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Infrastruktur-Technologie

Blockchain: Enormes Potenzial liegt im IoT

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Blockchains – nur ein kurzer Hype oder könnte diese Technologie tatsächlich vieles ändern? Und in welcher Weise?

Prof. Dr. Nils Urbach: Die Blockchain-Technologie erlebt derzeit unbestritten einen Hype. Ich bin aber nicht der Meinung, dass es sich hierbei um einen Hype handelt, von dem wir bald gar nichts mehr hören werden. Vielmehr wird man – wie bei vielen anderen emergenten Technologien auch – sich zunehmend sachlicher damit auseinandersetzen und neben den Chancen auch die Limitationen betrachten. Dies passiert übrigens in der Wissenschaft bereits sehr fundiert und objektiv. Entsprechend mag es sein, dass sich auch die Euphorie um Blockchain in naher Zukunft etwas abkühlen wird. Das halte ich aber eher für eine positive Entwicklung, denn die technologische Entwicklung wird weitergehen. Und schon bald wird auch Blockchain mit zunehmender Reife auf einen produktiven Pfad kommen und Einzug in einige (wenn sicherlich auch nicht in alle) der bereits heute diskutierten Anwendungsfelder erhalten.

Welcher Aspekt ist Ihnen im Zusammenhang der Blockhain-Technologie für industrielle Anwendungen noch wichtig?

Prof. Dr. Nils Urbach: Bei der Konzeption und Umsetzung von Blockchain-Systemen liegt die größte Herausforderung häufig nicht in der Entwicklung sicherer und umfangreicher Smart Contracts, sondern vielmehr in der Gewährleistung, dass ausschließlich korrekte „externe“ Daten in die Blockchain geschrieben werden.

In anderen Worten: Die größte Herausforderung liegt im Übergang von der realen in die digitale Welt. So gilt es sicherzustellen, dass beispielsweise ein Sensor, der Daten in die Blockchain schreibt, unverfälschte Werte liefert. Hierzu gibt es bereits unterschiedliche Ansätze, wie die Nutzung mehrerer Sensoren und Plausibilisierung über verschiedene Kennzahlen. Dennoch scheint hier noch nicht die Ideallösung gefunden, weshalb auch wir in der Forschung hier sehr aktiv sind.

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Über den Autor

 Karin Pfeiffer

Karin Pfeiffer

Journalistin