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BSH Bosch und Siemens Haushaltsgeräte GmbH Bronze für die Waschmaschinenproduktion

| Redakteur: Carina Schipper

Die deutsche Energie-Agentur (Dena) zeichnet jedes Jahr auf ihrem Kongress in Berlin drei Unternehmen für ihr vorbildliches Handeln in Bezug auf Energieeffizienzsteigerung mit dem Energy Efficiency Award aus. Den dritten Platz belegte die BSH Bosch und Siemens Haushaltsgeräte GmbH für die Einführung ihres Ressourceneffizienzprogramms „Resource Efficiency 2015“.

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Der Haushaltsgerätehersteller spart mithilfe seines Energieeffizienzprogramms 13,7 Mio. Euro im Jahr.
Der Haushaltsgerätehersteller spart mithilfe seines Energieeffizienzprogramms 13,7 Mio. Euro im Jahr.
(Bild: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH)

Die Produkte von BSH kennen die meisten. Darunter finden sich eine Reihe großer Haushaltsgeräte wie unter anderem Kühlschränke, Waschmaschinen, Trockner, Spülmaschinen, Herde und Kochfelder. In 42 Fabriken weltweit beschäftigt das Unternehmen 50.000 Mitarbeiter. Die Jury ehrt die systematische Realisierung von über 1.300 Energieeffizienzmaßnahmen. Viele Prozesse und Querschnittstechnologien in 40 Fabriken und an 53 weiteren Standorten von BSH verbesserten sich im Hinblick auf den Verbrauch, so die Juroren, Dabei hatten sich die Münchner das Ziel gesetzt, ausgehend von Basisjahr 2010, ihren gesamten Ressourcenverbrauch bis zum Jahr 2015 um ein Viertel herunterzufahren. In den Fabriken des Unternehmens findet sich eine Vielzahl an unterschiedlichen und verschieden ausgeprägten Energieverbrauchern. Daher sah sich BSH gezwungen in der Umsetzung des Projekts nach einem System aus fünf einzelnen Schritten vorzugehen: 1.Erfassung und Analyse der Prozesse mit relevantem Energieverbrauch, 2. Pilotierung der Prozessoptimierung der energieintensiven Prozesse, 3. Erstellung von Leitfäden anhand der gewonnenen Erkenntnisse zur Optimierung der Prozesse, 4. Kampagnen zur Nutzung der Leitfäden mit Zielvorgaben zur Umsetzung an den einzelnen Standorten, und 5. Controllingsystem. BSH setzte in diesem Kontext beispielsweise folgende Energieeffizienzmaßnahmen um:

  • Bedarfsbedingte Abschaltung von Anlagen,
  • Senkung von Badtemperaturen,
  • Beleuchtungserneuerung (zum Beispiel die Umstellung von Halogen-Scheinwerfern auf LED-Strahler),
  • Modernisierung der Druckluftversorgung und Vermeidung von Leckagen sowie Absenken des Drucks,
  • Einbau einer Frequenzregelung bei Pumpen und Druckluftkompressoren,
  • Einbau energieeffizienter Fördertechnik für die Montagelinien und Prüfförderer,
  • Prozessoptimierung (etwa die Senkung der Temperaturen und Reduzierung der Luftleistungen in den Montagehallen.

Kennzahlen der betrieblichen Energieeffizienzmaßnahmen.
Kennzahlen der betrieblichen Energieeffizienzmaßnahmen.
(Bild: Deutsche Energie-Agentur GmbH)

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Mit „Resource Efficiency 2015“ erzielte die Firma eine Energieeinsparung von 17 %, das bedeutet eine Senkung des Verbrauchs um jährlich 157,8 Mio. kWh. Die Investitionskosten für das Projekt betrugen insgesamt 6,5 Mio. Euro, die Kapitalrendite liegt bei 210 % und zudem gelang es BSH den CO2 Ausstoß um die Menge von 61.770 t pro Jahr zu reduzieren.

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