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International Federation of Robotics (IFR) Chinesen im Roboter-Kaufrausch

| Redakteur: Sariana Kunze

Bis 2019 sollen mehr als 1,4 Mio. neue Industrie-Roboter in den Fabriken rund um den Globus installiert - so die jüngste Prognose des Weltbranchenverbands International Federation of Robotics (IFR). Dabei nimmt die Europäische Union einen weltweiten Spitzenplatz ein: 65 Prozent der Länder mit einer überdurchschnittlichen Anzahl von Industrie-Robotern pro 10.000 Arbeitnehmer stammen aus der EU. Die stärksten Wachstumsimpulse für die Roboter-Branche kommen jedoch aus China.

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Der Weltbranchenverbands International Federation of Robotics (IFR) prognostiziert: Bis 2019 werden mehr als 1,4 Mio. neue Industrie-Roboter in den Fabriken rund um den Globus installiert.
Der Weltbranchenverbands International Federation of Robotics (IFR) prognostiziert: Bis 2019 werden mehr als 1,4 Mio. neue Industrie-Roboter in den Fabriken rund um den Globus installiert.
(Bild: Fanuc)

„Die Automation ist zentraler Wettbewerbsfaktor für die klassisch produzierenden Konzerne, zunehmend aber auch für kleinere und mittlere Firmen rund um den Globus“, sagt Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics. Die Zahl der weltweit eingesetzten Industrie-Roboter wird bis 2019 auf rund 2,6 Mio. Einheiten steigen. Das sind rund eine Mio. Einheiten mehr als im Rekordjahr 2015. Aufgeschlüsselt nach Branchen arbeiten derzeit rund 70 Prozent der Industrie-Roboter in den Segmenten Automobil, Elektro/Elektronik und Metall. 2015 legte die Zahl der operativen Einheiten in der Elektronikindustrie mit einem Plus von 18 Prozent am stärksten zu. Die Metallindustrie verzeichnete ein Plus von 16 Prozent und der Automobilsektor wuchs um zehn Prozent.

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EU bleibt stärkster Absatzmarkt, aber China holt auf

Die stärksten Wachstumszahlen in Europa schreiben die Staaten in Zentral- und Osteuropa –das Verkaufsplus lag 2015 bei 25 Prozent. Auch 2016 wird wieder mit einem ähnlich starken Wachstum gerechnet (+29 Prozent). Der positive Trend dürfte sich weiter fortsetzen. Das durchschnittliche Wachstum wird sich bei 14 Prozent pro Jahr einpendeln (2017-2019). Die größten Aufsteiger bei der Installation von Industrie-Robotern sind Tschechien und Polen. Von 2010 bis 2015 stieg die Zahl der neu installierten Industrie-Roboter in Tschechien um 40 Prozent (Compound Annual Growth Rate) und in Polen um 26 Prozent (CAGR). Die Staaten der Europäischen Union sind im globalen Vergleich insgesamt in der Automation besonders hoch entwickelt. Das wird beispielsweise an der Roboterdichte in der Automobil-Industrie deutlich. Unter den Top-10-Nationen mit den meisten Industrie-Robotern pro 10.000 Arbeitnehmer gehört jedes zweite Land der Europäischen Union an. Die stark entwickelte Automation in Westeuropa zeigt sich zudem im gesamten produzierenden Gewerbe. Von den 22 Staaten mit einer überdurchschnittlichen Roboterdichte gehören 14 zur EU. Dabei liegt die Roboterdichte in den großen westeuropäischen Volkswirtschaften aktuell noch deutlich vor Aufsteiger China. Am größten ist der Abstand dabei zu Deutschland (301 vs. 49 Einheiten) – am kleinsten zu Großbritannien (71 vs. 49 Einheiten).

China will zur Top-Industrienation aufsteigen

Mit dem nationalen Zehn-Jahres-Plan „Made-in-China 2025“ ist das Reich der Mitte angetreten, innerhalb weniger Jahre zu den technologischen Top-Industrienationen aufzusteigen. Um das von Peking gesteckte Ziel einer Roboterdichte von 150 Einheiten bis 2020 zu erreichen, müssten allerdings bis dahin rund 600.000 bis 650.000 neue Industrie-Roboter in China installiert werden. Zum Vergleich: 2015 wurden auf dem globalen Markt rund 254.000 Einheiten verkauft. Weltspitze ist China allerdings heute bereits als führender Absatzmarkt. Mit rund 68.600 verkauften Einheiten lag die Statistik 2015 um 20 Prozent über dem Vorjahr und übertrifft damit das Absatzvolumen aller europäischen Märkte zusammen (50.100 Einheiten). 2016 werden sich die Verkäufe insgesamt um 30 Prozent erhöhen und zwischen 2017 und 2019 um durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr auf über 400.000 Einheiten. Das sind dann 40 Prozent der weltweiten Lieferungen 2019. Südkorea und Japan folgen auf den Positionen zwei und drei der weltweit größten Absatzmärkte für Industrie-Roboter. Hier stieg die Zahl der verkauften Einheiten 2015 um 55 Prozent in Südkorea und um 20 Prozent in Japan. Die beiden Länder führen bei der Roboterdichte im produzierenden Gewerbe zusammen mit Singapur das weltweite Ranking der automatisierten Volkswirtschaften an. Von 2016 bis 2019 ist bei stabiler Wirtschaftslage sowohl in Korea als auch in Japan mit einem durchschnittlichen jährlichen Roboterabsatzplus von 5 Prozent zu rechnen.

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