vergangenen Jahre fort. Dabei ging der größte Impuls von den intelligenten Verkehrssystemen und der Medizintechnik aus.

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„Die Vielseitigkeit der Industriellen Bildverarbeitung bei Problemlösungen in allen Lebensbereichen wirkt als Wachstumstreiber. Ständig werden neue Anwendungen entwickelt und bringen eine starke Nachfrage mit sich”, sagte Montari. „Der Löwenanteil unserer Branche wird jedoch immer noch in der Industrieproduktion generiert. Mit einem Anstieg von sechs Prozent hat sich dieser Bereich 2013 ebenfalls dynamisch entwickelt.”

Zurzeit sehen viele europäische Länder und die USA eine Renaissance der industriellen Produktion, die in den kommenden Jahren eine beständige Nachfrage nach Industriellen Bildverarbeitungsprodukten mit sich bringt. In den Schwellenländern wird die dynamische Entwicklung im Produktionssektor die Nachfrage ebenfalls befeuern.

Die Automobilindustrie war 2013 mit einem Anteil von 22 Prozent am Gesamtumsatz der größte Kunde für Industrielle Bildverarbeitung gefolgt von der Elektronikbranche und die Elektroindustrie einschließlich Halbleiter (14 Prozent) und der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie (sechs Prozent).

Bildverarbeitung in Deutschland - Rekordumsatz

Die deutsche Bildverarbeitungsindustrie steigerte 2013 ihren Umsatz um acht Prozent auf eine Rekordsumme von 1,6 Mrd. Euro.

Die Wachstumsimpulse kamen hauptsächlich aus dem Export: Während Inlandsumsätze stagnierten, wuchsen die Exporte aus Deutschland 2013 um 15 Prozent. Der Exportanteil stieg von 55 Prozent auf ein Allzeithoch von 58 Prozent. Dieses starke Wachstum führte 2013 zu einem Anstieg der Beschäftigungszahlen von neun Prozent.

Aufgrund der guten Auftragseingänge in den ersten fünf Monaten des Jahres wird für die deutschen Bildverarbeitungsanbieter im Jahr 2014 ein Umsatzanstieg von zehn Prozent erwartet, der den Branchenumsatz auf nahezu 1,8 Mrd. Euro ansteigen lassen wird.

Dynamischer Markt Asien

Die in der Marktbefragung erfassten europäischen Firmen der Industriellen Bildverarbeitung erzielten 2013 mit einem Plus von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ihre stärkste Wachstumsrate in Asien. China machte dabei neun Prozent des europäischen Gesamtumsatzes für Industrielle Bildverarbeitung aus. „Über ein Fünftel des europäischen Bildverarbeitungsgeschäfts findet in Asien statt. Dies belegt die strategische Bedeutung dieser dynamischen Region für europäische Lieferanten von Industrieller Bildverarbeitung. Wir gehen von einem weiteren schnellem Wachstum dieser Marktanteile aus” so Montanari.

Nordamerikanischer Markt wächst

Während die inländische Nachfrage nach europäischer Bildverarbeitung 2013 um vergleichsweise bescheidene vier Prozent stieg, kauften nordamerikanische Kunden fast 13 Prozent mehr Bildverarbeitungstechnologie von europäischen Anbietern. Die Erholung in Europa ist spürbar, aber wesentlich langsamer als in den USA, wo zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beträchtliche Summen in die Modernisierung von Produktionsanlagen investiert werden mit dem Ziel, Fertigungsbereiche „zurückzuholen”, die zuvor in Niedriglohnregionen ausgelagert worden waren.

Zweistellige Wachstumsraten bei Systemen, einstelliges Wachstum bei Komponenten

2013 wuchs der Bereich Industrieller Bildverarbeitungssysteme schneller als der Komponentenbereich.

Die europäischen Hersteller applikationsspezifischer und konfigurierbarer Systeme steigerten ihren Umsatz um zwölf Prozent und erzielten ein Umsatzvolumen von 436 Mio. Euro.

Hersteller von Kompaktsystemen, wie z.B. intelligente Kameras und Vision Sensoren steigerten ihr Umsatzvolumen um 20 Prozent; die verzeichneten Umsätze lagen leicht über 100 Mio. Euro.

Andererseits wuchs der Bereich der europäischen Bildverarbeitungskomponenten nur um sechs Prozent.

Kameras, die größte Produktkategorie in dieser Gruppe, steigerten ihren Umsatz um acht Prozent.

Den höchsten Umsatz innerhalb der Komponenten verzeichnete die Kategorie Framegrabber: Die europäischen Anbieter steigerten ihr Geschäft um fast neun Prozent und unterstrichen damit die bestehende Nachfrage nach Framegrabbern für schnelle und High-end Anwendungen.

Trends

Die Marktbefragung von VDMA Industrielle Bildverarbeitung zeichnet regelmäßig die neuesten Trends der Branche auf. Weltweit gewinnt die Automationstechnologie an Schwung.

In Asien, vor allem in China, wächst die Nachfrage nach Bildverarbeitung zur Qualitätssicherung für immer höher entwickelte Produkte, besonders im Elektronikbereich.

Die Nachfrage nach nicht-industriellen Anwendungen, allen voran im Bereich Intelligente Verkehrssysteme, Logistik, Medizintechnik und Sicherheit, wird stärker wachsen als die im Fertigungssektor.

Der Landwirtschaftsbereich, z.B. der Präzisionsackerbau, birgt ebenfalls hohes Potential.

Die Automobilindustrie bleibt in absehbarer Zukunft der wichtigste Kunde für Bildverarbeitung.

3D-Anwendungen und die damit verknüpfte Weiterentwicklung neuer Technologien mit vereinfachter Anwendbarkeit gewinnen weiterhin an Bedeutung.

Durch die zunehmende Verfügbarkeit von Standards und intuitiven Nutzerschnittstellen gewinnt auch der Bedienkomfort der Bildverarbeitung.

VISION 2014

Als ideell-fachlicher Träger der VISION steht die VDMA Industrielle Bildverarbeitung als Partner vor Ort zur Verfügung und organisiert die dreitägige Präsentationsreihe „Industrial VISION Days” – ein Expertenforum, das für Fachbesucher großes Angebot an technik- und anwendungsbezogenen Bildverarbeitungsthemen bereithält, die im Jahr 2014 um eine breite Auswahl an Themengebieten erweitert wurde. VDMA Industrielle Bildverarbeitung freut sich auf eine rekordverdächtige VISION 2014.

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