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15.06.2020

Ergonomischer Übergang zur Smart Factory

2021-06-14T00:00:00+00:00
Industrie 4.0, auch als vierte industrielle Revolution bezeichnet, hält längst Einzug in die moderne Fertigung – zahlreiche intelligente Sensoren, eine immer stärkere Vernetzung und das allgegenwärtige Cloud-Computing lassen daran keinen Zweifel. Nach den Verbesserungen, die einst Computer für die Fertigungswelt bedeuteten, wird Industrie 4.0 die Fertigung mit dem industriellen Internet der Dinge (IIoT) und weiteren neuen Produktionstechnologien nachhaltig verändern.

Obwohl die digitale Transformation in der Regel mit einem Effizienzgewinn verbunden ist, blicken viele Unternehmen mit Sorge auf die neuen Herausforderungen der Industrie 4.0. Dabei bringt die intelligente Fertigung oder Fertigung 4.0 zahlreiche Vorteile. Wir zeigen Ihnen, was Sie wissen müssen, um den Schritt in das neue Industriezeitalter erfolgreich zu meistern.

Die IT/OT-Konvergenz und Industrie 4.0 

In der Vergangenheit wurden Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (Operational Technology; OT) in Produktionsunternehmen unabhängig voneinander gehandhabt. Die IT diente dabei überwiegend zur Unterstützung von Verwaltungs- und Backoffice-Prozessen, während die OT, welche alle an der Produktion beteiligten Werkzeuge und Ressourcen umfasste, für die Steuerung der Maschinen und Anlagen auf Produktionsebene ohne Informationen aus anderen Bereichen des Unternehmens genutzt wurde. Nun führen Entwicklungen der Industrie 4.0, wie das Internet der Dinge (IoT), zu einer Verschmelzung von IT und OT. Das Ergebnis: neue Möglichkeiten und Chancen für intelligentere Fertigung und eine einheitlichere Betriebsführung. 

Beim unabhängigen Betrieb von OT und IT sind die Maschinen darauf programmiert, hochspezialisierte Aufgaben auszuführen, und zwar nur diese. Mit Industrie 4.0 ändert sich diese Herangehensweise. Intelligente Maschinen nutzen Daten aus einer Vielzahl von Quellen, um die Fertigungsprozesse an verändernde Umstände anzupassen und viele der von einer Smart Factory erwarteten Funktionen und Vorteile zu realisieren: automatische Korrekturen, intelligente Auftragssteuerung, Transparenz im gesamten Betrieb, vorausschauende Wartung und mehr.

Neue Herausforderungen für Hersteller

Die letzte industrielle Revolution stellte die Fertigungsindustrie regelrecht auf den Kopf. Im Zuge der Industrie 3.0 ermöglichten elektronische Geräte wie integrierte Schaltungen erstmals die Automatisierung einzelner Maschinen. Die Folgen waren eine höhere Produktivität und niedrigere Kosten. Industrie 4.0 und die Konvergenz von IT und OT werden ähnliche Auswirkungen haben. Unternehmen, die umfassend über die Vor- und Nachteile informiert sind, können die Lösungen schneller einführen und früher als andere von der Smart-Factory-Technologie profitieren. Die digitale Transformation kann Hersteller bei der Umstellung auf Industrie 4.0-Fertigung mit folgenden Herausforderungen konfrontieren: 

 

  • Neue Geschäftsmodelle: Kritische Aufgaben mit tiefgreifenden Auswirkungen auf die Produktion werden zunehmend auf automatisierter Datenerfassung und -analyse basieren. Dadurch können Fertigungsbetriebe Fehler minimieren und außerdem flexibler, kosteneffizienter und wettbewerbsfähiger werden. Voraussetzung für die Einführung von IIoT-Technologie der Industrie 4.0 ist gegebenenfalls die Weiterentwicklung Ihres Geschäftsmodells und Ihrer unternehmerischen Strategie. 


  • Betriebsstörungen: In einer Smart Factory müssen viele Geräte miteinander interagieren. Instabile Prozesse durch veraltete Ressourcen und die fehlende Kommunikation zwischen den Systemen kann das Betriebsergebnis im Zuge der Umstellung beeinträchtigen, wenn diese Probleme nicht frühzeitig gelöst werden. Betriebsstörungen lassen sich vermeiden, indem bei Anzeichen möglicher Probleme im Netzwerk vorhandene Instabilitäten beseitigt und eine kontinuierliche Überwachung umgesetzt werden. 


  • Veränderte organisatorische Prozesse: Beim Übergang zur Industrie 4.0 muss bedacht werden, wie die nötigen Änderungen an Geschäftsstrategie und operativen Prozessen langfristig umsetzbar sind. Dabei müssen unter Umständen die bestehende Lieferketten sowie die Interaktion mit Kunden angepasst und eventuell auch neue Mitarbeiter mit den richtigen Kompetenzen zur Steuerung komplexer digitaler Netzwerke eingestellt werden. 


  • Bedrohung der Cybersecurity: Der hohe Grad der Vernetzung im Rahmen der Industrie-4.0-Automatisierung setzt ein umfangreiches Netzwerk aus miteinander verbundenen Datenerfassungsgeräten voraus. Diese Geräte bringen jedoch neue Sicherheitsrisiken mit sich, da jeder einzelne Sensor eine potenzielle Angriffsfläche bietet. Um diese Herausforderung zu meistern, braucht es Geräte und Software mit erweiterten Sicherheitsfunktionen. Darüber hinaus ist eine grundsätzliche Sicherheitsstrategie im Unternehmen erforderlich, die nicht nur Ressourcen, sondern auch die Mitarbeiter umfasst.

 

Lesen Sie hier mehr zu den Vorteilen der Umstellung auf Industrie 4.0 mit zenon: https://www.copadata.com/de/branchen/smart-factory0/smart-factory-insights/industrie-40/smart-factory-23/