Lithium-Ionen-Batterieindustrie Bund fördert Ausbildungszentrum für Batterie-Fachkräfte

Von Dipl.-Ing. Dorothee Quitter 2 min Lesedauer

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Ab 2026 sollen in Itzehoe pro Jahr bis zu 900 Batterie-Fachkräfte qualifiziert werden. Den Aufbau eines Qualifikationszentrums unterstützt der Bund mit gut 20 Millionen Euro. Die Aus- und Weiterbildungsinitiative wird von den Batterieherstellern Northvolt und Customcells, dem Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT), dem Branchennetzwerk Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) und der Heinze Akademie umgesetzt.

Übergabe des Förderbescheids vom BMWK an die fünfköpfige Konsortial-Gruppe: v.l. Geschäftsführer des Branchennetzwerks EEHH Jan Rispens, Geschäftsführender Gesellschafter der Heinze Akademie Jan Heinze, CEO von Northvolt Germany Christofer Haux, Institutleiter des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie (ISIT) Prof. Holger Kapels, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck und CEO von CustomCells Dirk Abendroth.(Bild:  Customcells)
Übergabe des Förderbescheids vom BMWK an die fünfköpfige Konsortial-Gruppe: v.l. Geschäftsführer des Branchennetzwerks EEHH Jan Rispens, Geschäftsführender Gesellschafter der Heinze Akademie Jan Heinze, CEO von Northvolt Germany Christofer Haux, Institutleiter des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie (ISIT) Prof. Holger Kapels, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck und CEO von CustomCells Dirk Abendroth.
(Bild: Customcells)

Nach Schätzungen der Bundesregierung entstehen allein in Deutschland in den kommenden Jahren mehr als 10.000 Arbeitsplätze in der Batterieproduktion, -verwendung sowie im -recycling. Anlässlich der geplanten Ansiedlung der Northvolt-Batteriezell-Fabrik in Heide im Jahr 2026 und der Expansionspläne von Customcells – Batterie-Premiumhersteller für die Auto- und Luftfahrt-Industrie aus Itzehoe – benötigt allein der Standort im Bundesland Schleswig-Holstein bis 2030 mehrere tausend Arbeitskräfte in diesem Bereich.

Die Kompetenz-Gruppe QuW-LIB (Qualifikation und Weiterbildung von Fachkräften entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltiger Lithium-Ionen-Batterien) aus der Metropolregion Hamburg hat nun vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einen Förderbescheid für Berufsbilder einer grünen und elektrifizierten Zukunft in Höhe von 20.101.480,65 Euro erhalten. Das Konsortium analysiert einer Mitteilung zufolge den Fachkräftebedarf der Batterieindustrie und entwirft passgenaue Qualifikationsprofile und Qualifizierungskonzepte. Vor allem die fortschreitende Digitalisierung, Nachhaltigkeit und der Einzug von Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) in die Produktion erfordern einen ganzheitlichen Ansatz in der Aus- und Weiterbildung, heißt es.

Produktionswertschöpfungskette soll abgebildet werden

Konkret soll in den nächsten eineinhalb Jahren am Standort des Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) ein Kompetenzzentrum mit einer Lernstraße entstehen, die alle Prozessschritte der Produktionswertschöpfungskette vermittelt. Pro Jahr könnten dort dann ab 2026 jährlich 600 bis 900 Fachkräfte auf verschiedenen Niveau-Stufen des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) weitergebildet werden - von Angeboten auf dem Level von gewerblich-technischen Ausbildungen, bis hin zu fachlicher Expertise auf akademischem Niveau.

Die geförderte Aus- und Weiterbildungsinitiative besteht aus fünf Konsortialpartnern: dem Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT, den beiden Batterieherstellern Northvolt Germany GmbH und die Customcells Gruppe, dem Branchennetzwerk Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) als Netzwerkbildner und der Heinze Akademie als Bildungs- und Digitalisierungsinnovator. Träger des Projektes ist die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH mit Sitz in Berlin.

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