Berufliche Ausbildung

Bundespräsident Steinmeier bei Lapp

| Redakteur: Sandra Häuslein

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (hintere Reihe, 7. v.l.) und seine Frau Elke Büdenbender (daneben) informierten sich bei Lapp über die berufliche Ausbildung.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (hintere Reihe, 7. v.l.) und seine Frau Elke Büdenbender (daneben) informierten sich bei Lapp über die berufliche Ausbildung. (Bild: Wolfram Scheible/Lapp)

Im Rahmen der Themenwoche der beruflichen Bildung erhielt der Kabelspezialist Lapp hohen Besuch. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender erkundigten sich nach Qualität und Perspektiven der beruflichen Bildung. Lapp kann dazu einiges vorweisen.

Am Nachmittag des 19. April 2018 haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender das Stuttgarter Familienunternehmen Lapp besucht, um sich über die Praxis und die Herausforderungen der betrieblichen Ausbildung zu informieren. Anlass war die Themenwoche der beruflichen Bildung vom 16. bis 20. April, für die das Paar die Schirmherrschaft übernommen hat. In diesem Zusammenhang besichtigen sie zahlreiche Einrichtungen in ganz Deutschland, um Einblicke in Qualität und Perspektiven der beruflichen Bildung zu nehmen. Der Delegation wohnten auch die Landesministerin für Kultus, Jugend und Sport, Susanne Eisenmann, sowie der Hauptgeschäftsführer Arbeitgeber Baden-Württemberg, Peer-Michael Dick, bei.

„Ein Zeichen der Wertschätzung“

„Für uns ist der Besuch ein Zeichen der Wertschätzung für das enorme Engagement, das wir im Bereich der Ausbildung an den Tag legen. Umso mehr freut es mich, dass der Bundespräsident und seine Frau als einziges Unternehmen heute Lapp besuchen“, erklärt Andreas Lapp, Vorstandsvorsitzender der Lapp Holding AG.

Bei dem Besuch tauschten sich die VIP-Besucher mit Auszubildenden, Ausbildungsverantwortlichen und Mitarbeitern, die nach der Ausbildung zu Führungskräften aufgestiegen sind, aus. Themen waren:

  • Wie Lapp Auszubildende gewinnt,
  • wie sie das Familienunternehmen während und nach der Ausbildung einbindet,
  • was die besonderen Herausforderungen sind und
  • wie die Ausbildung der Zukunft aus Sicht der Azubis und des Unternehmens aussehen soll.

Zudem fand ein Fachgespräch mit Mitgliedern der Unternehmerfamilie Lapp, Personalverantwortlichen und einigen Auszubildenden sowie den Delegationsteilnehmern statt.

Qualifiziert ausgebildete Mitarbeiter für das eigene Unternehmen

„Als Familienunternehmen nehmen wir gesellschaftliche Verantwortung besonders ernst. Wir wollen jungen Menschen gute Zukunftsperspektiven bieten. Eine qualifizierte Ausbildung ist der Grundstock dafür. Wir bilden hauptsächlich für den Eigenbedarf aus, denn mit gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeitern sichern wir unsere Leistungskompetenz und damit den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens“, erklärte Matthias Lapp, CEO für die Region Europa, Afrika, Mittlerer Osten und Südamerika. Hilmar Döring, Vorstand für Personal und Organisationsentwicklung betonte: „Eine gute Ausbildung ist nur der erste Schritt. Wir wollen den jungen Menschen Perspektiven aufzeigen. Deshalb wollen wir unser Unternehmen zu einer lernenden Organisation machen, in der lebenslanges Lernen der Mitarbeiter und die ständige systematische Weiterentwicklung der Organisation miteinander verbunden werden.“

Brücke zwischen Bildungssystem und Arbeitsmarkt

Und Kultusministerin Susanne Eisenmann sagte: „Die berufliche Bildung ist entscheidend für die Fachkräftegewinnung im Land. Unseren mittelständischen Unternehmen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Sie sind Lernort und Brücke zur Arbeitswelt zugleich. Gerade diese enge Verbindung zwischen Bildungssystem und Arbeitsmarkt leistet einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke unseres Landes.“ Wie wichtig eine gute Ausbildung ist, betonte auch Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber Baden-Württemberg: „An der Qualität und der Quantität des Fachkräftenachwuchses entscheiden sich in der Zukunft ganz wesentlich Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit unseres Gesellschaftssystems. Die Arbeitgeberverbände und ihre Mitgliedsunternehmen leisten dabei mit ihrem Engagement und ihren Bildungsinitiativen einen wichtigen Beitrag."

Über 90 % der Auszubildenden übernommen

Aktuell werden bei Lapp am Standort Stuttgart 65 junge Männer und Frauen ausgebildet. Beim Gespräch mit dem Bundesprädienten dabei war beispielsweise Tedros Gebru, der 2011 aus Eritrea nach Deutschland gekommen ist und 2017 seine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer abgeschlossen hat: „Ich fand es super, dass sich so ein hochrangiger Politiker auch für die Jugend interessiert. Eine gute Ausbildung verbessert unsere Perspektiven für die Zukunft. Und ich bin sehr froh, dass ich bei Lapp so viele Möglichkeiten habe.“ In den vergangenen Jahren konnten über 90 Prozent der Auszubildenden übernommen werden.

Bei Lapp können elf Ausbildungsberufe erlernt werden:

  • Kaufmännische Berufe, wie Industriekaufmann/frau oder Fachkraft für Lagerlogistik (m/w),
  • duale Studiengänge wie BWL-Dienstleistungsmanagement-Logistikmanagement oder Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Elektrotechnik sowie
  • gewerblich-technische Berufe wie Maschinen- und Anlagenführer/in oder Mechatroniker/in.
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