Zustandsüberwachung

Condition Monitoring mit Gütesiegel

| Redakteur: Ines Stotz

Steuerung, Condition Monitoring, Sicherheit, Kommunikation und Visualisierung fügen sich durch die Bachmann-Systemlösung für das Energienetz-Management nahtlos zu einem großen Ganzen zusammen.
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Steuerung, Condition Monitoring, Sicherheit, Kommunikation und Visualisierung fügen sich durch die Bachmann-Systemlösung für das Energienetz-Management nahtlos zu einem großen Ganzen zusammen. (Bilder: Bachmann Electronic)

Der Germanische Lloyd (GL) hat das Condition Monitoring System (CMS) Ω-Guard von Bachmann Electronic als weltweit erste steuerungsintegrierte Lösung zertifiziert. So lässt sich erstmals die komplette Aufzeichnung, Analyse und Bewertung der Daten aus dem CMS parallel zum Steuerungsprogramm ausführen.

Windenergieanlagen (WEA) sind Produktionseinrichtungen, deren Verfügbarkeit unmittelbaren Einfluss auf deren Amortisation einerseits und auf die zuverlässig planbare Bereitstellung von Energie im Netz andererseits hat. Deshalb werden energetische Verfügbarkeiten von mehr als über 97 Prozent angestrebt, was gleichermaßen Betreiber wie Hersteller fordern.

Hohe Verfügbarkeit mit CMS

Auch für Offshore-WEA werden genau wie bei Onshore-WEA solche Werte angestrebt, obwohl die erschwerte Zugänglichkeit der Offshore-Anlage erhebliche Ausfallzeiten bei größeren Reparaturen erwarten lässt.

„Um Stillstandszeiten minimieren zu können, ist es erforderlich, eine kontinuierliche Zustandsüberwachung der Windenergieanlage vorzunehmen“, erklärt Axel Ringhandt, Branchenmanager Wind bei Bachmann Electronic. „So können auftretende Schäden frühzeitig erkannt, lokal begrenzt und Folgeschäden an weiteren Bauteilen verhindert werden.“

Und noch zwei weitere Vorteile hat Condition Monitoring: Notwendige wartungsbedingte Anlagenabschaltungen werden damit planbar und sind geschickt, zum Beispiel in windschwachen Perioden, terminierbar. Darüber hinaus kommt der logistische Vorteil zum Tragen, denn nur wirklich benötigte Teile müssen beispielsweise zu Offshore-Anlagen transportiert werden.

Beträchtliche Einsparungen bei Kosten für Betrieb und Instandhaltung

Condition Monitoring Systeme liefern der technischen Betriebsführung kontinuierlich Daten über den Betriebszustand aller relevanten Anlagenteile einer Windenergieanlage. „Mit einer gezielt geplanten und vorbereiteten Wartung und durch die Vermeidung möglicher Folgeschäden lassen sich die Kosten für Betrieb und Instandhaltung um bis zu 50 Prozent reduzieren“, stellt Axel Ringhandt anschaulich dar. „Insbesondere bei Offshore-Anlagen, die nur eingeschränkt und mit großem zeitlichem sowie finanziellem Aufwand erreichbar sind, ist ein solches System unverzichtbar.“

Richtlinie des Germanischen Lloyd als branchenweite Grundlage

Die Zertifizierung von Condition Monitoring Systemen und der Unternehmen, welche entsprechende Überwachungs-Dienstleistungen anbieten, ist wiederum Voraussetzung für die Zertifizierung von Windanlagen selbst. In der GL-Richtlinie zur Zertifizierung von Windenergieanlagen wird der Stand der Technik zusammengefasst. So gibt diese die wichtigsten Randbedingungen zur Entwicklung, Installation und den Betrieb dieser Systeme vor.

Im Teil zur Zertifizierung von Condition Monitoring Systemen für Windenergieanlagen werden durch den GL neben den Mess-Systemen – wie zur Schwingungs- und Körperschallmessung – auch die Anforderungen an die Analyse, Interpretation und Speicherung der Daten sowie Handlungsempfehlungen bei der Überschreitung von Grenzwerten beschrieben.

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Ebenfalls darin festgelegt sind die Anforderungen an die Überwachungsstelle. „So müssen diese beispielsweise erklären, wie Grenzwerte ermittelt und warum sie in dieser Form gewählt wurden. Damit wird sichergestellt, dass die Auswertung und Interpretation der komplexen CMS-Daten mit ausreichender Qualifikation erfolgt“, beschreibt Axel Ringhandt.

Bei der Richtlinienerstellung stand GL Wind in Kontakt mit Windparkbetreibern, die verschiedene Systeme im Einsatz haben, mit Herstellern von Windenergieanlagen bzw. Condition Monitoring Systemen und der Versicherungsbranche. So gelang es, dass die Richtlinie von einer breiten Basis mitgetragen wird. Gleichzeitig wird eine größtmögliche Neutralität und Akzeptanz gewährleistet. Die GL-Richtlinie bildet damit die Grundlage für die Entwicklung und Installation von CMS.

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