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KWK-Anlagen Biomethan sichert die Stromversorgung

| Redakteur: Carina Schipper

Eine einzige Kuh scheidet am Tag etwa 80 l Gülle aus. Ein Biogaskraftwerk gewinnt daraus etwa 8,3 KWh Energie. Damit ließe sich ein kleiner Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.000 KWh versorgen. KWK-Anlagen, die Biomethan nutzen, können laut der Deutschen Energieagentur (Dena) dazu beitragen, die schwankenden Stromeinspeisungen aus Wind- und Sonnenkraftwerken ergänzen.

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Aktuell leben in Deutschland 12,65 Millionen Rinder. Aus der Gülle beispielsweise lässt sich Biomethan herstellen.
Aktuell leben in Deutschland 12,65 Millionen Rinder. Aus der Gülle beispielsweise lässt sich Biomethan herstellen.
(Bild: SuSanA Secretariart, CC BY 2.0, flickr.com)

Dies ist eines der Ergebnisse, zu dem die von der Dena koordinierte Biogaspartnerschaft, eine Plattform von rund 60 Unternehmen der Biogasbranche, im Zuge ihres kürzlich abgeschlossenen Dialogprozesses „Zukunft Biomethan“ gekommen ist. „Der Energieträger Biomethan lässt sich speichern und steuern. Somit ermöglicht die Energieerzeugung aus Biomethan eine zuverlässige Stromversorgung rund um die Uhr. Der Einsatz von Biomethan in KWK-Anlagen ist deshalb eine wichtige Stellschraube für den Erfolg der Energiewende“, erläutert Oliver Frank, Bereichsleiter für Erneuerbare Energien und energieeffiziente Mobilität bei der Dena.

Vorteile von KWK und Biomethan verbinden

Für die in Kürze anstehende Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes fordern die Unternehmen der Biogaspartnerschaft, KWK-Anlagen durch die Einführung eines brennstoff- und technologieneutralen Zuschlags stärker zu fördern. So lassen sich die Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung, wie etwa eine hohe Effizienz bei der Energieausnutzung, mit den Vorteilen von Biomethan als erneuerbarer und speicherbarer Energieträger verschmelzen, heißt es aus Berlin.

Marktpotenziale von Biomethan noch nicht ausgeschöpft

Biomethan findet in verschiedenen Bereichen Anwendung: Es ersetzt beispielsweise fossile Rohstoffe in der chemischen Industrie oder dient als Kraftstoffantrieb für Autos sowie in der direkten Wärmeanwendung. Die Entwicklung dieser Märkte steht laut Dena allerdings noch am Anfang. „Bis diese Absatzmärkte voll entwickelt sind, können die Vorteile von Biomethan am besten mit KWK-Anlagen ausgeschöpft werden. Gleichzeitig kann Deutschland so sein international gefragtes Know-how im Anlagenbau weiter einsetzen und im Ausland neue Märkte erschließen“, sagt Oliver Frank.

Die Dena hat die Ergebnisse des Dialogprozesses „Zukunft Biomethan“ in einer Broschüre zusammengefasst. Sie steht im Online-Shop unter www.shop.dena.de kostenfrei zur Verfügung.

Bild: SuSanA Secretariart, CC BY 2.0, flickr.com

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